Sie sind hier:

Täglicher Pauschalbetrag geplant - Koalition einig über Homeoffice-Förderung

Datum:

Die GroKo will diejenigen steuerlich entlasten, die wegen Corona zu Hause arbeiten. Union und SPD haben sich offenbar auf eine Pauschale von fünf Euro je Homeoffice-Tag geeinigt.

Steuer-Pauschale für Arbeit im Homeoffice: Fünf Euro pro Tag sind im Gespräch, doch die Koalition ringt noch um Einigung. ZDF-Wirtschaftsexpertin Valerie Haller hat die Details.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Hunderttausende Beschäftigte arbeiten wegen der Corona-Pandemie teils oder sogar weitgehend zu Hause. Wie diese vorübergehend steuerlich entlastet werden sollen, war bislang unklar. Jetzt gab der finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Lothar Binding, bekannt, man habe sich geeinigt.

Man wolle die Möglichkeit eines pauschalen Abzugsbetrags von fünf Euro pro Tag für Steuerpflichtige im Homeoffice schaffen, sagte Binding der Nachrichtenagentur dpa. Die Regelung solle aufgrund der Corona-Pandemie zunächst auf zwei Jahre begrenzt sein.

Ob solche Regelungen dauerhaft angelegt sein sollten, um der nach der Pandemie möglicherweise veränderten Arbeitswelt gerecht zu werden, sollte auf der erst dann möglichen Erfahrungsgrundlage in zwei Jahren entschieden werden.
Lothar Binding, finanzpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion

Binding nannte eine Obergrenze für die Pauschale von 500 Euro im Jahr. Dies entspreche der Nutzung des Homeoffice an 100 Arbeitstagen. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" aus CSU-Kreisen über eine Obergrenze von 600 Euro im Jahr berichtet.

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) gibt sich im Interview mit "Berlin direkt" zuversichtlich, dass Deutschland die Krise gut überstehen werde. Man sei "gut vorbereitet", sagt er.

Beitragslänge:
4 min
Datum:

Noch keine Einigung bei Werbungskosten

Normalerweise erkennt das Finanzamt die Kosten für den heimischen Arbeitsplatz nur an, wenn ein Zimmer nahezu ausschließlich beruflich genutzt wird.

Die Homeoffice-Pauschale ist die flexible Antwort auf die verkrustete Rechtsprechung zum häuslichen Arbeitszimmer - unbürokratisch und leicht nachvollziehbar.
CSU-Finanzpolitiker Sebastian Brehm in der "FAZ"

Noch nicht endgültig entschieden ist laut dem "FAZ"-Bericht, ob die neue Homeoffice-Pauschale neben dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 Euro gewährt wird. Wenn dieser separat laufen würde, würden alle direkt profitieren - je nach individueller Belastung. Wenn die Homeoffice-Pauschale wie andere Werbungskosten der Arbeitnehmer behandelt wird, hieße das, dass nur diejenigen profitieren, die auf mehr als 1.000 Euro Werbungskosten kommen.

Das Bundesfinanzministerium spricht sich für letzteres aus: "Würde die Homeoffice-Pauschale unabhängig, also zusätzlich zum Werbungskosten-Pauschbetrag gewährt, wäre dies eine übermäßige (und damit verfassungsmäßig zweifelhafte) Begünstigung", zitierte die "FAZ" aus einem aktualisierten Konzept des Ministeriums.

Neue Regel soll möglichst unbürokratisch sein

Mit der Homeoffice-Pauschale greift die Koalition eine Initiative der Länder Hessen und Bayern auf: "Der hessische und bayerische Vorschlag ist ein unbürokatischer Ansatz, um die zusätzlichen Kosten für das Homeoffice geltend zu machen", sagte der CDU-Finanzpolitiker Fritz Güntzler der Zeitung.

"Die Regeln für die Anerkennung eines Arbeitsplatzes sind derzeit sehr restriktiv." Er habe sich lange für eine Lösung im Sinne der Arbeitnehmer eingesetzt. "Im Jahressteuergesetz 2020 könnte dieser Vorschlag nun zügig umgesetzt werden."

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

Intensivmediziner Professor Uwe Janssens.

Steigende Corona-Zahlen - So ergeht es den Intensivmedizinern 

Steigende Corona-Zahlen und immer mehr Covid-19-Patienten auf Intensivstationen können zur zusätzlichen Belastung werden. Intensivmediziner Uwe Janssens zur aktuellen Corona-Lage.

22.10.2021
Videolänge
3 min
Ein Abstrich für einen Coronatest. Symbolbild

Nachrichten | heute - Hohe Inzidenzen in Süd-Bayern  

Die Inzidenzzahlen schießen wieder in die Höhe. Vielerorts herrscht Ratlosigkeit über die genauen Gründe. Besonders betroffen ist Südost-Bayern.

22.10.2021
von P. Neubauer / S. Schuhen
Videolänge
1 min
Armin Laschet (l, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Malu Dreyer (SPD) Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, und Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, kommen zur Pressekonferenz nach der Ministerpräsidentenkonferenz.

Epidemische Notlage - Corona: Länder zeigen Spahn rote Karte 

Es sollte nach Corona-Normalität klingen: Minister Spahn will die epidemische Notlage auslaufen lassen. Die Länder zeigten ihm jetzt die rote Karte. Sie wollen eine Regelung.

von Kristina Hofmann
Videolänge
1 min
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.