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Letzter Ausweg Massenimpfung - Großbritanniens ehrgeiziger Impfplan

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Großbritannien kämpft mit enormen Infektionszahlen. Die große Impf-Kampagne soll die Wende bringen. Londons Pläne sind ambitioniert.

Großbritannien will das Tempo seines Corona-Impfprogramms erhöhen.

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Der Plan ist äußerst ambitioniert und klar umrissen: Bis Mitte Februar sollen in Großbritannien insgesamt 15 Millionen der gefährdetsten Menschen geimpft werden, bis zum Herbst alle Erwachsenen. Zu diesem Zweck öffneten heute sieben große Impfzentren in verschiedenen Städten des Landes ihre Tore. Weitere sollen dazukommen.

Mehr als zwei Millionen Personen haben nach Angaben der Regierung bereits eine Impfung erhalten. 200.000 Impfungen täglich werden derzeit durchgeführt.

Priorität beim Impfen haben diejenigen, die aufgrund ihres hohen Alters oder Vorerkrankungen besonders gefährdet sind. Daneben Ärzte und Pflegekräfte auf Covid-Stationen und in Altenheimen. Dann geht es nach und nach die Altersstufen hinunter. Lehrer gehören nach jetzigem Stand nicht zur Prioritätengruppe.

Großbritannien hat früh mit Corona-Impfungen begonnen

So weit, so erfreulich. Das Problem ist, dass sich die britische Regierung bisher beim Umgang mit der Corona-Krise vor allem mit einem hervorgetan hat: nicht gehaltene Versprechen.

Ob es um die Lockdowns, die Öffnungen von Schulen, Weihnachtsfeiern oder die Einrichtung eines funktionierenden Corona-Testsystems ging - stets kündigten Boris Johnson und seine Minister Dinge an, die dann entweder verspätet oder gar nicht eintraten. Kehrtwende folgte auf Kehrtwende.

Covid-Patienten auf einer iNtensivstation in einem Londoner Krankenhaus
Covid-Patienten auf einer Intensivstation in einem Londoner Krankenhaus.
Quelle: dpa

Die Krankenhäuser sind am Limit

Skepsis scheint bei den aktuellen Ankündigungen daher angebracht. Sicherlich hat Großbritannien aufgrund der früheren Zulassung von Impfstoffen gegenüber anderen europäischen Ländern einen Startvorteil, anderseits kämpft das Land mit extrem hohen Infektionszahlen, die volle Aufmerksamkeit verlangen.

Viele Krankenhäuser stehen bereits jetzt am Rande der Vollauslastung. Experten befürchten, dass die Zahl der täglichen Todesfälle bis Ende des Monats auf 2.000 ansteigen könnte. Englands oberster Amtsarzt Chris Whitty sagte in der BBC, das Land müsse sich auf die "schlimmsten Wochen" der Pandemie gefasst machen.

Werden die Corona-Maßnahmen verschärft?

Neben der erhöhten Ansteckungsgefahr durch die vor allem in Großbritannien verbreitete Virus-Variante bereitet den Wissenschaftlern auch die mangelnde Moral beim Befolgen der Regeln während des mittlerweile dritten landesweiten Lockdowns Sorgen.

Diskutiert werden inzwischen weitere Verschärfungen wie die Schließung von Kinderkrippen und das obligatorische Tragen von Masken im Freien. London muss den Spagat hinbekommen, eindringlich zu warnen und gleichzeitig mit dem Impfprogramm Hoffnung zu verbreiten.

Yacin Hehrlein ist Korrespondent im ZDF-Studio in London.

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