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Spahn: Impfstoff im Sommer - Corona-Vakzin für Kinder? Das ist der Stand

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Jens Spahn stellt einen Corona-Impfstoff auch für Kinder in Aussicht. Im Sommer könnte es so weit sein. Einige Hersteller haben mit entsprechenden Tests begonnen.

Kinderimpfung - Typical
Noch wurden Corona-Impfstoffe nicht hinreichend bei Kindern erprobt.
Quelle: photocase

Eine Frage, die sich viele Eltern in der Pandemie stellen, ist die nach einem Corona-Impfstoff für Kinder. Vor allem angesichts der Debatte um mögliche Freiheiten für Geimpfte geraten Kinder und Jugendliche ins Abseits: Denn für sie gibt es bislang keinen zugelassenen Impfstoff.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat nun einen für Kinder und Jugendliche geeignetes Vakzin gegen das Coronavirus für diesen Sommer in Aussicht gestellt. "Wir gehen davon aus, toi, toi, toi, wenn die Dinge gut laufen, dass wir im Sommer auch einen Impfstoff haben, der eben dann Kinder und Jugendliche schützen kann", sagte er am Freitag bei der Jahresauftakt-Klausur der hessischen CDU.

Es gebe eine Reihe von Herstellern, bei denen Studien mit Kindern und Jugendlichen liefen, von drei oder vier Herstellern wisse er dies sicher, so der Gesundheitsminister. Gerade bei Kindern und Jugendlichen mit Vorerkrankungen sei es ein Problem, dass es bislang kein Vakzin für die Altersgruppe gebe.

Covid-19 verläuft bei Kindern meist weniger schlimm, so die Erfahrung bisher. Einen Impfstoff gibt es bisher nicht.

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Für welche Altersgruppen sind die Impfstoffe bislang gedacht?

Bislang sind drei Impfstoffe in Deutschland zugelassen: von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca. Keiner von ihnen ist nach bisherigem Stand für Kinder geeignet:

  • Der Biontech/Pfizer-Impfstoff ist für Menschen ab 16 Jahren vorgesehen.
  • Der von Moderna ist ab 18 Jahren gedacht.
  • Über die Wirkung des Astrazeneca-Präparats auf Kinder und Jugendliche ist nach Angaben der britischen Arzneimittelbehörde MRHA bisher nichts bekannt.

Ein Überblick über Hersteller für neue Impfstoffe gegen Corona

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Impfstoff-Tests bei Kindern ethisch heikel

Eine Impfempfehlung für Kinder ist laut Robert-Koch-Institut "noch nicht absehbar". Studien dazu seien jedoch geplant. Die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema erklärte dazu: "Untersuchungen zur Anwendung von Covid-19-Impfstoffen bei Kindern sind geplant, sobald ausreichende Informationen aus Studien bei Erwachsenen und Jugendlichen vorliegen."

So hat etwa Moderna bereits begonnen, seinen Impfstoff bei 12- bis 17-Jährigen zu testen. Auch die Wirkung des russischen Impfstoffs Sputnik V soll an Kindern erprobt werden, wie einer der Hersteller des Vakzins gegenüber "Bloomberg" erklärte.

Tests bei noch Kindern sind aus ethischen Gründen jedoch heikel. "Der Schutz von Kindern im Rahmen von klinischen Studien ist ein besonders hohes Gut, da Kinder nicht einwilligungsfähig sind", erklärte der Kinderarzt und Infektiologe Reinhard Berner ZDFheute. Kinder müssten einen besonderen Schutz genießen, sodass jede Fragestellung sorgfältig abgewogen und ethisch geprüft werden müsse.

Der russische Impfstoff gegen das Coronavirus soll eine Wirksamkeit von bis zu 90 % haben und die Russen impfen sogar in Einkaufszentren und Opern.

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Abwägen der Nutzen eines Impfstoffs für Kinder

Zudem sind Kinder bislang nicht so schwer von der Pandemie betroffen wie ältere Menschen. Daher liegt die Priorität beim Impfen bislang bei der älteren Bevölkerung und bei Menschen in Pflegeheimen.

Kurz nach dem Impfstart mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff in Großbritannien machte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock klar: "Dieser Impfstoff wird nicht für Kinder verwendet werden. Er ist nicht an Kindern getestet worden. Und der Grund ist, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder signifikante Schäden haben, wenn sie sich mit Covid-19 infizieren, sehr, sehr gering ist."

Bei Kindern gilt es also in besonderem Maße, mögliche ethischen Fragen sowie die Nebenwirkungen eines Impfstoffs gegen seinen Nutzen abzuwägen.

Mitarbeit: Alexandra Hawlin

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