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"Kreativere Impfangebote" : Experten fordern mehr Impfen to go

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Deutschland impft langsamer. Bald gibt es wohl deutlich mehr Impfstoff als Impfwillige. Experten wollen nun kreativere Angebote und so mehr Menschen erreichen. Kommt Impfen to go?

Das Impftempo verlangsamt sich. Bislang war dafür der Mangel an Impfstoff der bremsende Faktor. Doch nun zeichnet sich eine gewisse Impfmüdigkeit ab - salopp gesagt: Zu viele Spritzen für zu wenige Oberarme.

Gleichzeitig ist Deutschland beim Impfen noch lange nicht dort, wo es sein will. Ziel sind laut RKI 85 Prozent. Derzeit beträgt die Zahl vollständig Geimpfter rund 41 Prozent.

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Impfung to go: Experten fordern "mehr Kreativität"

Angesichts dessen fordern immer mehr Politiker und Experten "kreativere Impfangebote". Und zwar am Besten dort, wo die Menschen sich viel aufhalten. Bürger müssten sich auch in Fußgängerzonen, Wohnsiedlungen und bei Veranstaltungen impfen lassen können, forderte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Sabine Dittmar, in der "Welt".

Ähnlich sieht das die Ärztegewerkschaft Marburger Bund: "Das geht nur mit besserer Aufklärung und einem unkomplizierten Zugang zur Impfung", sagte die Vorsitzende Susanne Johna der "Rheinischen Post". Impfbusse und Impfmobile, wie sie in manchen Kommunen schon zum Einsatz kämen, "kann es ruhig mehr geben". Sie forderte für den Ablauf:

Je niedrigschwelliger, desto besser.
Susanne Johna, Ärztegewerkschaft Marburger Bund

Andere Länder setzen schon länger auf solche Angebote: Die USA impfen im Supermarkt, in speziellen Drive-Throughs und sogar in Freizeitparks. Allerdings verfehlte man auch dort das Impfziel, wenn auch nur knapp.

[Im Video: Die USA wollen mit Lotterien, die Impfbereitschaft zusätzlich steigern.]

Mobile Impfteams und Sonderaktionen?

Saar-Ministerpräsident Tobias Hans sprach sich für weitere Anreize aus. "Man könnte an eine Verlosung denken, bei der unter den Impfbereiten beispielsweise ein Fahrrad, ein Fremdsprachenkurs oder ein anderer schöner Preis ausgegeben wird", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der "Funke-Mediengruppe". Mobile Impfteams und Sonderaktionen seien gerade in sozialen Brennpunkten nötig.

Die EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides rief im "Handelsblatt" zur Beschleunigung der Impfkampagnen auf. Die EU werde zwar ihr Ziel erreichen, bis Ende Juli genug Impfstoffe für 70 Prozent der Erwachsenen zu haben. Doch weil Virusvarianten "die Übertragbarkeit erhöht" hätten, brauche man "mehr als 70 Prozent, um sicher zu sein".

In dicht besiedelten Vierteln ist die Gefahr einer Corona-Infektion hoch, die Impfquote meist gering. Mobile Impfteams sollen in Pforzheim helfen.

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Kommen bald Empfehlungen für Schulen durch die EU?

Die Seuchenschutzbehörde ECDC werde zudem bald Empfehlungen für die Schulen vorlegen. "Wir können Kinder nicht zu Hause lassen, nur weil es keine Impfungen für sie gibt", sagte Kyriakides.

In den vergangenen zwei Wochen ist die Zahl der Impfungen pro Tag in Deutschland zurückgegangen. Am Dienstag wurden nach Zahlen des Robert Koch-Instituts 699.500 Impfdosen verabreicht, am Dienstag der Vorwoche waren es 917.000, an den Dienstagen der drei Wochen davor jeweils mehr als eine Million Dosen.

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