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SPD-Chef Klingbeil : Impfpflicht auszuschließen "war ein Fehler"

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SPD-Chef Klingbeil bezeichnet das Ausschließen einer Corona-Impfpflicht zu Beginn der Pandemie als Fehler. Damals habe er geglaubt, mehr Menschen würden sich impfen lassen.

SPD-Chef Lars Klingbeil während einer Pressekonferenz in der Parteizentrale.
SPD-Chef Lars Klingbeil.
Quelle: reuters

Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil hat das Ausschließen einer Impfpflicht zu Beginn der Corona-Impfkampagne als Fehler bezeichnet. "Auch ich persönlich habe das getan", sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Er habe geglaubt, dass sich sehr viel mehr Menschen impfen lassen würden, als es bis heute tatsächlich der Fall sei. "Ich habe deshalb immer sehr überzeugt gesagt, es wird keine Impfpflicht kommen. Das war ein Fehler. Aber ich finde es wichtig, dass Politik auch dazulernen darf."

Kaum ein Thema erregt die Gemüter in Deutschland gerade so sehr wie die Impfpflicht. Dabei ist die Stimmung seit dem Sommer gekippt. Es gibt einen messbaren Wandel.

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Impfquote von 95 Prozent realistisch?

Definitive Aussagen nützten niemandem etwas: "Das schafft nur Enttäuschung, wenn Luftschlösser zerplatzen." Klingbeil rief dazu auf, sich impfen und boostern zu lassen. Würde die Impfquote von derzeit 70 Prozent in Deutschland schlagartig auf 95 Prozent steigen, wäre die geplante Einführung einer Impfpflicht nicht nötig, sagte er. "Das sehe ich aktuell aber nicht."

Er wolle nicht noch einmal einen solchen Winter erleben, "dass die Gesellschaft einen solch harten Rückschlag erlebt wie jetzt Weihnachten 2021". Klingbeil sagte, er wisse, wie schwer es falle, sich im zweiten Jahr der Pandemie wieder einzuschränken. "Aber die neue Omikron-Variante wird uns jetzt alle noch mal stark fordern."

Klingbeil: Alle müssen Kontakte reduzieren

Auch Geimpfte müssten ihre Kontakte reduzieren - "das machen viele ja jetzt schon, auch wenn die neuen Regeln erst in ein paar Tagen gelten". Bund und Länder hatten am Dienstag Kontaktbeschränkungen auf zehn Personen bei privaten Treffen erst für den 28. Dezember beschlossen. Einzelne Bundesländer ziehen das bereits um einige Tage vor.

Auf der Illustration ist eine Frau zu sehen, die beide Arme zur Schulter zieht. Über der linken Hand schwebt ein Symbol mit Daumen runter, über der rechten Hand schwebt ein Symbol mit Daumen hoch.

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