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Hausärzteverband-Vizechef Beier : "Nachfrage nach vierter Impfung zu gering"

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Der Hausärzteverband schaut "besorgt" auf den Corona-Herbst - und ruft zu Impfungen auf. Die Nachfrage nach der vierten Impfung sei noch zu gering, sagte Vize-Chef Beier im ZDF.

Der Hausärzteverband schaut "besorgt" auf den Corona-Herbst - und ruft zu Impfungen auf. Die Nachfrage nach der vierten Impfung sei noch zu gering, so Vize-Chef Markus Beier.

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Der Deutsche Hausärzteverband hat erneut dazu aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. "Die Grundbotschaft ist wichtig und essentiell: Impfen lassen, ob erste, zweite oder dritte", sagte der erste stellvertretende Vorsitzende Markus Beier im ZDF-Morgenmagazin.

Es gebe viele Menschen, die auf die vierte Impfung angewiesen seien, so Beier. Er mahnte:

Wir beobachten ein bisschen mit Sorge, dass die Nachfragen nach den vierten Impfungen noch zu gering sind.
Markus Beier, Deutscher Hausärzteverband

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Hausärzte-Vizechef: Nicht mit Impfung "taktieren"

Beier riet davon ab, auf einen angepassten Impfstoff zu warten. "Damit sollte man nicht taktieren, der jetzige Impfstoff ist sehr gut", sagte er im ZDF. Der Impfstoff würde nicht vor einer Ansteckung schützen, aber vor schweren Krankheitsverläufen, so Beier. Die Auswertung des ersten Jahres der Pandemie würde zeigen, dass durch Impfungen weltweit 20 Millionen Corona-Tote vermieden worden seien.

Dr. med. Markus Beier, 1. Stellv. Vorsitzender Deutscher Hausärzteverband e. V.
Markus Beier, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes.
Quelle: Deutscher Hausärzteverband e. V.

Der Verband würde sich an der Richtlinie der Ständigen Impfkommission (Stiko) orientieren, die die vierte Impfung für Menschen ab 70 Jahren empfiehlt. Allerdings müsse dabei aber auch die individuelle Situation des einzelnen Patienten betrachtet werden, so Beier. "Es gibt 60-Jährige, die sind so krank wie 75-Jährige", sagte Beier.

Wir können den Menschen nur sagen: Kommen Sie in unsere Praxen, wir schauen uns die individuelle Situation an und werden dann sehr großzügig zum Impfen raten.
Markus Beier, Deutscher Hausärzteverband

Corona im Herbst: Hausärzte besorgt

Die Hausärzte schauen mit Sorge auf den kommenden Herbst, erklärte Beier im ZDF: "Wir schauen schon besorgt und hoffen, dass die Menschen mitziehen." Im zweiten Pandemiejahr habe es in den Praxen keine Sommerpause gegeben, man habe geimpft "wie die Weltmeister", so Beier.

Und jetzt sind seit Anfang Juni die Infektzahlen immens hoch.
Markus Beier, Deutscher Hausärzteverband

Die Belastung in den Praxen sei enorm, sagte Beier im ZDF weiter. "Sie müssen bedenken, wir behandeln über 90 Prozent der Corona-Fälle bei uns in den Hausarztpraxen."

Die Bundesregierung hat sich auf erweiterte Corona-Regeln verständigt. Einigen sind die Regelungen für den Herbst zu vage, andere würden gerne gänzlich auf Maßnahmen verzichten.

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"Viele gute Dinge" beim Infektionsschutzgesetz

Beim neuen Infektionsschutzgesetz der Ampel-Koalition seien "viele gute Dinge dabei", sagte Beier. Es seien aber auch ein paar Sachen dabei, "wo wir nicht ganz glücklich" seien - unter anderem die "Bevorzugung von frisch Geboosterten" nur im Zeitraum von drei Monaten oder die Frage, warum in U-Bahnen keine Maskenpflicht gelten soll, in ICE-Zügen dagegen schon. Insgesamt bewerte der Verband das neue Gesetz aber als "positiv", so Beier.

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