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Corona-Maßnahmen - Giffey: Berufstätige Eltern unterstützen

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Bundesfamilienministerin Franziska Giffey fordert Arbeitgeber auf, berufstätige Eltern zu unterstützen. Eltern werde wegen der beschlossenen Einschränkungen viel abverlangt.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hält eine Rede im Bundestag. Sie macht sich stark für die Unterstützung von Eltern durch Staat und Arbeitgeber während des Lockdowns.
Das Arbeitsministerium prüft laut Familienministerin Giffey die Möglichkeiten für zusätzlichen bezahlten Urlaub.
Quelle: dpa (Archiv)

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat Arbeitgeber aufgerufen, Mitarbeiter mit Kindern im kommenden Shutdown zu unterstützen - sowohl von Arbeitgeben als auch vom Staat.

"Die beschlossenen massiven Einschränkungen werden berufstätigen Eltern wieder viel abverlangen", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der "Funke Mediengruppe".

Giffey: Familie und Beruf müssen auch in Krise zu vereinbaren sein

"Ich appelliere an alle Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch in den kommenden Wochen pragmatisch zu unterstützen." Bildung und Kinderschutz hätten Priorität und dabei bleibe es auch:

Wir haben immer gesagt: Kitas und Schulen dürfen erst als Allerletztes geschlossen werden.
Franziska Giffey, Bundesfamilienministerin

Für Eltern, die wegen der Schließung von Kitas und Schulen ein Betreuungsproblem bekommen und nicht zur Arbeit können, gibt es eine Verdienstausfallentschädigung vom Staat.

Giffey: Von Erfahrungen aus dem Frühjahr lernen

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei eine gemeinsame Aufgabe von Eltern und Unternehmen. Man könne diesmal von den Erfahrungen aus dem Frühjahr profitieren, fügte Giffey hinzu.

So hätten Studien gezeigt, dass jedes zweite Unternehmen in der Krise familienbewusste Maßnahmen eingeführt oder ausgeweitet habe. Drei Viertel der Eltern, die wegen der Kinderbetreuung mit ihren Arbeitgebern gesprochen hatten, erhielten demnach von diesen Unterstützung.

Der harte Shutdown: eine doppelte Belastung für Eltern, denn Kitas und Schulen bleiben geschlossen – die Kinder zuhause. Der Bund verspricht Entschädigung.

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Corona: Unterstützung vom Staat für Familien

Zudem sei es wichtig, dass Familien in der andauernden Ausnahmesituation der Pandemie weiter staatliche Unterstützung erhielten. Vor allem wenn sie die Kinderbetreuung wegen fehlender Alternativen ganz zu Hause übernehmen müssen.

Für Eltern, die wegen Kinderbetreuung ihrer Arbeit nicht nachgehen können, gebe es nach wie vor eine Entschädigung von 67 Prozent vom Nettoeinkommen – geregelt im Infektionsschutzgesetz, so Giffey.

Pandemie: Zusätzliche bezahlte Urlaubstage?

Daneben wurde die Zahl der Kinderkrankentage für 2020 erhöht, die jedem Elternteil jährlich zusteht. Von 10 auf 15 Tage pro Elternteil sowie von 20 auf 30 Tage für Alleinerziehende.

Das Arbeitsministerium prüfe zudem zügig Möglichkeiten für zusätzlichen bezahlten Urlaub, bestätigte die Ministerin.

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