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Corona-Lockerungen - Kommunen fordern Konzept für Großevents

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Die Kommunen kritisieren die von der Ministerpräsidentenkonferenz vertagte Entscheidung zu Großevents. Bei weiterhin ausbleibender Einigung der Länder drohe ein Flickenteppich.

Besucher eines Konzerts am Kölner Tanzbrunnen.
Die Band "Miljö" beim Konzert "Sommer im Garten" am Kölner Tanzbrunnen.
Quelle: dpa

Nach der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag hat es Kritik an der aufgeschobenen Entscheidung zur Durchführbarkeit von Groß- und Sportveranstaltungen gegeben. Es wäre "wünschenswert" gewesen, wenn sich Bund und Länder hier auf einen gemeinsamen Fahrplan geeinigt hätten, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, der "Rheinischen Post".

Die Ministerpräsidenten hatten am Donnerstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) getagt. Merkel sagte anschließend, über die Frage der Groß- und Sportveranstaltungen würden nun die Staatskanzleichefs der Bundesländer beraten. Treffen seien hier in nächster Zeit alle vier Wochen geplant.

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Landsberg warnt vor Flickenteppich

Landsberg forderte hingegen, dass die Bundesländer sich "rasch zu einer gemeinsamen und möglichst einheitlichen Linie abstimmen". Andernfalls drohe ein "Flickenteppich, der den Menschen vor Ort in den Kommunen nicht mehr zu erklären ist". Insgesamt müsse es bei weiterhin positiver Entwicklung der Inzidenz und der Impfkampagne bald weitere Öffnungen für den Veranstaltungssektor geben, sagte Landsberg der "Rheinischen Post".

Die Ministerpräsidenten hatten das Thema am Donnerstag einer Arbeitsgruppe auf Ebene der Staatskanzleichefs übertragen. Für Großveranstaltungen mit Tausenden Menschen sei es noch zu früh, hatten Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), der auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist, erklärt. Es sei aber die richtige Zeit, dafür ein Konzept zu entwickeln, sagte Müller.

Eine schnelle Einigung in Sachen Großveranstaltungen wird es nicht geben. Stattdessen soll nun eine Arbeitsgruppe eine Lösung finden. ZDF-Korrespondent Reichart mit den Details.

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Bartsch: Grundrechte wieder komplett herstellen

Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch wertete die Ministerpräsidentenrunde als "Bremsklotz auf dem Weg in die Normalität". Für die Veranstaltungsbranche sei es eine "große Enttäuschung". Die Menschen bräuchten Fahrplan und Perspektiven über den Sommer hinaus. Zum Abschluss der Impfkampagne müssten die Grundrechte wieder "komplett" hergestellt sein, forderte Bartsch in den Funke-Zeitungen.

Der Präsident des Landkreistages, Reinhard Sager, gab zumindest Großveranstaltungen wie Musikfestivals vorerst eine Absage. Festivals "wie Rock am Ring, Southside oder Rock im Park mit jeweils über 60.000 Besuchern" seien in nächster Zeit unvorstellbar, so Sager zu den Funke Zeitungen. Weitere Öffnungen seien zunächst vor allem "an der frischen Luft", "in zahlenmäßigen Grenzen" und "mit Hygienekonzept und Abstandregeln" möglich.

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