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Impfzentren nehmen Arbeit auf - So erhalten Sie einen Corona-Impftermin

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Impfungen gegen Covid-19 laufen seit Ende Dezember in ganz Deutschland an. Anfang Januar öffnen in einigen Bundesländern weitere Impfzentren. Wie funktioniert die Terminvergabe?

Die Impfkampagne startet nicht nur in Alten- und Pflegeheimen, sondern auch in den Impfzentren. In fast allen Bundesländern muss man sich selbst um einen Termin dort kümmern.

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Am 27. Dezember haben die ersten Impfungen gegen das Coronavirus mit dem Impfstoff von Biontech und Pfizer in Deutschland begonnen. Zunächst vor allem mit mobilen Impfteams in Alten- und Pflegeheimen.

In dieser Woche gehen in mehreren Bundesländern weitere Impfzentren an den Start, mancherorts können ab 4. Januar Termine über Telefonhotlines oder Webseiten gebucht werden. Teils ist wegen des großen Andrangs mit Überlastungen dieser Service-Angebote zu rechnen.

Wer sich ab wann impfen lassen kann, ist genau eingeteilt. Zunächst liegt der Fokus auf Risikogruppen wie etwa über 80-Jährigen oder Mitarbeitern medizinischer Einrichtungen.

Wie Sie an einen Impftermin kommen, hat jedes Bundesland dabei für sich geregelt. Hier eine Übersicht zu den wichtigsten Informationen rund um Hotlines und Terminvergabe.

Baden-Württemberg

Die ersten Spritzen gegen das Coronavirus wurden Ende Dezember in den neun landesweit verteilten Impfzentren gesetzt. Zudem rückten mobile Impfteams in Alten- und Pflegeheime aus.

Ab dem 15. Januar sollen zudem in den Stadt- und Landkreisen rund 50 Kreisimpfzentren bereitstehen. Im Laufe des Jahres 2021 wird es die Impfung beim Hausarzt geben.

In Baden-Württemberg sollen in den zentralen Impfzentren pro Tag rund 1.500 Menschen geimpft werden. Wer die freiwillige Impfung erhalten möchte, muss sich dazu über die Telefonnummer 116117, online über die Webseite www.116117.de oder die gleichnamige App anmelden.

Mehr Infos zu Baden-Württemberg finden Sie hier.

Bayern

In Bayern werden Über-80-Jährige, die nicht im Heim leben, per Brief über ihren Impftermin informiert. Wie andere Länder auch hat Bayern eine eigene Online-Plattform geschaltet.

Telefonisch kann man direkt bei den Impfzentren Termine vereinbaren. Die Nummern finden sich über eine Postleitzahlsuche. In einigen Landkreisen, etwa in Neu-Ulm, haben die Impfungen im Impfzentren bereits begonnen.

Mehr Infos zu Bayern finden Sie hier.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder plädiert im ZDF dafür, die Schulen noch geschlossen zu lassen – andernfalls werde ein "falsches Signal" gesetzt.

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Berlin

Das mit gut 80 Impfkabinen größte der sechs Berliner Impfzentren ging bereits am 27. Dezember in Betrieb. Es ist in der Arena-Halle in Treptow untergebracht.

Im neuen Jahr sollen zunächst Berlinerinnen und Berliner über 80 Jahre geimpft werden, die nicht in Pflegeheimen wohnen. Sie erhalten schriftlich eine Einladung. Das Schreiben enthält laut der Gesundheitsverwaltung einen Code, mit dem ein Termin in einem der sechs Impfzentren per Telefon oder online gebucht werden kann.

Mehr Infos zu Berlin finden Sie hier.

Brandenburg

Die Eröffnung zweier Impfzentren in Potsdam und Cottbus ist für den 5. Januar geplant. Anschließend sollen bis Anfang Februar weitere neun Impfzentren im ganzen Land aufgebaut werden. Zur Terminvergabe soll vom 4. Januar an unter der Nummer 116117 eine Hotline freigeschaltet werden, wie die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg berichtete. Dort sollen zunächst über 80-Jährige einen Termin bekommen.

In den Zentren sollen sechs Impfteams jeweils bis zu zehn Bürger pro Stunde impfen. Dafür haben sich mehr als 1.000 Ärzte freiwillig gemeldet. Der weitere Ablauf der Impfungen hängt vor allem von der Verfügbarkeit des Impfstoffs ab.

Mehr Infos zu Brandenburg finden Sie hier.

Bremen

Das zentrale Impfzentrum für Bremen ist in einer Messehalle eingerichtet worden. Die Impfung dort erfolgt nur nach einer Terminvergabe. Impfberechtigte Personen werden per Post zur Vergabe eines Impftermins eingeladen.

