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Ende der Homeoffice-Pflicht? : Altmaier stellt Lockerungen in Aussicht

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Wirtschaftsminister Altmaier kündigt "Schritt für Schritt weniger Vorschriften" zum Homeoffice an - und erntet neben Zustimmung auch heftige Kritik für diesen Vorstoß.

Peter Altmaier (CDU), Bundeswirtschaftsminister.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erwägt Lockerungen beim Home-Office.
Quelle: Francisco Seco/AP Pool/dpa

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) stellt der Wirtschaft bei einer weiteren Entspannung der Pandemie-Lage schrittweise Lockerungen der Homeoffice-Pflicht in Aussicht.

Die Idee, dass man zur Normalität zurückkehrt, bedeutet, dass man dort, wo es Sinn macht, wieder vor Ort arbeiten kann.
Peter Altmaier im "Bild"-Politiktalk

Die Corona-Arbeitsschutzverordnung schreibt vor, dass Arbeitgeber überall dort Homeoffice anbieten müssen, wo das möglich ist. Nach bisherigen Plänen läuft die Verordnung Ende Juni aus.

Altmaier: Homeoffice stärkt Flexibilität

Es werde "Schritt für Schritt weniger Vorschriften" zum Homeoffice geben, sagte Altmaier bei "Bild". Ohnehin komme es überall dort zu Lockerungen der Homeoffice-Pflicht, wo die Bundesnotbremse nicht länger gelte.

Gleichzeitig zeigte sich Altmaier aber auch überzeugt, dass das Homeoffice an vielen Stellen auf freiwilliger Basis Bestand haben werde. "Viele Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden sich arrangieren und flexibler arbeiten", sagte er. Es gebe auch positive Lehren aus der Corona-Pandemie, Flexibilität sei eine davon.

Eine Frau mit einem Headset sitzt vor ihrem Laptop im heimischen Wohnzimmer in Mönchengladbach, aufgenommen am 12.01.2021

Corona-Arbeitsschutzverordnung - Das sind die aktuellen Regeln fürs Homeoffice 

Arbeitgeber müssen künftig begründen, warum sie Mitarbeiter nicht ins Homeoffice lassen. Welche Rechte haben Arbeitnehmer, welche Pflichten Arbeitgeber laut Homeoffice-Verordnung?

von Nils Metzger

Gewerkschaftsbund nennt Altmaiers Pläne "unverantwortlich"

Gegenwind kommt vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB): "Solange nicht ein Großteil der Beschäftigten vollständig geimpft ist, dürfen sich die Arbeitgeber nicht aus der Verantwortung ziehen", sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann am Dienstag.

Trotz sinkender Neuinfektionszahlen sei die Pandemie noch lange nicht bewältigt.

Deswegen wäre es unverantwortlich, jetzt übereilt alle wirkungsvollen Mechanismen, die helfen, die Pandemie einzudämmen, über Bord zu werfen.
Reiner Hoffmann, Chef Deutscher Gewerkschaftsbund

BDI fordert Rückkehr in normalen Geschäftsbetrieb

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hatte zuvor ein Ende der Homeoffice- und Testpflicht in den Betrieben gefordert. Der Impffortschritt müsse mit einer Rückkehr in einen normalen Geschäftsbetrieb verbunden sein, heißt es in einem Positionspapier.

Der BDI sprach sich für einen Stufenplan aus, der festlegt, wie Corona-Maßnahmen in den Betrieben verringert und abgeschafft werden können.

FDP befürwortet Ende der Homeoffice-Pflicht

Auch die FDP sprach sich für ein rasches Ende der Homeoffice-Pflicht aus. "Das ist der völlig falsche Weg in einer Zeit, in der ohnehin Arbeitsplätze und Existenzen auf dem Spiel stehen", sagte Präsidiumsmitglied Michael Theurer der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Eine Frau arbeitet im Homeoffice. - Archivbild

Kritik an Öffnungsstrategie - BDI dringt auf Homeoffice-Ende 

Die Corona-Lage in Deutschland entspannt sich. Nun fordert die deutsche Industrie Lockerungen. Die Beschäftigten sollen wieder Präsenz am Arbeitsplatz zeigen.

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