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Vakzin-Start zu spät - Ärzte kritisieren Beschlüsse des Impfgipfels

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Ärzteverbände kritisieren die Beschlüsse des Impfgipfels von Bund und Ländern als unzureichend: Der Impfstart komme zu spät, Hausarztpraxen würden benachteiligt.

Eine medizinische Fachkraft in Schutzkleidung hält eine Ampulle des Astrazeneca-Vakzins zwischen den FIngern.
Eine Ampulle des Astrazeneca-Vakzins.
Quelle: dpa

Ärzteverbände kritisieren die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern zu zu Corona-Impfungen in Hausarztpraxen als unzureichend.

Hausärzte: Kritik an Vakzinlieferungen

Der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, kritisierte im Gespräch mit der "Bild" insbesondere die vorrangige Belieferung der weiter offen gehaltenen Impfzentren mit Vakzinen:

Die Praxen dürfen nicht zur Resterampe werden, wenn bei den Impfzentren was übrig ist.
Ulrich Weigeldt

Auch den auf den 5. April vorgezogenen Impfstart in den Hausarztpraxen hält Weigeldt für zu spät. "Warum nicht jetzt sofort? Wir könnten direkt loslegen", erklärte er.

Auch der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, sieht die Beschlüsse des Impfgipfels kritisch. "An der grundlegenden Situation ändert der Beschluss nichts. Wir impfen weiter in Slow Motion", sagte Gassen dem Wirtschaftsmagazin "Business Insider".

Nach Ostern sollen auch Hausärzte Coronaimpfungen verabreichen können. Das gab Bundeskanzlerin Merkel nach dem Impfgipfel bekannt. Sehen Sie hier die komplette Pressekonferenz.

Beitragslänge:
32 min
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Gassen: Impfzentren machen gute Arbeit

Die Impfzentren machten im Grundsatz eine ordentliche Arbeit, aber sie hätten "nun einmal Kapazitätsgrenzen", erklärte Gassen. Es wäre "fatal", falls die Impfzentren es nicht schaffen sollten, die wöchentlich 2,25 Millionen Impfstoffdosen zu verimpfen, warnte Gassen.

Man muss klar sagen: Jede Dosis, die im Schrank liegen bleibt, ist ein potenzieller Corona-Toter mehr.
Andreas Gassen

Bund und Länder hatten bei Beratungen zur Impfpolitik beschlossen, dass die Hausärzte nach Ostern flächendeckend mit Impfungen gegen das Coronavirus beginnen sollen.

Allerdings werden zunächst wohl nur etwa 20 Impfdosen pro Woche und Praxis zur Verfügung stehen, weil der Impfstoff nach wie vor knapp sei. Die Impfzentren sollen konstant 2,25 Millionen Dosen pro Woche erhalten. An die Praxen soll nur geliefert werden, was darüber hinausreicht.

Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise

Sachsen, Dresden: Michael Kretschmer (CDU, M), Ministerpräsident von Sachsen, spricht im Plenum zu den Abgeordneten. Anlässlich der Landtagssitzung zur Feststellung der epidemischen Lage im Freistaat rechnet die Polizei mit einem Protest von Gegnern der Corona-Politik.

Nachrichten | heute 19:00 Uhr - Sachsen: Weichenstellung für schärfere Regeln 

Der sächsische Landtag hat die epidemische Notlage verlängert. Immer wieder gibt es Aufmärsche gegen die Maßnahmen – zuletzt sogar vor dem Privathaus der Gesundheitsministerin.

06.12.2021
von S. Moritz-Möller / T. Bärsch
Videolänge
1 min
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