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Mehr Dosen, neue Bestellungen - Neuer Impfstoff kommt: Jetzt, bald, später

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Deutschland bekommt mehr Impfstoff: Die EU hat neuen bestellt, die Anzahl der Impfdosen pro Ampulle darf steigen, und die Bundesländer bekommen neue Lieferungen. Ein Überblick.

Nachrichten, die Hoffnung machen: Die EU sichert sich mehr BioNTech-Pfizer-Impfstoff und bestätigt, dass aus einer Ampulle sechs, statt fünf Impfdosen entnommen werden dürfen.

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Wer sich gegen Covid-19 impfen lassen möchte, für den könnte dieser Freitag ein hoffnungsvoller Tag sein. Zumindest scheinen die Aussichten zu steigen, dass mehr Impfstoff zur Verfügung steht, kurz-, mittel und langfristig.

Kurzfristig: Mehr pro Ampulle

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat nun zugelassen, dass aus den Biontech/Pfizer-Ampullen sechs statt bislang fünf Ampullen entnommen werden dürfen. Bislang musste der Rest in den leicht überfüllten Fläschchen weggeworfen werden, weil die Zulassung für diesen Impfstoff nur für fünf Impfdosen pro Ampulle erteilt worden war.

20 Prozent mehr Menschen, schätzt das Bundesgesundheitsministerium, können nun von dem bestellten Impfstoff geimpft werden. Die Erhöhung von fünf auf sechs Impfdosen gilt seit Freitag, 12 Uhr. Allerdings hatten einzelne Bundesländer schon vorher angekündigt so verfahren zu wollen: Hamburg zum Beispiel. Nordrhein-Westfalen nahm 5,5 Impfdosen aus einer Ampulle.

Mittelfristig: Neue Lieferung für die Länder

Lautstark hatten sich die Bundesländer beschwert: Sie würden ja impfen, wenn sie genug Impfstoff hätten. An diesem Freitag haben sie nun neue Lieferungen bekommen. Insgesamt wurden 667.875 Dosen von Biontech/Pfizer verteilt, die Hälfte wird für die zweite Impfung zurückbehalten. Die nächsten Auslieferungen in gleicher Höhe, aber mit leichten Abweichungen in Hessen und Niedersachsen, gibt es am 18./19. Januar, 25./26. Januar, 1./2. Februar, 8./9. Februar und 15./16. Februar.

Diese Impfdosen gehen raus:

  • Baden-Württemberg: 82.875
  • Bayern: 107.250
  • Berlin: 29.250
  • Brandenburg: 19.500
  • Bremen: 4.875
  • Hamburg: 14.625
  • Hessen: 48.750
  • Mecklenburg-Vorpommern: 14.625
  • Niedersachsen: 63.375
  • Nordrhein-Westfalen: 141.375
  • Rheinland-Pfalz: 34.125
  • Saarland: 9.750
  • Sachsen: 34.125
  • Sachsen-Anhalt: 19.500
  • Schleswig-Holstein: 24.375
  • Thüringen: 19.500

Langfristig: EU bestellt nach

Die EU hat bei Biontech/Pfizer 300 Millionen zusätzliche Impfdosen bestellt. Davon sollen 75 Millionen Dosen bereits Ende des zweiten Quartals geliefert werden, sagte heute EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Wie viel davon allerdings Deutschland bekommt, ist noch offen. "Die genaue Verteilung auf die Mitgliedsstaaten wird noch verhandelt", sagte heute der Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums.

Infografik: Update zum Corona-Impfstoff
Impfstoff: Menge, Wirkung, Verteilung und zusätzliche Dosen
Quelle: ZDF/RKI/Pfizer/twitter/vonderleyern/dpa

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer ist der bislang einzige, der in der EU genutzt wird. Eine Genehmigung gibt es auch für den Impfstoff von Moderna, der ab kommender Woche in Deutschland verfügbar sein könnte.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass in diesem Jahr ohne den neuen EU-Deal 60 Millionen Impfdosen von Biontech/Pfizer aus dem EU-Topf, 30 Millionen Dosen aus einer Extra-Bestellung und 50 Millionen von Moderna geliefert werden. Insgesamt also 140 Millionen Dosen in diesem Jahr. Diese reichten aus, "um eine Herdenimmunität zu erreichen", so der Sprecher.

Nach Kritik aus der Union verteidigt SPD-Chef Norbert Walter-Borjans den Fragenkatalog an Minister Jens Spahn (CDU) zur Impfstrategie. "Es hat ganz offenbar in der Beschaffung des Impfstoffs Defizite gegeben", so Walter-Borjans.

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