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Hamburg

In Hamburg werden zunächst Bewohner und Personal in Pflegeeinrichtungen geimpft. Das Impfzentrum in den Messehallen nimmt am Dienstag den Betrieb auf.

Hamburgerinnen und Hamburger, die nicht in Pflegeheimen leben, müssen telefonisch oder digital einen Impftermin vereinbaren. Das soll wie etwa in Baden-Württemberg über die Website www.116117.de laufen.

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Hessen

Sobald Impfstoff in ausreichendem Maße vorhanden ist und ein Großteil der Menschen in den Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern im Land geimpft ist, sollen voraussichtlich ab dem 19. Januar in einer nächsten Phase sechs zentrale Impfstellen in Hessen öffnen - in Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt. Schrittweise und bei noch mehr Impfstoff sollen dann die restlichen 22 Impfzentren hochgefahren werden.

Menschen, die in die höchste Priorität fallen, hätten mit der Öffnung der ersten sechs regionalen Impfzentren die Möglichkeit, persönliche Termine über eine Hotline sowie ein Anmeldeportal im Internet zu vereinbaren, hieß es in einer Mitteilung der Landesregierung.

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Mecklenburg-Vorpommern

Zwölf Impfzentren sollen im Januar in Mecklenburg-Vorpommern ihre Arbeit aufnehmen.

Zunächst werden Personen geimpft, die älter als 80 Jahre sind, nach Angaben von Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) rund 127.000 Menschen im Land. Auch Pflegekräfte und medizinisches Personal sollen frühzeitig immunisiert werden. Danach sollen, nach Alter und Gesundheitsrisiken gestaffelt, weitere Gruppen angeschrieben werden. Impfwillige können dann Termine vereinbaren. Dazu ist laut Glawe eine Hotline geplant, aber auch über die Rufnummer 116117 werde Auskunft erteilt.

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Niedersachsen

Die zentrale Impf-Hotline unter der Nummer 0800 - 99 88 665 ist noch nicht für eine Vergabe von Impfterminen zuständig. Eine Onlineplattform zur Terminvergabe soll noch im Januar eingerichtet werden.

Bislang ist der Fokus in Niedersachsen auf mobilen Impfteams in Alten- und Pflegeheimen. Die Landkreise kommen dabei möglichst nach dem Grad ihrer Betroffenheit von der Infektionswelle an die Reihe.

Die Impfzentren im Land sollen erst Anfang diesen Jahres in Betrieb gehen. "Sobald alle Alten- und Pflegeheime in den besonders belasteten Gebieten mit Impfstoff versorgt sind, werden alle anderen in der ersten Gruppe impfberechtigten Menschen informiert, dass auch sie geimpft werden können", heißt es von der Landesregierung.

Mehr Infos zu Niedersachsen finden Sie hier.

Auf einem Foto eines Mediziners mit einer Spritze in der Hand im Hintergrund ist in weißer Schrift Text zu lesen: "Coronavirus: Wer soll wann geimpft werden? Das Bundesgesundheitsministerium hat beschlossen: Erste Gruppe: alle Personen ab 80 Jahren, Bewohner und Bewohnerinnen und Personal von Senioren- und Altenpflegeheimen sowie ambulanten Pflegediensten, Personal in medizinischen Einrichtungen mit besonders hohem Ansteckungsrisiko oder Kontakt zu gefährdeten Gruppen; Zweite Gruppe: alle 70- bis 79-Jährigen, Personen mit Demenz, geistiger Behinderung, Trisomie 21 oder nach Organtransplantation, enge Kontaktpersonen von Schwangeren oder Pflegebedürftigen, Personal in medizinischen Einrichtungen mit hohem Ansteckungsrisiko, Beschäftigte zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit mit hohem Ansteckungsrisiko (z.B. Polizei- und Ordnungskräfte), Teilbereiche des Öffentlichen Gesundheitsdienstes; Dritte Gruppe: alle 60- bis 69 Jährigen, Personen mit Vorerkrankungen mit moderat erhöhtem Risiko, Personal in Schlüsselpositionen der Landes- und Bundesregierungen (z.B. bei Bundeswehr oder Feuerwehr), Berufsgruppen der kritischen Infrastruktur (z.B. Apotheken und Transportwesen), Beschäftigte im Einzelhandel, Lehrerinnen und Lehrer und Erzieherinnen und Erzieher, Personal mit niedrigem Ansteckungsrisiko in medizinischen Einrichtungen, Personen mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen (z.B. Bewohnerinnen und Bewohner von Obdachlosen- oder Asylbewerberunterkünften)

Nordrhein-Westfalen

Der Betrieb der insgesamt 53 Impfzentren in NRW soll im Februar anlaufen. Dafür würden laut NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in den nächsten Tagen Berechtigte per Brief informiert. Das umfasst vor allem die Gruppe der über 80-Jährigen, die nicht in Heimen leben. Laumann rechne damit, dass die Impfungen der über 80-Jährigen die Monate Februar und März in Anspruch nehmen werden.

