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Bestellung bei Biontech/Pfizer - Bis zu 1,8 Milliarden neue Impfdosen für EU

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Die EU hat mit Biontech/Pfizer einen Vertrag über bis zu 1,8 Milliarden weitere Impfdosen geschlossen. Er beinhaltet Lieferungen bis 2023.

Ein Arzt öffnet einen Karton mit Ampullen des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer am 07.01.2021
Die EU will sich mit neuen Impflieferungen für Impfauffrischungen und Mutationen wappnen.
Quelle: dpa

Der angekündigte EU-Vertrag zum Kauf von bis zu 1,8 Milliarden weiteren Dosen des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer ist unter Dach und Fach. Dies teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf Twitter mit. Nach der offiziellen Einspruchsfrist von fünf Werktagen kann der Vertrag unterschrieben werden.

Impfdosen sollen bis 2023 geliefert werden

Nach Angaben von der Leyens wurde mit dem Mainzer Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer eine Vereinbarung über 900 Millionen Impfdosen sowie Optionen auf 900 Millionen weitere Impfdosen für die Jahre 2021 bis 2023 erzielt.

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Die EU will sich damit für Auffrischungsimpfungen und gegen mögliche künftige Mutationen des Virus rüsten. Die Impfstoffdosen sollen bis 2023 geliefert werden. Von der Leyen hatte bereits im April angekündigt, dass mit dem Biontech/Pfizer über die Lieferung der Riesenmenge verhandelt wird.

Lieferungen sollen Auffrischungsimpfungen und mögliche Neu-Impfungen sicherstellen

Die EU-Kommission erwartet, dass für Auffrischungen und die Impfung von Kindern 2022 und 2023 zusammen rund 700 Millionen Dosen nötig werden. Tritt eine Mutation des Coronavirus auf, gegen die die bisherigen Impfungen nicht helfen, bräuchte man 640 Millionen Dosen, um 70 Prozent der EU-Bevölkerung völlig neu zu immunisieren, so die Einschätzung.

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Für die laufende Impfkampagne hat die EU bereits zwei Verträge mit Biontech/Pfizer über 600 Millionen Impfdosen abgeschlossen, die seit Ende 2020 nach und nach ausgeliefert werden. Allein von Anfang April bis Ende Juni erwartet die EU 250 Millionen Impfdosen der Hersteller.

Debatte um Patentschutz: EU skeptisch, aber gesprächsbereit

Überlegungen zur Freigabe von Patenten für Corona-Vakzine stoßen in der EU derweil auf Skepsis: Der US-Vorschlag zur Freigabe von Patenten sei keine schnelle Lösung für den weltweiten Mangel an Corona-Impfstoffen, wie EU-Ratspräsident Charles Michel am Samstag nach Beratungen der Staats- und Regierungschefs in der portugiesischen Küstenstadt Porto mitteilte:

Wir denken nicht, dass das kurzfristig eine Wunderlösung ist.
Charles Michel

Dennoch wolle man sich einer Diskussion darüber nicht verschließen. Man sei bereit, über das Thema zu diskutieren, sobald ein konkreter Vorschlag auf dem Tisch liege. Gleichzeitig sollte man die internationalen Partner dazu ermuntern, den Export von Corona-Impfstoffen zu erleichtern.

Biontech will Impfstoff ärmeren Ländern günstiger geben

Auch der Impfstoffhersteller Biontech hält eine Patentfreigabe für nicht zielführend. Der Konzern will armen Ländern aber beim Preis entgegenkommen, teilte das Unternehmen am Samstag in Mainz mit.

Wir werden weiterhin Länder mit niedrigem oder unterem mittleren Einkommen mit unserem Impfstoff zu einem nicht gewinnorientierten Preis versorgen.
Statement von Biontech zu Patentaufgabe

Die Debatte um den Patentschutz für Corona-Impstoffe war neu entbrannt als sich die US-Regierung einem Vorstoß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angeschlossen hatte. Sie spricht sich dafür aus, den Patentschutz generell auszusetzen, um die Bevölkerung ärmerer Länder günstig mit Impfstoff versorgen zu können.

Ursula von der Leyen und andere EU Vertreter beim SOzialgipfel in Porto.

Corona-Impfstoff - Vorbehalte in der EU gegen Patentfreigabe 

Überlegungen zur Freigabe von Patenten für Corona-Vakzine stoßen in der EU auf Skepsis. Laut Kommissionspräsidentin von der Leyen werde dies keine zusätzlichen Impfdosen bringen.

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