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Corona-Impfung : DKG: Europa sollte Notfallzulassung erwirken

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Deutschland wartet auf die Zulassung des Corona-Impfstoffs durch die Ema. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft will schnelleres Handeln - und fordert die Notfallzulassung.

Ein Notfallsanitäter simuliert an einer Freiwilligen in der Impfkabine eines Impfzentrums in einer Sporthalle den Ablauf einer Corona-Impfung, aufgenommen am 10.12.2020 in Hanau
Was hier im Impfzentrum in Hanau noch als Testlauf abläuft, soll in Deutschland so schnell wie möglich zugelassen werden.
Quelle: obs

In den USA, Großbritannien, Kanada, Israel und Bahrain sind Impfungen gegen das Coronavirus bereits angelaufen. Deutschland will noch warten. Hier soll erst geimpft werden, wenn die Europäische Arzneimittelbehörde (Ema) den Impfstoff freigibt - und eine ordentliche Zulassung vorliegt.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) kritisiert das. Sie fordert jetzt eine Notfallzulassung für den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer.

DGK: Notfallzulassung wäre der richtige Weg

Der Präsident der Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, appelliert, möglichst früh mit dem Impfen zu beginnen. Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland äußert er:

Ich frage mich, ob wir wirklich bis zum 29. Dezember brauchen, um in Europa eine Zulassung des Impfstoffs zu erreichen. Europa sollte auch versuchen, schon vorher eine Notfallzulassung zu schaffen.
Gerald Gaß

Mit einer Notfallzulassung sei es möglich, "noch vor Weihnachten mit mobilen Teams in Pflegeheime" zu gehen und die Bewohner dort zu impfen, betont Gaß.

Lauterbach kritisiert Verzögerungen im Zulassungsverfahren

Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisiert die Dauer des Zulassungsverfahrens durch die Ema.

Einer Zulassung steht nämlich meiner Ansicht nach nichts mehr im Wege, sie wäre jetzt möglich. Daher überrascht es mich, dass sie noch nicht da ist.
Karl Lauterbach

Eine Notfallzulassung sei auch in Deutschland rechtlich möglich gewesen, ergänzt Lauterbach. Sie sei aber nicht vorbereitet worden, weil man nicht mit Verzögerungen der Zulassung auf europäischer Ebene gerechnet habe.

Jetzt sei es für eine Notfallzulassung aber zu spät, so Lauterbach. Sie würde zum jetzigen Zeitpunkt demnach mehr Zeit in Anspruch nehmen, als das Zulassungsverfahren der Ema einfach abzuwarten. Mit einem Impfstart in Deutschland rechnet Lauterbach aber erst im Januar. Bis dahin komme es darauf an, vor allem "Menschen in den Pflegeheimen zu schützen", betont der SPD-Politiker.

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Spahn spricht sich gegen Notfallzulassung aus

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will den Weg einer Notfallzulassung für Deutschland nicht gehen, wie er zuletzt im ZDF heute journal erklärte. Zwar gelte es, den Impfstoff schnellstmöglich zuzulassen - aber erst nach sorgsamer Prüfung aller Daten durch die Ema, so Spahn weiter.

Man habe sich von "Anfang an entschieden, keine Notfallzulassung zu machen". Stattdessen setze man auf eine ordentliche Zulassung auf europäischer Ebene. Je früher es dazu komme, desto besser:

Unser Ziel ist, dass es noch vor Weihnachten eine Zulassung gibt und dass wir dann noch in diesem Jahr beginnen können, zu impfen - auch hier in Deutschland.
Jens Spahn

Die Entscheidung gegen eine Notfallzulassung für den Corona-Impfstoff sei auch mit Blick auf die Akzeptanz und das Vertrauen von Bürgerinnen und Bürgern getroffen worden.

Damit sind wir mit allen 27 Mitgliedstaaten angetreten, nicht zuletzt um Vertrauen zu erhalten.
Jens Spahn

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