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Corona in Entwicklungsländern - UN-Agentur fordert Grundeinkommen

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Die Corona-Krise trifft Ärmere besonders schwer: Die Entwicklungsagentur UNDP wirbt daher für ein Grundeinkommen - für 2,7 Milliarden Menschen.

Ein Obdachloser in Brasilien wäscht seine Maske. Archivbild
Ein Obdachloser in Brasilien wäscht seine Maske. Archivbild
Quelle: Andre Lucas/dpa

Die UN-Entwicklungsagentur UNDP wirbt angesichts der Corona-Krise für ein zeitlich begrenztes Grundeinkommen für knapp drei Milliarden Menschen weltweit. Mit dem Grundeinkommen könnten Personen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, während der Pandemie Zuhause bleiben; dies könne die Ausbreitung des Coronavirus bremsen, teilte UNDP am Donnerstag mit.

Was die Idee konkret bedeuten würde:

  • Anzahl: Grundeinkommen für 2,7 Milliarden Menschen
  • Herkunft: 132 Entwicklungsstaaten
  • Kosten: mindestens 199 Milliarden Dollar

Das Grundeinkommen soll Menschen erreichen, die ihren Unterhalt oft in der informellen Wirtschaft verdienen und es sich trotz der Gesundheitsrisiken der Corona-Pandemie nicht leisten können, zu Hause zu bleiben. Weltweit haben sich mehr als 15 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert.

Mehr als 15 Millionen bestätigte Corona-Infektionen weltweit. Wie haben sich die die Infektionszahlen entwickelt? Ein Überblick.

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Die Idee schien noch vor wenigen Monaten unmöglich zu sein: Nun habe sich die Einführung eines vorübergehenden Grundeinkommens für die ärmsten Menschen der Welt als eine Option herausgestellt, so UNDP-Chef Achim Steiner.

Beispiellose Zeiten erfordern beispiellose soziale und wirtschaftliche Maßnahmen.
UNDP-Chef Achim Steiner

Grundeinkommen über erlassene Schulden finanzieren

Die Maßnahmen wären der Entwicklungsagentur zufolge dringend notwendig und durchführbar. So könnte das Geld von der Schuldenrückzahlung der Entwicklungs- und Schwellenländer umgeleitet werden.

"Ein vom UN-Generalsekretär geforderter umfassender Schuldenstillstand für alle Entwicklungsländer würde es den Ländern ermöglichen, diese Mittel vorübergehend in Sofortmaßnahmen zur Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Krise umzuwandeln", meint die UNDP.

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