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Immunologe Carsten Watzl im ZDF : Wie sicher ist der Biontech-Impfstoff?

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Am Dienstag beginnt Großbritannien mit den Corona-Impfungen. Der Immunologe Carsten Watzl erklärt im ZDF, warum der Impfstoff von Biontech und Pfizer so schnell zugelassen wurde.

Obwohl die Impfstoffentwicklung sehr schnell war, ginge das nicht auf Kosten der Sicherheit, sagt der Immunologe Prof. Carsten Watzl im heute journal. Als Experte müsse man betonen, dass alle notwendigen Schritte befolgt worden seien.

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Vor allen EU-Staaten will Großbritannien am Dienstag mit flächendeckenden Impfungen gegen Corona beginnen. Zuerst sollen Über-80-Jährige, Mitarbeiter in Pflegeheimen sowie besonders gefährdetes medizinisches Personal das Mittel des Mainzer Herstellers Biontech und dessen US-Partners Pfizer erhalten.

Auch in Deutschland hat die Ständige Impfkommission (Stiko) konkrete Vorschläge gemacht, dass zunächst Personengruppen mit besonders hohem Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe geimpft werden sollen - sowie Gruppen, die beruflich besonders exponiert sind oder engen Kontakt zu Risikogruppen haben.

Watzl: "Wird nicht an Menschen herumexperimentiert"

Dass der Impfstoff im Vereinten Königreich so schnell die Zulassung erhalten hat, ist nach Ansicht des Immunologie-Professors Carsten Watzl von der Technischen Universität Dortmund kein Grund zur Besorgnis. "Man muss betonen, dass das nicht auf Kosten der Sicherheit ging", so Watzl im ZDF. Alle notwendigen Schritte seien befolgt worden.

Es sind viele Sachen parallel abgelaufen, die sonst hintereinander ablaufen, das hat die Sache deutlich beschleunigt
Prof. Carsten Watzl

Eine Genmanipulation durch den RNA-Impfstoff von Biontech und Pfizer ist laut Watzl "ganz sicherlich nicht der Fall". Die aus der Krebsforschung stammende Methode sei von Biontech schon seit Längerem erprobt.

Langzeitfolgen noch nicht absehbar

Zu Langzeitfolgen der Impfungen könne man zum jetzigen Zeitpunkt naturgemäß noch nichts sagen. Auch die Frage, ob eine Impfung die Weitergabe der Krankheit verhindern wird, sei noch nicht zu beantworten, so der Wissenschaftler weiter.

Sicher sei jedoch, dass auch ein bereits zugelassener Impfstoff weiterhin geprüft und überwacht werde. "Da wird jetzt nicht am Menschen experimentiert, sondern sichergestellt, dass ein Impfstoff wirklich sicher ist", so Watzl. Wenn in der Folge von Impfungen Krankheiten auftreten, müsse man genau untersuchen, ob dies tatsächlich im Zusammenhang mit dem Impfstoff stehe.

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