Ab dem 18. Januar sollen zusätzlich Corona-Schutzimpfungen für alle Beschäftigten in Krankenhäusern angeboten werden, die mit Covid-Patienten regelmäßig in Kontakt kommen.

Die Polizei in NRW warnte am Montag vor Betrugsversuchen in Zusammenhang mit Covid-Schutzimpfungen. Kriminelle böten per Telefon bundesweit vermeintliche Hausbesuche für Impfungen an. Dabei handle es sich jedoch um Versuche von Kriminellen, Zugang zu Wohnungen von Senioren zu erlangen. Impfungen würden nicht individuell zu Hause verabreicht.

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Rheinland-Pfalz

Die Impfungen in rheinland-pfälzischen Impfzentren starten am 7. Januar. Insgesamt wurden 31 Standorte eingerichtet. Die Terminvergabe läuft ab dem 4. Januar über die Telefonnummer 0800 5758100 oder über die Internetseite impftermin.rlp.de.

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Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat in Deutschland nun früher als ursprünglich erwartet die Impfkampagne begonnen. Ralf Zimmermann von Siefart berichtet aus Hamburg.

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Saarland

Im Saarland begannen die Impfungen mittels mobiler Teams. Bis Ende Januar sind täglich 500 Impfdosen vorgesehen. Zunächst sind die Bewohner und Mitarbeiter von Altenheimen an der Reihe.

Am 28. Dezember nahmen zudem die drei Impfzentren im Bundesland ihren Betrieb aufnehmen, täglich 400 Impfungen sollen dort stattfinden, auch für ältere Menschen, die nicht in Altenheimen leben.

Die 12.000 Impftermine, die im Saarland zunächst zu vergeben waren, waren nach Angaben des Ministeriums bereits im Dezember vergeben. Ab 4. Januar soll jedoch wieder eine Terminbuchung möglich sein. Auch wenn Termine storniert oder abgesagt werden, würden diese im System wieder freigeschaltet. Die Terminbuchung kann sowohl online unter www.impfen.saarland.de als auch telefonisch unter der Hotline 0681 5014422 erfolgen.

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Sachsen

Bislang wurden rund 4.300 Menschen in Sachsen gegen das Coronavirus geimpft.

Die insgesamt 13 Impfzentren in Sachsen sollen am 11. Januar öffen. Die Terminvergabe soll erst dann über eine zentrale Hotline oder online erfolgen. Seite und Nummer sind noch nicht freigeschaltet. Die Termine zur Impfung werden an entsprechend priorisierte Personengruppen je nach Verfügbarkeit vergeben.

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Impfstoff

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Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt fand am 26. Dezember die erste reguläre Schutzimpfung gegen das Coronavirus statt. Die 101 Jahre alte Edith Kwoizalla, die in einem Heim in Halberstadt (Landkreis Harz) lebt, bekam als erste Bürgerin in Deutschland eine solche Impfung.

In den aufgebauten 14 Impfzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städten soll die Arbeit losgehen, wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht. Geimpft werden kann nur, wer einen Termin hat. Die Terminvergabe beginnt laut Sozialministerium voraussichtlich Mitte Januar.

Mehr Infos zu Sachsen-Anhalt finden Sie hier.

Schleswig-Holstein

Am 4. Januar starten in Schleswig-Holstein 15 der 29 Impfzentren ihre Arbeit. Seit dem 29. Dezember war es möglich, dafür einen Termin zu buchen, diese sind jedoch bereits alle vergeben. Ab Dienstag sollen über die zentrale Webseite www.impfen-sh.de und die Hotline 116117 wieder Termine verfügbar sein.

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Thüringen

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sollen die 29 zentralen Impfzentren voraussichtlich ab 13. Januar ihre Arbeit aufnehmen. Impftermine dafür werden entweder ab dem 4. Januar online über die Website www.impfen-thueringen.de vergeben. Wer über keinen Internetzugang verfügt, kann sich bereits seit dem 30. Dezember an die Telefonnummer 03643 4950490 wenden.

Die Terminvergabe soll für Personen der Stufe "höchste Priorität" erfolgen oder für Personen, die für jene Personengruppe einen Termin vereinbaren wollen. Dazu zählen über 80-Jährige, Personal und Bewohner in Pflegeheimen, Gesundheitspersonal in Intensivstationen, Notaufnahmen und Rettungsdiensten.

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von M. Hörz, R. Meyer, M. Zajonz

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