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Kanzlerin Merkel und Länderchefs - Beratungen über schnellere Impfkampagne

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Gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der Länder will Kanzlerin Angela Merkel heute über konkrete Maßnahmen sprechen, wie in Deutschland schneller geimpft werden kann.

Angela Merkel bei einer Sitzung des Kabinetts.
Kanzlerin Angela Merkel will mit den Regierungschefs der Länder über eine Beschleunigung der Impfkampagne sprechen.
Quelle: epa (Archiv)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder sprechen heute in einer Telefonkonferenz darüber, wie die Corona-Impfkampagne in Deutschland beschleunigt werden kann.

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Dabei geht es unter anderem um die Frage, ab wann die Bürgerinnen und Bürger eine Impfung bei den Haus- und Fachärzten erhalten können. In den Arztpraxen soll dann eventuell auch von den strengen Vorgaben der Impf-Priorisierung abgewichen werden, wenn dies aus ärztlicher Sicht ratsam sei.

Hauptproblem Impfstoff-Mangel

Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass künftig deutlich mehr Menschen geimpft werden können. Die Impfungen in den von den Ländern betriebenen Impfzentren sind nur sehr schleppend angelaufen - Hauptgrund ist der Mangel an Impfstoff.

Dieser Mangel ist auch dafür verantwortlich, dass die Arztpraxen bislang noch nicht in die Impfkampagne eingebunden sind. Der Spitzenrunde am Freitag liegen entsprechende Empfehlungen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern vor.

Holetschek: weitere Hemmnisse beseitigen

"Die Einbindung der Ärzteschaft in die Regelversorgung wäre ein starkes Signal", sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), vor Beginn der Gespräche der Deutschen Presse-Agenur. Er hoffe sehr, dass sich die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten an diesem Punkt bei ihrer Telefonkonferenz einigen könnten.

Um den Impfablauf nicht noch weiter zu bremsen, müssten auch die Abläufe darauf abgestimmt werden. "Pandemie und Bürokratie verstehen sich nicht", sagte Holetschek. Es sei daher wichtig, genau zu schauen, an welchen Stellen noch Hemmnisse beseitigt werden könnten.

Städte- und Gemeindebund: frühzeitig in Praxen impfen

Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat Bund und Länder vor den Gesprächen aufgefordert, frühzeitig mit den Corona-Impfungen in den Praxen zu beginnen:

Auch wenn derzeit noch nicht genug Impfdosen vorhanden sind, sollten bestimmte Kontingente alsbald über die Apotheken an die Hausärzte gehen.
Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer Deutscher Städte- und Gemeindebund

Im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte Landsberg weiter: "Wir werden in absehbarer Zeit eine so große Menge an Impfdosen zur Verfügung haben, dass wir diese nicht mehr allein in den Impfzentren verimpfen können." Die neue Impfstrategie solle auch die Betriebsärzte einbinden, die gerade bei großen Unternehmen eine Vielzahl von Menschen impfen könnten.

Vor Ort über übriggebliebene Impfdosen entscheiden

Landsberg forderte zudem, die Priorisierung der Impfgruppen zu lockern. Wenn in einem Impfzentrum Impfdosen in großer Zahl übrig blieben, sollte vor Ort entschieden werden dürfen, dass auch Personen aus Gruppen geimpft werden, die noch nicht an der Reihe seien.

Eine Impfdosis im Arm ist immer besser als eine Impfdosis, die im Kühlschrank lagert, nur um bürokratische Vorgaben zu erfüllen.
Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer Deutscher Städte- und Gemeindebund

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich darauf geeinigt, Mitte April mit dem Impfen in Praxen zu starten. Endgültige Beschlüsse sollen am Freitag gefasst werden. Der Impfgipfel sollte eigentlich schon am Mittwoch stattfinden, war dann aber wegen der Aussetzung des Präparats von Astrazeneca verschoben worden.

Ab April sollen die niedergelassenen Ärzte in Deutschland flächendeckend mit Corona-Impfungen beginnen. Der Deutsche Hausärzteverband begrüßt diese Entscheidung der Gesundheitsminister. Unklar ist noch, ab wann auch Betriebsärzte impfen werden.

Beitragslänge:
2 min
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