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Corona-Tests und Impfungen - Hausärzte warnen vor zu viel Bürokratie

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Künftig sollen Hausärzte deutlich mehr Corona-Tests und Impfungen vornehmen. Berufsverbände warnen vor großem bürokratischem Aufwand. Das Impftempo könnte darunter leiden.

Künftig sollen auch einzelne niedergelassene Ärzte Menschen gegen Corona impfen können. "Die Kolleginnen und Kollegen stehen in den Startlöchern", so Ulrich Weigeldt (Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes).

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Nach der Bund-Länder-Vereinbarung zu einer stärkeren Einbeziehung von niedergelassenen Ärzten bei den Corona-Impfungen fordern die Hausärzte bürokratische Entlastungen. Um neben der Versorgung der Patienten auch die Impfungen sowie die zusätzlichen Tests vornehmen zu können, müsse jeglicher vermeidbarer Aufwand wegfallen, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt.

Hausärzte: Keine Zeit, Impfreihenfolge zu attestieren

Spätestens im April sollen auch Haus- und Fachärzte Corona-Impfungen vornehmen, ohne die Priorisierung bei den Impfungen grundsätzlich aufzugeben. Ärzte-Vertreter Weigeldt sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Donnerstag, das Ausstellen ärztlicher Atteste zur Impfpriorisierung könne den Prozess enorm verlangsamen.

Stattdessen könnten die Krankenkassen bei der Vorrangprüfung durch ein flächendeckendes Einladungsverfahren unterstützen. Sie verfügten über die notwendigen Patientendaten und die Expertise. Zugleich müssten die Dokumentationspflichten bei Impfungen und Testergebnissen für die Hausärzte möglichst gering gehalten werden, forderte Weigeldt. Die Mediziner müssten sich voll und ganz auf ihre ärztlichen Aufgaben konzentrieren, "für mehr ist keine Zeit".

In Brandenburg dürfen einige Hausarztpraxen ihren Patient*innen bereits den Corona-Impfstoff verabreichen. Geimpft wird dabei strikt nach der Priorisierungsliste.

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Städte, Gemeinden und Apotheker fordern konkretere Informationen

Unterdessen äußerte der Deutsche Städte- und Gemeindebund Kritik an der beschlossenen Teststrategie. Bund und Länder hatten in der Nacht zum Donnerstag eine Öffnungsstrategie zur stufenweisen Aufhebung der strengen Corona-Schutzmaßnahmen beschlossen. Grundsätzlich sollen alle Bürgerinnen und Bürger künftig Anspruch auf regelmäßige Schnelltests einmal pro Woche haben, die Kosten dafür trägt der Bund.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, sagte der Düsseldorfer "Rheinischen Post", die Beschlüsse zu den Schnell- und Eigentests seien zu unkonkret. Die Organisation liege bei den Ländern und Kommunen.

Wie sich die Eigentests in das System einfügen sollen, wie der Nachweis dokumentiert wird, wie lange er gewisse Zugänge ermöglichen soll, wird leider noch nicht beantwortet.
Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer Deutscher Städte- und Gemeindebund

Auch die Apotheken forderten die Politik auf, nachvollziehbare Regeln für die beschlossene Ausweitung der kostenlosen Corona-Tests zu schaffen. Notwendig seien "klare und detaillierte Rahmenvorgaben, welche Personengruppen wie oft kostenfrei in Apotheken, Arztpraxen oder Testzentren getestet werden sollen", sagte die Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Gabriele Regina Overwiening, den Funke-Zeitungen. Unklar sei zudem, welche Vergütung vorgesehen ist, bemängelte sie.

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