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Schulpolitik in Corona-Pandemie - Giffey: Stück weiter - Lehrerverband kritisch

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"Wir sind ein Stück weiter als im Frühling", sagt Bundesfamilienministerin Giffey im ZDF zu den Schulen in der Corona-Pandemie. Kritik an der Schulpolitik kommt vom Lehrerverband.

Bis mindestens 10. Januar sollen alle Kinder soweit wie möglich zuhause bleiben. Um als Eltern die Zeit überbrücken zu können, haben Bund und Länder Unterstützung versprochen.

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Distanzlernen, Wechselunterricht, digitaler Unterricht in der Corona-Pandemie in Schulen: "Schulen haben sich vorbereitet und müssen sich auch weiter darauf einstellen", sagt Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) im ZDF-Morgenmagazin mit Blick auf den Shutdown. In den Ländern würden die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz unterschiedlich umgesetzt. Die Eltern müssten deswegen gut über die jeweiligen Regelungen informiert werden.

"Der Bund unterstützt mit finanziellen Mitteln auch die digitale Ausstattung der Schulen, das muss jetzt umgesetzt werden", sagt Bundesfamilienministerin, Franziska Giffey, SPD.

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Lehrerverband: "Unsägliche Hüh-Hott-Politik"

Der Deutsche Lehrerverband übt allerdings scharfe Kritik am Krisenmanagement der Länder bei der Schulpolitik und fordert klare Konzepte für die Zeit nach dem 10. Januar.

Große Vorwürfe muss man den Landesregierungen und den Schulministerien für ihr teilweise katastrophales Krisenmanagement im Umgang mit der Pandemie im Schulbereich machen.
Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands

"Bei der Versorgung der Schulen mit schnellem Internet stehen wir nicht viel besser da als im März diesen Jahres", sagte Meidinger der "Passauer Neuen Presse". Es habe bisher "eine unsägliche und alle Betroffenen demotivierende Hüh-Hott-Politik" gegeben, kritisierte er.

Vorwurf Bildungsminister: Zu lange untätig geblieben

Bis zuletzt sei trotz exponentiell steigender Infektionszahlen am vollständigen Präsenzunterricht unter allen Umständen festgehalten worden. Von Politik und Behörden seien die Schulen "als quasi coronafreie Zonen dargestellt" worden. Das rapide Wachstum der Infektionsfälle und der dramatische Anstieg der Quarantänemaßnahmen an Schulen habe diese Behauptung widerlegt, so der Verbandspräsident.

Angela Merkel auf dem Weg zur PK nach dem Corona-Gipfel

Shutdown gestartet -
Die Dezember-Beschlüsse im Überblick
 

Bund und Länder haben einen Shutdown beschlossen - ab kommenden Mittwoch wird der Einzelhandel geschlossen. Auch Schulen sollen schließen oder die Präsenzpflicht aussetzen.

Gleichzeitig seien bisherige Hygienestufenpläne außer Kraft gesetzt worden und man habe es versäumt, sich auf eine neue Phase des Wechselunterrichts vorzubereiten, etwa durch mehr Tempo bei der digitalen Modernisierung der Schulen. "Das rächt sich jetzt", sagte Meidinger. "Wir brauchen ganz dringend ein klares Konzept für den Umgang der Schulen mit der Pandemie auch nach dem 10. Januar."

Giffey: Schulen und Kitas als Erstes wieder öffnen

Giffey sagte im ZDF-Morgenmagazin zu dem Vorwurf, es habe "an vielen Stellen eine Weiterentwicklung" gegeben. "Es hängt sehr daran, wie die einzelnen Schulen das machen, wie die Priorität in den Ländern ist", sagte sie. "Aber wir sind ein Stück weiter als im Frühling", betonte Giffey.

Wenn sich nach dem 10. Januar das Infektionsgeschehen hoffentlich wieder verbessere, werde sie sich dafür einsetzen, "dass wir ganz klar Schule und Kitas nach vorne stellen, dass es die ersten sind, die auch wieder vollständig ihr Angebot machen", sagte die Ministerin.

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