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Corona-Pandemie - DGB-Chef: Homeoffice-Pflicht noch beibehalten

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Die Infektionszahlen sinken, die Rufe nach einem Ende der Homeoffice-Pflicht werden laut. Die FDP drängt auf ein vorzeitiges Aufheben der Pflicht - das lehnt der DGB ab.

In vier Wochen läuft die Pflicht fürs Arbeiten zu Hause aus. Forderungen, früher zum normalen Geschäftsbetrieb zurückzukehren, weist der Arbeitsminister zurück.

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Mit sinkenden Inzidenzen drängt die Wirtschaft auf ein vorzeitiges Aufheben der Home-Office-Pflicht. Auch die FDP spricht sich dafür aus. "Regeln müssen immer den veränderten Umständen angepasst werden", sagte Generalsekretär Volker Wissing im ZDF-Morgenmagazin.

Es macht ja keinen Sinn zu sagen: Biergarten geht, Büro geht nicht.
Volker Wissing, FDP-Generalsekretär 

Die Homeoffice-Pflicht sei eine große Belastung für die Wirtschaft, so Wissing. Er plädiert für eine schnelle Rückkehr zur Normalität.

"Regeln müssen den Umständen angepasst werden" so FDP-Generalsekretär Volker Wissing. Er plädiert für eine schnelle Rückkehr zur Normalität.

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DGB-Chef: Unternehmen in der Pflicht

Das sieht der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) anders. Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann hat sich gegen ein baldiges Auslaufen der Homeoffice-Pflicht ausgesprochen. "Auch wenn die Infektionszahlen endlich zurückgehen - es wäre unverantwortlich, jetzt alle wirkungsvollen Mechanismen des Infektionsschutzes über Bord zu werfen", sagte Hoffmann dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Gerade die Unternehmen stünden im besonderen Maße in der Pflicht, für einen wirksamen Arbeits- und Gesundheitsschutz zu sorgen. Dieser beinhalte zweifelsohne auch die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten.

Solange nicht ein Großteil der Beschäftigten vollständig geimpft ist, dürfen sich die Arbeitgeber nicht aus der Verantwortung ziehen.
Reiner Hoffmann, DGB-Chef

Die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass mobiles Arbeit in einem weit größeren Umfang möglich sei, als bisher angenommen - aber auch die Schattenseiten offengelegt, sagte der DGB-Chef. Deswegen fordere der DGB einen gesetzlichen Regelungsrahmen für mobiles Arbeiten.

Mitbestimmung und Tarifbindung

Stärkere Mitbestimmungsrechte spielten eine zentrale Rolle. Dort, wo Mitbestimmung und Tarifbindung funktionierten, seien bereits vor der Krise, aber auch in den letzten Monaten, passgenaue Vereinbarungen zur Regelung mobilen Arbeitens abgeschlossen worden.

Gemäß dem Infektionsschutzgesetz soll derzeit Arbeit im Homeoffice die Regel sein - zumindest bei Beschäftigten, die im Büro arbeiten. Die Unternehmen müssen das Arbeiten von zuhause ermöglichen, wenn keine zwingenden Gründe dagegen sprechen. Die Beschäftigten müssen dies im Normalfall auch annehmen.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte am Wochenende Forderungen aus der Wirtschaft nach einer frühzeitigen Aufhebung der Homeoffice-Pflicht abgelehnt. Die Regelung läuft nach bisheriger Planung am 30. Juni aus.

Peter Altmaier bei einem EU-Treffen.

Ende der Homeoffice-Pflicht? - Altmaier stellt Lockerungen in Aussicht 

Wirtschaftsminister Altmaier kündigt "Schritt für Schritt weniger Vorschriften" zum Homeoffice an - und erntet neben Zustimmung auch heftige Kritik für diesen Vorstoß.

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