Sie sind hier:

Ergebnisse Corona-Gipfel - Das sehen Bund und Länder bei Impfungen vor

Datum:

Menschen über 65 sollen bald mit Astrazeneca geimpft werden und Impfungen auch bei Hausärzten erfolgen: Was der Corona-Gipfel beim Thema Impfung ergeben hat.

Archiv: Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca in einem Impfzentrum
Schon ab Ende März sollen auch Hausärzte Corona-Impfungen verabreichen dürfen.
Quelle: dpa

Nach dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern wird viel über die geplanten stufenweisen Öffnungen gesprochen. Dabei haben Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten auch Änderungen beim Thema Impfung angekündigt.

Die Impfkampagne wird nun deutlich an Fahrt gewinnen und die Zahl der in den Impfzentren und durch die mobilen Impfteams der Länder tatsächlich durchgeführten Impfungen pro Woche wie geplant verdoppelt werden.
Beschluss Bund und Länder, 3. März 2021

"Wir glauben, dass wir hier noch Steigerungspotenzial haben", sagte Merkel nach einer Bund-Länder-Runde zur Corona-Lage am späten Mittwoch in Berlin. Die Impfungen würden deutlich forciert.

Welche Corona-Maßnahmen werden gelockert? Welche Regeln bleiben? ZDFheute live zeigt die Pressekonferenz mit Kanzlerin Merkel nach dem Krisengipfel und ordnet die Ergebnisse ein. Video ist in Kürze verfügbar.

Beitragslänge:
61 min
Datum:

Die Impf-Beschlüsse des Gipfels im Überblick

  • Damit die Impfkampagne "an Fahrt gewinnen" kann, wie es im Beschluss heißt, soll unter anderem der maximale Zeitraum zwischen der ersten und der zweiten Impfung möglichst ausgeschöpft werden.
  • Ältere Menschen können bald auch mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft werden. Dieser wird bislang nur für unter 65-Jährige empfohlen. Am Donnerstag folgte die entsprechende Empfehlung der Ständigen Impfkommission.
  • Ab Ende März oder Anfang April sollen zudem die Hausärzte "umfassend" in die Impfungen eingebunden werden.

Impfungen auch bei Betriebsärzten

Bereits ab der zweiten Märzwoche sollen ausgewählte niedergelassene Ärzte einen festen Rahmen für die Übernahme von Impfungen bekommen. Die Entscheidung der Priorisierung soll durch die Ärzte erfolgen. Dann werden auch Betriebsärzte dem Konzept zufolge mehr impfen.

Beschäftigte in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege sowie in Grund-, Förder-und Sonderschulen würden nun zudem bundesweit der zweiten Priorisierungsgruppe nach der Coronavirus-Impfverordnung zugeordnet.

Der Stufenplan sei "so streng, dass sich de facto über eine lange Zeit am Alltag der Menschen wenig verändern wird", kritisiert der FDP-Vorsitzende Christian Lindner das Ergebnis der Bund-Länder Konferenz.

Beitragslänge:
4 min
Datum:

Schneller mehr Menschen erstimpfen

Zur Erst- und Zweitimpfung erklärte Merkel nach den Beratungen: "Der Abstand zwischen der Erst- und der Zweitimpfung bei den jeweiligen Impfstoffen - also bei Biontech und Astrazeneca - soll maximal ausgenutzt werden."

Die Zweitimpfung solle daher immer erst zum Ende der Genehmigungsphase - bei Biontech 42 Tage, bei Astrazeneca zwölf Wochen - verabreicht werden. Dadurch könne man schneller mehr Menschen erstimpfen, sagte die Kanzlerin.

Hausärzte fordern bürokratische Entlastung

Die Reaktion der Hausärzte auf die Beschlüsse ließ nicht lange auf sich warten. Sie fordern eine bürokratische Entlastung. Um neben der Versorgung der Patienten auch die Impfungen sowie die zusätzlichen Testungen stemmen zu können, müsse jeglicher vermeidbarer Aufwand wegfallen, sagt der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Er warnt, dass die Atteste, die die Hausärzte im Rahmen der Impfpriorisierung für Patienten ausstellen sollen, den Prozess enorm verlangsamten und "schnell zum bürokratischen Overkill" werden. Stattdessen könnten die Krankenkassen bei der Vorrangprüfung "durch ein flächendeckendes Einladungsverfahren" unterstützen.

Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.