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Corona-Vakzine für andere Länder : Deutschland verschenkt Astrazeneca-Impfstoff

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Nach der Änderung der Impf-Empfehlung durch die Stiko braucht Deutschland die vielen bestellten Astrazeneca-Impfdosen nicht mehr. Künftige Lieferungen sollen nun gespendet werden.

Der Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca am 24.03.2021 in Madrid
Der Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca
Quelle: picture alliance / AA

Die Bundesregierung will im Laufe des August alle weiteren Lieferungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca an Drittländer abgeben. Das hat das Bundeskabinett nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums am Mittwoch beschlossen. Zum Auftakt sollen mindestens 500.000 Dosen der Initiative Covax für die globale Verteilung von Covid-19-Impfstoffen zur Verfügung gestellt werden.

Die Entscheidung betrifft nicht die bereits bei Bund, Ländern oder bei Ärzten liegenden Impfdosen und laufenden Erst-Impfungen. Allein der Bund lagert derzeit noch rund 1,5 Millionen Impfdosen des britisch-schwedischen Konzerns. Deutschland erwartet bis Jahresende noch die Lieferung weiterer 35 bis 38 Millionen Impfdosen der Firma.

Auch der Impfstoff von Johnson & Johnson soll gespendet werden

Insgesamt gibt Deutschland bis Ende des Jahres mindestens 30 Millionen Corona-Impfdosen an Entwicklungsländer und andere Staaten ab. Für die kostenlosen Spenden sollen Impfdosen der Hersteller Astrazeneca und Johnson & Johnson genutzt werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte dazu:

Es ist in unserem ureigenen Interesse, die Welt zu impfen.
Jens Spahn, Gesundheitsminister

Covax-Programm hilft bei Verteilung

Mindestens 80 Prozent der Impfstoff-Spende soll über Covax verteilt werden. Bis Mitte Juni waren über das internationale Impfstoffprogramm erst 83 Millionen Impfdosen verteilt worden, davon das meiste an die ärmsten Länder.

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Zwei Milliarden Dosen für Covax aus Deutschland

Maximal 20 Prozent der Spende soll bilateral abgegeben werden, insbesondere an Staaten des Westbalkans mit bis zu drei Millionen Dosen, an Namibia sowie an Staaten der östlichen Partnerschaft. Mit östlichen Partner sind EU-Nachbarn wie Armenien, Aserbaidschan oder die Ukraine gemeint.

Genaue Mengen und Abgabezeitpunkte sollen von der nationalen Versorgungslage abhängig gemacht werden. Deutschland stellt mehr als zwei Milliarden Euro für Covax zur Verfügung. Die Abgabe von Impfdosen könne einen wichtigen ergänzenden Beitrag leisten, so das Gesundheitsministerium.

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