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Corona-Impfstoff - Schnell impfen, aber nicht verpflichtend

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Nach Großbritannien rechnet SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach auch hier mit einer raschen Impfstoff-Zulassung. Die Justizministerin warnt vor einer Impfpflicht durch die Hintertür.

Archiv: Eine Arzthelferin impft in einer Arztpraxis eine junge Patientin mit einer Spritze.
Impfung (Symbolbild)
Quelle: dpa

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht von einer raschen Zulassung der Corona-Impfstoffe von Biontech-Pfizer und Moderna in Deutschland aus. "Wir müssen mit Hochdruck die Impfung vorbereiten, damit wir die Bevölkerung in Deutschland in Rekordzeit impfen können", sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Sollte es genug Impfstoff geben, müsse es gelingen, alle impfbereiten Deutschen "innerhalb weniger Monate" zu impfen.

Lauterbach geht von schneller Zulassung in Deutschland aus

Lauterbach gratulierte den Briten zur schnellen Zulassung des Biontech-Impfstoffs. "Das ist eine respektable Leistung der Prüfbehörde", sagte der SPD-Politiker. Die britische Gesundheitsbehörde MHRA hatte am Mittwoch die weltweit erste bedingte Zulassung für den Corona-Impfstoff des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer erteilt. Bereits kommende Woche soll der Impfstoff im Vereinigten Königreich zur Verfügung stehen.

Großbritannien lässt als weltweit erstes Land den Biontech-Impfstoff zu. Mit der Impfung soll laut Regierung bereits ab nächster Woche begonnen werden. Aus der Europäischen Union kommt derweil Kritik am Vorpreschen Großbritanniens.

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Lauterbach sagte, er gehe davon aus, dass dieser Impfstoff sowie der Kandidat des US-Unternehmens Moderna auch in Deutschland schnell zugelassen würden - "etwa per vorläufiger oder eingeschränkter Zulassung". Diese beiden Impfstoffe seien nach seiner Einschätzung "absolut zulassungswürdig".

Lauterbach: Impfdosen reichen noch nicht aus

Ausreichen würden die beiden Vakzinen jedoch nicht, warnte Lauterbach. "Mit den Mengen, die wir uns über die EU gesichert haben, können wir in Deutschland nur schätzungsweise 26 Millionen Menschen impfen."

Moderna-Impfung.

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Der Rest müsste von AstraZeneca und anderen Impfstoffherstellern abgedeckt werden. "Wir müssen auf jeden Fall in der Lage sein, den Impfstoff, den wir bekommen, sofort zu verimpfen", forderte Lauterbach.

Lambrecht warnt vor Impfpflicht durch die Hintertür

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) warnte derweil vor einer Art Impfpflicht durch die Hintertür - wenn etwa Menschen ohne Impfschutz gesellschaftliche Nachteile drohten. "Ich halte eine breite öffentliche Diskussion darüber für sehr wichtig", sagte sie der "Augsburger Allgemeinen".

Archiv: Eine Frau wird geimpft.

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Kommt die Impfpflicht durch die Hintertür?
 

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Dies sei "am Ende nicht nur eine rechtliche, sondern vor allem auch eine ethische Frage, die wir sehr gründlich abwägen müssen". Die Bundesregierung lehne eine Impfpflicht nach wie vor ab und setze auf Freiwilligkeit, betonte Lambrecht. "Natürlich ist damit die Hoffnung verbunden, dass sich viele Menschen für eine Impfung entscheiden, um sich selbst und auch andere dadurch zu schützen."

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