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Papier des Gesundheitsministers - Spahn will neue Impf- und Teststrategie

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Zwei kostenlose Schnelltests pro Woche für jeden, Schnelltests für zuhause, Hausärzte, die Corona-Impfungen anbieten - das sind Spahns Vorschläge vor dem Bund-Länder-Treffen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Archivbild
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Archivbild
Quelle: Wolfgang Kumm/dpa/Archivbild

Der Wattetupfer könnte im Frühjahr für viele zu einem Pflichtutensil im deutschen Alltag werden. Mit ihm sollen sich die Menschen in ganz Deutschland voraussichtlich ab Mitte März auf Corona testen lassen können oder sich selbst testen. Bund und Länder stellen die Tests an diesem Mittwoch voraussichtlich mit in den Mittelpunkt eines Öffnungsplans.

Ein neues Konzept des Bundesgesundheitsministeriums, das ZDFheute vorliegt, sieht vor: Alle Bürgerinnen und Bürger sollen in Testzentren, zum Beispiel an Flughäfen, Bahnhöfen oder Autobahnen, außerdem in Apotheken oder Praxen zweimal wöchentlich kostenlos einen Antigen-Schnelltest machen lassen können. Getestete bekommen das Ergebnis schriftlich. Starten soll das Projekt noch im März, wann genau, wollen Bund und Länder morgen entscheiden. Zunächst sollen die Tests bis Ende Juni angeboten werden.

Sie sollen helfen, Infektionen zu stoppen und das Virus einzudämmen. Die Nachweise sind laut Konzept ausdrücklich auch "denkbar als Voraussetzung zum Betreten bestimmter Einrichtungen", wie es heißt. 

Auf der Suche nach der Corona-Strategie ändert sich die Taktik. Statt dass hinterher die Länder ihr eigenes Ding machen, werden nun vorher Pflöcke eingerammt. Sehr viele sogar.

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Tests als Voraussetzung für Kino- oder Restaurantbesuche?

Dazu kommen Selbsttests, die man kaufen kann. Eine erste Drogeriemarktkette nennt den 9. März als Verkaufsstart. Sie sind gedacht für den privaten Gebrauch, also beispielsweise vor Familienfeiern. Folgt man dem Papier aus dem Ressort von Minister Jens Spahn (CDU), sollen auch Schulen die Tests für Schülerinnen und Schüler und Unternehmen für ihre Beschäftigten bereitstellen. Selbsttests unter Aufsicht von Veranstaltern könnten auch Voraussetzung für das Betreten von Restaurants, Theatern oder Kinos werden. So sieht es auch die Beschlussvorlage für den Bund-Länder-Gipfel vor.

Bei einem positiven Testergebnis in einem Testzentrum soll künftig die Möglichkeit bestehen, gleich eine weitere Probe für einen PCR-Test zu entnehmen. Bis ein Ergebnis vorliegt, sollte sich der oder die Getestete "unmittelbar in häusliche Isolation begeben, bis das endgültige Ergebnis vorliegt. Das jeweilige Gesundheitsamt wird informiert", heißt es in dem Schreiben.

Von breit angelegter Öffnung und Lockerung der Corona-Maßnahmen hält Grünen-Chef Habeck nichts. Mehr impfen, massenhaft testen und die Nachweise in einem einheitlichen System hinterlegen seien Möglichkeiten, wieder zu größeren Freiheiten zu kommen.

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Erste Hausärzte sollen ab nächste Woche Coronaimpfungen anbieten

Zusätzlich will Spahn nach ZDF-Informationen die Impfverordnung neu justieren. Der Vorschlag seines Ministeriums: Erste Hausärzte sollen bereits ab der kommenden Woche in die Impfkampagne miteinbezogen werden. "Die Impfverordnung des Bundes wird dahingehend geändert, dass ab der zweiten März-Woche die Beauftragung ausgewählter Leistungserbringer der niedergelassenen ärztlichen Versorgung durch die Länder einen festen Rahmen hat", heißt es in einem weiteren Papier, das ZDFheute vorliegt.

Der Grund für die neue Ausrichtung wird ebenfalls genannt: "In den meisten Ländern wird die Zahl der verfügbaren Impfdosen bereits im April die von den Ländern gemeldeten maximalen Kapazitäten in den Impfzentren übersteigen", steht in dem Schreiben des Bundesministeriums.

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