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Geimpfte und Genesene : Was nach dem Impfgipfel bekannt ist

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Immer mehr Menschen sind geimpft. Mit welchen Corona-Erleichterungen sie rechnen können - und über was Angela Merkel und die Ministerpräsidenten noch beraten haben.

Corona-Geimpfte und Genesene können sich auf Erleichterungen einstellen. Die Regierung will dazu zügig einen Verordnungsentwurf vorlegen. Als grobe Orientierung stellte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Aussicht, dass "da, wo Schnelltests erwartet werden, Geimpfte und Genesene diese Tests nicht beibringen müssen". Beschlossen wurden die Ausnahmen auf dem heutigen Impfgipfel noch nicht.

Außerdem soll die Impfreihenfolge bald aufgehoben werden, wie es auf der Pressekonferenz nach der Konferenz mit der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten der Länder hieß.

Wann wird die Impfreihenfolge aufgehoben?

In vielen Bundesländern seien die Priorisierungsgruppen 1 und 2 bereits geimpft, sagte Merkel. Sie gehe davon aus, dass Personen aus der Priorisierungsgruppe 3 im Laufe des Monats Mai eine Erstimpfung erhielten.

Daher könne spätestens im Juni die Priorisierung aufgegeben werden und sich jeder um einen Impftermin bemühen. Dann sollten auch die Betriebsärzte in die Impfkampagne einbezogen werden.

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hatte zuvor im ZDF angeregt, jüngere Menschen früher zu impfen. Dies sei epidemiologisch sinnvoll, weil sie einerseits sehr hohe Infektionsraten aufweisen und andererseits viele Sozialkontakte hätten.

Impfangebot für jeden: Hält Merkels Zeitplan?

Angela Merkel bekräftigte zudem ihr Versprechen, dass bis zum Ende des Sommers jedem ein Impfangebot gemacht werde. Nach dem Stand der Impfstoff-Bestellungen sei dies zu halten.

Wer sich impfen lässt, soll Freiheiten zurückbekommen, gleiches gilt für Genesene. Wie vorab aus einem Eckpunktepapier der Bundesregierung bekannt wurde, betrifft dies folgende Bereiche:

  • Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen
  • Quarantäne nach Auslandsaufenthalten
  • Zugang zu Geschäften und Dienstleistungen

Wie werden Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen gelockert?

Erleichterungen soll es besonders für Alten- und Pflegeeinrichtungen geben, wenn dort ein hoher Impfschutz gewährleistet ist. Gleiches gilt in Einrichtungen der Eingliederungshilfe (etwa für Menschen mit Behinderung). Das soll eine soziale Isolation der Bewohner zu verhindern.

Der Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet mahnte, auch die Belange jüngerer Menschen zu beachten: "Die Älteren wurden prioritär geimpft. Und die Älteren sind jetzt auch die, wo man dann sagt, wir können Grundrechtseingriffe zurücknehmen." Das sei richtig. "Aber wir haben eine ganze Generation junger Leute, die im Moment ganz besonders unter der Pandemie leidet."

Abstandsgebot und Beschränkungen der Personenzahl in geschlossenen Räumen werden voraussichtlich aber auch für Geimpfte weitergelten, denn:

Bei einer hohen Inzidenz in der Bevölkerung ist auch das Risiko für Geimpfte und Genesene höher, sich (trotz Impfung oder überstandener Infektion) anzustecken und die Infektion weiterzugeben.
Eckpunktepapier der Bundesregierung

Gibt es weiter eine Quarantänepflicht nach Reisen?

Bislang gilt nach Flugreisen und bei der Rückkehr nach Deutschland: Testpflicht und Quarantäne. Diese Regeln sollen für Geimpfte und Genesene nicht mehr gelten. Bundesverkehrsminister Scheuer bestätigte diese Pläne gegenüber der dpa.

Ausnahme: Bei Einreisen aus Virusvarianten-Gebieten sollen keine Erleichterungen gewährt werden - wegen der Gefahr, dass Reisende gefährliche Mutanten einschleppen könnten.

Welche Beschränkungen gelten beim Shoppen?

Geimpfte oder Genese sollen etwa beim Einkaufen oder beim Friseurbesuch keinen negativen Corona-Test mehr vorlegen müssen, sagte Merkel.

Welche Probleme bringen die möglichen Lockerungen?

Berlins Regierender Bürgermeister Müller erklärte nach dem Treffen, dass die kommenden Monate nicht einfach werden.

  • Es werde in Zeiten einer Ausgangssperre Menschen auf der Straße geben, die auf dem Weg zur Arbeit sind.
  • Es werde Menschen auf der Straße geben, die geimpft oder genesen sind.
  • Und es werde auch Menschen auf der Straße geben, auf die nichts von beidem zutrifft - die sich den Regeln widersetzten.

Das zu unterscheiden und zu kontrollieren, werde eine große Herausforderung. Zudem mahnte Kanzlerin Merkel: Die vollständige Rückkehr zur Normalität werde "so schnell nicht gehen."

Wir werden mit diesem Virus noch eine ganze Weile leben müssen.
Angela Merkel
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