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FAQ

Corona-Impfung - Wovor schützt die Impfung? Und ab wann?

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Wie sehr schon die erste Impfung schützt, ab wann man den vollen Impfschutz hat und ob auch Geimpfte ansteckend sind. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Corona-Impfung.

Eintragung einer Corona-Impfung in einem Impfpass.
Eintragung einer Corona-Impfung in einem Impfpass.
Quelle: Christopher Neundorf/dpa

Immer mehr Menschen in Deutschland sind gegen das Coronavirus geimpft, der Bund hat Lockerungen für vollständig Geimpfte beschlossen. Aber wer gilt eigentlich als voll geimpft? Wann bin ich sicher vor Corona? Und werde ich geimpft, obwohl ich schon Corona hatte?

Wann gelte ich als voll geimpft?

Laut Impfverordnung 14 Tage nach der zweiten Impfung. Bei dem Impfstoff von Johnson und Johnson reicht eine Impfdosis - als voll geimpft gilt man hier also bereits zwei Wochen nach der ersten Impfung. Um die Vorteile als geimpfte Person nutzen zu können, braucht es als Beleg einen Impfnachweis auf Papier oder digital.  

Ab wann wirkt der Impfschutz nach der ersten Impfung? Und wie sicher bin ich dann schon?

Etwa nach 14 Tagen hat sich ein Schutz aufgebaut, allerdings noch nicht im vollen Umfang. Deshalb braucht es eine Zweitimpfung. Die ständige Impfkommission verweist auf Studien, nach denen die Wirksamkeit nach der ersten Impfung zwischen 60 und 70 Prozent liegt. Das heißt: Würden sich ohne Impfung 1.000 Menschen mit Corona infizieren, sind es - wenn alle mit der ersten Dosis geimpft sind - nur noch zwischen 300 und 400 Menschen.

In mehreren Bundesländern endet diese Woche die Priorisierung bei den Corona-Impfungen in Arztpraxen. In den Impfzentren bleibt die Priorisierung weiterhin bestehen.

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Wann habe ich dann den vollen Impfschutz?

Das ist je nach Impfstoff unterschiedlich. Bei Biontech ist der volle Impfschutz bereits ab dem siebten Tag nach der zweiten Impfung erreicht. Bei Moderna und Astrazeneca dauert es hingegen etwa zwei Wochen nach der zweiten Impfung. Bei dem Impfstoff von Johnson und Johnson genügt zwar eine Impfung, der vollständige Impfschutz besteht aber erst ab Tag 28 nach der Impfung.

Kann ich trotz doppelter Impfungen noch Corona bekommen?

Ja, alle aktuell verfügbaren Corona-Impfstoffe bieten zwar einen sehr guten Schutz, dennoch können sie nicht zu 100 Prozent vor einer Erkrankung schützen. Insgesamt ist der Anteil von Geimpften, die sich infizieren, aber sehr klein. In Deutschland liegt er bei etwa 0,16 Prozent der Geimpften.

Zudem schützt eine Impfung auch vor schweren Verläufen. Bekommt man also trotz Impfung Corona, ist die Wahrscheinlichkeit, schwer zu erkranken, gering. Der Schutz vor schweren Verläufen liegt bei allen Impfungen bei über 80 Prozent.

Werde ich geimpft, obwohl ich schon Corona hatte?

Ja, auch Menschen, die bereits am Coronavirus erkrankt waren, werden geimpft - allerdings erst sechs Monate nach der Erkrankung. Kann 28 Tage nach der Infektion die Erkrankung mit einem positiven PCR-Test nachgewiesen werden, gelten sie bis dahin als genesen und werden genauso behandelt wie vollständig geimpfte Personen. Nach den sechs Monaten kann dann eine Impfung erfolgen - der Impfstoff ist dabei egal. Und es ist nur noch eine Impfdosis für den vollen Impfschutz notwendig.  

Die Vorsitzende des Ethikrats Alena Buyx bei "maybrit illner"

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Wenn ich schon Corona hatte, aber kein positives PCR-Ergebnis vorweisen kann: Brauche ich dann trotzdem zwei Impfungen?

Um von den Lockerungen für Geimpfte und Genesene zu profitieren, ja. Nur ein positiver Schnelltest oder ein Antikörpertest reichen nicht als Nachweis, um als genesen zu gelten. Dennoch rät die Ständige Impfkommission von einer Impfung innerhalb der ersten sechs Monate nach der Corona-Erkrankung ab. Sollten Sie also ihrer Corona-Erkrankung nicht mit einem PCR-Ergebnis nachweisen können und eine Impfung in Erwägung ziehen, empfiehlt sich ein Gespräch mit ihrem Impfarzt.

Kann man die Abstände zwischen den Impfungen verkürzen, um schneller den vollen Impfschutz zu bekommen?

Das hängt vom Impfstoff ab. Bei den mRNA-Impfstoffen von Biontech oder Moderna ist eine Verkürzung der Abstände - zur Zeit sechs Wochen - zwar möglich, wird aber von der Ständigen Impfkommission nicht empfohlen. Durch die größeren Abstände zwischen den Impfungen können mehr Menschen eine erste Impfung erhalten und der Effekt zur Virus-Eindämmung ist so insgesamt größer.

Spritzen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca liegen im Impfzentrum Mittelthüringen auf der Erfurter Messe am 19.03.2021 bereit.

Nach Freigabe von Astrazeneca - Wieso Impfabstände nicht zu kurz sein sollten 

Bund und Länder haben beschlossen, dass der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung mit Astrazeneca verkürzt werden kann. Experten sehen diesen Schritt kritisch.

Anders ist es beim Vektor-Impfstoff von Astrazenca. Die Schutzwirkung ist hier umso höher, je länger Zeit zwischen den Impfdosen ist. Bisher wird die zweite Dosis nach zwölf Wochen verimpft. Kürzere Abstände wären zwar möglich, würden den Impfstoff aber weniger wirksam machen.

Kann ich trotz Impfung das Virus noch übertragen?

So genau ist das noch nicht geklärt. Die bisherigen Forschungsergebnisse deuten aber darauf hin, dass eine Impfung das Risiko der Virusübertragung sehr stark senkt. Hinzu kommt, dass geimpfte Personen nur sehr selten an Corona erkranken und das Virus so auch nur selten weitergeben können. Sollte eine geimpfte Person trotzdem Corona bekommen, ist - nach aktuellen Daten - die Viruslast im Körper viel kleiner. Das Risiko, das Virus weiterzugeben, ist also gering.

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