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Bürgermeister Tschentscher - Warum Hamburg jetzt die Notbremse zieht

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Wegen steigender Infektionszahlen zieht Hamburg nun die Notbremse. Ab morgen beginnt das Land mit Schließungen, sagt Bürgermeister Tschentscher im ZDF.

Sehen Sie hier das ganze Interview mit Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher im ZDFheute update.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach beim Impfgipfel in Berlin von der Notbremse, die angesichts hoher Inzidenzen zu ziehen sei. Hamburg hatte sie heute schon gezogen: Obwohl die 100er Marke da noch nicht erreicht war, wollte das Land morgen mit Schließungen beginnen.

Die wichtigsten Aussagen des Ersten Bürgermeisters Peter Tschentscher aus dem heute journal up:date:

Wieso beginnt Hamburg am Samstag mit Schließungen?

In ganz Deutschland stiegen die Infektionszahlen aktuell an, sagt Hamburgs Erster Bürgermeister Tschentscher und stellt weiter fest: "Wir sind in Hamburg etwas früher und sehr konsequent in diesen Fragen." Zu frühe Öffnungen würden die Krise nur verlängern.

Wir müssen jetzt diese starke dritte Welle, in die wir kommen, möglichst schwächen.
Peter Tschentscher

Schulen und Kitas würden in ganz Deutschland sehr vorsichtig mit dem Präsenz- und Wechselunterricht beginnen, so Tschentscher. Auch Hamburg sei diesen Schritt als "wahrscheinlich letztes Bundesland" gegangen. "Aber wir begleiten diese Öffnungsschritte mit sehr vielen Selbst- und Schnelltests, die eine gute Möglichkeit sind, um Infektionsketten zu erkennen und dadurch Ausbrüche zu verhindern."

Schließungen im Handel, Öffnungen von Schulen und Kitas - ist das nicht inkonsequent?

Einerseits macht Hamburg beim Handel schnell dicht, andererseits wird in Schulen und Kitas geöffnet. Tschentscher empfindet dies nicht als Widerspruch: "Wir sind in allen Bereichen sehr vorsichtig und wir setzen sehr präzise um, was Bund und Länder gemeinsam festgelegt haben."

Darunter fiele auch der Übergang in den Präsenzunterricht in Schulen und Kitas. Wichtig sei aber, sehr genau darauf zu achten, "dass wir bei bestimmten Inzidenz-Grenzen auch Öffnung wieder zurücknehmen", so Tschentscher. Nämlich dann, wenn die Inzidenzzahlen zu hoch seien.

Was ändert sich mit den Beschlüssen des Impfgipfels?

In der Woche nach Ostern sollen auch Hausarztpraxen Corona-Impfungen durchführen können. Das gab Angela Merkel in der Pressekonferenz im Anschluss des Impfgipfels bekannt. Voraussetzung sei dafür, dass "ausreichend Impfstoff" vorhanden sei, so Tschentscher. "Das ist ja unser Engpass."

Darüber hinaus stellt Hamburgs Erster Bürgermeister fest: Nach Angaben des Bundes solle es Anfang April so weit sein, "dass mindestens 1 Million Dosen an die Hausarztpraxen in Deutschland verteilt werden können."

Deutschland erwartet im April Millionen neuer Corona-Impfampullen.

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Was bedeutet die Dokumentationspflicht für Ärzte?

Im Beschluss des Impfgifels wurde festgehalten, dass die Dokumentationspflicht möglichst gering gehalten werden soll. Das sei zu befürworten, sagt Tschentscher. Es bewirke, dass "in den Praxen nicht Bürokratie ausbricht, sondern dass die entscheidenden Dinge gut dokumentiert sind."

So sei ein guter Überblick zu behalten, wer geimpft sei und mit welchem Impfstoff. "Und damit wir auch sehen, wie es insgesamt mit dem Impf-Fortschritt in Deutschland weitergeht." Am Sonntag wolle Tschentscher, der selbst Arzt ist, beim Impfen helfen.

Archiv: Ein Mann erhält in einer Arztpraxis eine Corona-Impfung mit dem Impstoff von AstraZeneca. Erste Arztpraxen in Brandenburg haben mit Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. I

Hausärzte und Grenzregionen - Das sind die Ergebnisse des Impfgipfels 

"Impfen, impfen, impfen", lautet die Devise: Das Corona-Vakzin soll es ab April auch beim Hausarzt geben - und vermehrt in Corona-Hotspots.

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