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Interview

Bundesgesundheitsminister im ZDF - Spahn: "Der Schwung ist da"

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Gesundheitsminister Spahn sieht die Entwicklung der Impfkampagne positiv. Der Schwung sei da, sagt er im ZDF. Auch das Biontech-Vakzin in den Impfzentren werde schnell verimpft.

Trotz Kritik verbreitet Gesundheitsminister Spahn im Interview Optimismus: Die Dosen von BioNTech würden schnell verimpft. Auch die Probleme rund um den Impfstoff von Johnson&Johnson hätten akut keine Auswirkungen auf die Impfkampagne.

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Wer kann wann welche Corona-Impfungen anbieten - und wie viele? Die Debatte ums Impftempo in Deutschland läuft. Die Kassenärzte warnen, die Kampagne könnte ins Stocken kommen, weil sie weniger Biontech-Impfstoff bekommen würden als versprochen. Und der Deutsche Hausärzteverband fordert, dass die Impfzentren nicht weiter bevorzugt würden bei der Versorgung mit Corona-Impfstoffen.

Gesundheitsminister Jens Spahn sieht die Impfkampagne hingegen auf einem guten Weg. "Der Schwung ist da und er bleibt auch da", sagte der CDU-Politiker im ZDF heute journal. Im ersten Quartal des Jahres habe man zehn Prozent der Deutschen impfen können. In einem Monat würden es die nächsten zehn Prozent sein. Es habe in den letzten Tagen mehrere Rekorde an täglichen Impfungen gegeben. Daran hätten auch die Arztpraxen einen wichtigen Anteil.

Die Hausärzte beschweren sich, dass Impfzentren mehr Impfstoff bekommen würden. Hinzu kommt, dass viele einigen Präparaten kritisch gegenüberstehen. Das bringt die Impfstrategie durcheinander.

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Bei Biontech "so gut wie keine Vorratshaltung"

Dabei nehme die Zahl der impfenden Praxen zu. In der letzten Woche seien es 35.000 gewesen, für die nächste hätten sich schon 50.000 gemeldet. "Es wurde übrigens mehr Astrazeneca bestellt als Biontech von diesen 50.000 Arztpraxen", betonte Spahn. Der Astrazeneca-Impfstoff sei hochwirksam und empfohlen für die über 60-Jährigen, von denen viele eben Patientinnen und Patienten in den Praxen seien.

Zur Forderung der Ärzte, Impfstoff gleich an sie zu liefern statt an die Impfzentren, auch weil dort Vorratshaltung betrieben werde, sagte Spahn: "Gerade bei Biontech gibt es so gut wie keine Vorratshaltung. Ende der letzten Woche waren über 90 Prozent der Impfdosen verimpft von den Ländern.“ Dass es nicht 100 Prozent seien, habe auch etwas mit den Transporten zu tun.

Beim Verimpfen von Astrazeneca habe es zwar in den letzten Wochen Rückschläge gegeben. "Insofern will ich jetzt garnicht alles schön reden." Es gebe immer Dinge, die besser laufen könnten.

Aber die Impfkampagne hat gerade richtig Schwung aufgenommen.
Jens Spahn, Gesundheitsminister

Seit die Hausärzte mitimpfen, steigt die Zahl der verabreichten Dosen stark. Doch nach anfänglicher Freude über diesen Erfolg stellt sich in den Praxen der Frust ein.

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Dabei hätten die Impfzentren genauso ihre Berechtigung wie das Impfen in den Arztpraxen. Beides hätte seine Vorteile, sagte Spahn auf die Frage, wann allein die Ärzte impfen könnten. Er fügte hinzu: "Und dann im Laufe des Sommers, wenn wir die allermeisten Deutschen geimpft haben werden, dann wird man die Impfzentren irgendwann einstellen." Dann werde nur noch in den Hausarztpraxen geimpft und man wolle auch die Betriebsärzte noch einbeziehen in die Impfkampagne.

Auf die Frage, ob die aktuelle Aussetzung des Impfstoffs von Johnson & Johnson eine Auswirkung auf die deutsche Kampagne habe, sagte Spahn: "Bis hierhin noch nicht." Man habe gut 200.000 Dosen des Impfstoffs und warte die Entscheidung der EMA ab, auch in Absprache mit der US-Behörde. Allerdings habe der Impfstoff den Vorteil nur einmal gespritzt werden zu müssen - daher setze man schon darauf, ihn auch nutzen zu können.

Spahn zur K-Frage: Geschlossenheit ist wichtig

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende äußerte sich auch zur K-Frage in der Union. Armin Laschet habe sowohl als Parteivorsitzender seine Unterstützung gehabt, als auch am Montag im CDU-Präsidium. Umfragen seien wichtig, "aber Geschlossenheit ist eben auch wichtig", betonte Spahn. "Ich glaube sogar, dass beides auf Dauer einander bedingt. Wenn CDU und CSU sich streiten, dann spaltet das meistens die CDU."

Wer wird Kanzlerkandidat der Union? CDU-Chef Laschet und sein CSU-Kollege Söder haben beide ihren Hut in den Ring geworfen. Beide Kandidaten werben heute in der Unionsfraktion um Zustimmung.

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Das sei mitten in der Pandemie und in diesem Wahljahr nicht gut, und das wüssten Armin Laschet und Markus Söder sehr gut. "Deswegen bin ich auch zuversichtlich, dass sie uns ein gemeinsames Angebot machen werden, dass sie sich einigen werden. Auch darauf, wer Kanzlerkandidat werden soll."

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