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30 Millionen bis Weihnachten - Haben Scholz und Co ihre Impfziele erreicht?

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30 Millionen Impfungen seien nun bis Weihnachten verabreicht worden, sagt Gesundheitsminister Lauterbach. Die Regierung habe das Ziel erreicht. Doch ab wann galt das eigentlich?

Ein zentrales Impfziel wurde von der Bundesregierung auf Ende Januar verschoben. So sollen erst in einem Monat 80 Prozent der Bürger mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft sein.

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Hat die Bundesregierung ihr gesetztes Ziel von 30 Millionen Impfungen bis Weihnachten erreicht? Die Marke wurde am Sonntag überschritten, wie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach der Nachrichtenagentur dpa sagte. "Die Booster-Kampagne in Deutschland läuft auf Hochtouren. Wir haben jetzt ein wichtiges Zwischenziel erreicht. Darauf können wir alle stolz sein." Zuvor hatte die "Bild" berichtet, dass das Ziel erreicht worden sei.

Stimmt die Impfrechnung von Scholz?

Aber stimmt das? Das hängt davon ab, welches Datum man als Stichtag für die Rechnung verwendet.

Bundeskanzler Olaf Scholz hatte das 30-Millionen-Ziel erstmals am 18. November nach einer Konferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder formuliert, es damals aber noch ausschließlich auf Booster-Impfungen bezogen. Der SPD-Politiker sprach von "fast - nicht ganz - 30 Millionen Auffrischungsimpfungen" bis zum Jahresende. Hier beginnt Karl Lauterbach seine Zählung.

Bund und Länder wollen mit neuen Beschränkungen gegen die erwartete Ausbreitung der Omikron-Variante vorgehen: Ab dem 28. Dezember soll es zu Kontaktbeschränkungen kommen – auch Fußball-Spiele werden dann wieder ohne Stadion-Zuschauer stattfinden.

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30-Millionen-Ziel erstmals Ende November im Gespräch

Erstmals von den 30 Millionen Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen bis Weihnachten war Ende November/Anfang Dezember die Rede. In den Corona-Beschlüssen vom 02. Dezember heißt es: "Bund und Länder werden gemeinsam daran arbeiten, bis Weihnachten allen, die sich für eine Erstimpfung entscheiden und allen, die fristgerecht eine Zweit- oder Auffrischimpfung benötigen, die Impfung zu ermöglichen. Bei einer hohen Nachfrage in der Bevölkerung kann das bis zu 30 Millionen Impfungen erfordern."

In einem Interview mit dem ZDF heute journal hatte zuvor Scholz am 30. November gesagt: "Wie kriegen wir das hin, das in ganz kurzer Zeit 30 Millionen Frauen und Männer geimpft oder mit einer Auffrischungsimpfung versehen werden? [...] Das ist eine erste ganz entscheidende Maßnahme."

Auf Nachfrage, wie die ab diesem Zeitpunkt im Schnitt benötigten 1,25 Millionen Impfdosen pro Tag erreicht werden sollten, antwortete Scholz mit verschiedenen Maßnahmen, ohne darauf zu verweisen, dass die Zählung schon zwölf Tage vorher begonnen haben soll.

Das Ziel, bei den Erstimpfungen 80 Prozent zu erreichen, wird auf Ende Januar verschoben. Ein anderes wird dagegen erreicht: 30 Millionen Booster-Impfungen bis Jahresende.

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Impfziel bis Weihnachten verfehlt?

In seiner Regierungserklärung am 15. Dezember sagte Scholz dann, dass er sich "Ende November" ein ehrgeiziges Zwischenziel gesetzt habe: "Ich möchte, dass wir alle zusammen in Deutschland 30 Millionen Impfdosen bis Jahresende in die Oberarme kriegen, als erste Impfung, als zweite Impfung und als Boosterimpfung." Davon seien zu diesem Zeitpunkt schon 19 Millionen Impfungen erreicht worden - wohl ausgehend vom 18. November. Nach der Ministerpräsidentenkonferenz am 21. Dezember korrigierte der Kanzler das Zieldatum auf Weihnachten.

Letztlich wurden im Schnitt im Dezember pro Tag 907.176 Dosen verimpft, insgesamt also knapp 23 Millionen im Dezember (Stand 25.12.). Nimmt man nur den Monat Dezember als Kenngröße, würde das Ziel von 30 Millionen Impfungen bis Weihnachten verfehlt.

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Experten hatten schon bei der Ankündigung des Ziels Skepsis geäußert. "Das ist logistisch schwer umzusetzen, da etwa 1,5 Millionen Impfungen am Tag verabreicht werden müssten", hatte Thomas Schulz, Leiter des Instituts für Virologie an der Medizinischen Hochschule Hannover, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland am 01. Dezember gesagt - davon ausgehend, dass dies der Stichtag für die Zählung sei.

80-Prozent-Ziel wird nicht erreicht

Auch das ursprüngliche Ziel, mindestens 80 Prozent der Bürger bis Jahresende mindestens einmal zu impfen, wird verfehlt. Zuletzt wollte die Bundesregierung dieses Kernziel bis zur nächsten Bund-Länder-Krisenrunde am 7. Januar erreichen.

Dafür wären allerdings mehr als fünf Millionen weiterer Erstimpfungen nötig, was als praktisch unerreichbar gilt. Ein Regierungssprecher kündigte daher an, die 80-Prozent-Marke solle möglichst bis Ende Januar erreicht werden.

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