Sie sind hier:

Impfung ab zwölf Jahren - Holetschek: "Weg aus der Pandemie"

Datum:

Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren sollen nun ein Impfangebot bekommen. Diese Entscheidung sei "gut und richtig", erklärt Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek.

Bayerns Gesundheitsminister Holetschek erklärt, die Gesundheitsministerkonferenz hätte sich darauf verständigt, in allen Ländern „Impfangebote“ für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zu ermöglichen. Diese könnten sich alle gegen Corona impfen lassen.

Beitragslänge:
4 min
Datum:

Die Gesundheitsminister der Bundesländer haben am Montag gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Beschlüsse über das weitere Vorgehen beim Impfen in Deutschland gefasst. Ein Thema sticht dabei besonders heraus: Die Länder wollen ab sofort auch Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren ein Impfangebot machen.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat dazu bisher keine Empfehlung ausgesprochen. Gegenüber dem heute journal erklärt Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek, der Vorsitzende der Ministerrunde, warum die Beschlüsse vom Montag trotzdem wichtig sind.

Sehen Sie oben das ganze Interview im Video und lesen Sie es hier in Auszügen. Das sagt Klaus Holetschek...

...über die Beschlüsse der Gesundheitsministerkonferenz

Viel Neues sei am Montag nicht beschlossen worden, so Holetschek, denn bereits im Mai hatte man über die Möglichkeiten gesprochen. Impfangebote für Kinder und Jugendliche würden nun unter der Voraussetzung gemacht, dass eine ärtzliche Aufklärung stattfinde und die Sorgeberechtigten zustimmen. Dadurch sei "eine gewisse Risikoabschätzung" gegeben.

SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach bewertet die Risiken einer Corona-Impfung von Jugendlichen als gering. Wenn die Infektionswelle groß sei, überwiege die Gefahr einer Erkrankung.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Mittlerweile seien schon 20 Prozent dieser Altersgruppe zum ersten Mal geimpft. Ziel der Gesundheitsministerkonferenz an diesem Montag sei deshalb gewesen, noch einmal zu bestätigen, "dass es wichtig ist, dieses Impfangebot in allen Ländern zu machen", betont Holetschek.

...über einen möglichen Konflikt zwischen Stiko und Politik

Die Stiko schließe die Möglichkeit einer Impfung für Kinder und Jugendliche nicht aus, so Holetschek. Deswegen sei es "gut und richtig", nun diese Möglichkeit zu nutzen. Einen Konflikt mit der Stiko könne er daher nicht erkennen.

"Ein Angebot ist ja keine Verpflichtung, sondern ist eine Option, das anzunehmen." Er selbst habe wahrgenommen, dass die Stiko in den nächsten Wochen möglicherweise "doch zu einer Entscheidung" über die Impfempfehlung für jüngere Menschen kommen könnte.

Die Stiko argumentiere nicht gegen eine Impfung von Jugendlichen, so Stiko-Mitglied Prof. Zepp. Viel mehr sehe man den Vorteil für Jüngere noch nicht so eindeutig wie die Politik.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

...über die Rolle von Impfungen für jüngere Menschen in der Pandemie

"Bei den Schulen ist das Impfen ja nicht das einzige Thema", erklärt Holetschek. Das könne einer von mehreren Bausteinen sein. Nach wie vor müsse man auf Tests, Masken, Lüfter und Reinigungsgeräte für die Luft setzen. "Das tun wir auch mit verschiedenen Förderprogramme des Bundes, aber natürlich auch des Landes", so Holetschek.

In vielen Impfzentren habe er bereits junge Menschen getroffen, die ihm erzählt hätten, wie wichtig ihnen die Impfung gegen das Coronavirus sei. "Und denen sollte man das auch möglich machen." Auch für Studentinnen und Studenten, sowie junge Erwachsene wolle man nun verstärkt Aktionen ausrichten, um auf das Impfen aufmerksam zu machen. Denn die Impfung sei "der Weg aus der Pandemie heraus", so Holetschek.

Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise

Ein Ärztin verabreicht einer Patientin eine Impfung gegen das Coronavirus.

Nachrichten | heute - Steigende Corona-Neuinfektionen  

Immer lauter wird der Ruf nach mehr Drittimpfungen. Anspruch auf eine dieser sogenannten Booster-Impfungen haben ältere Menschen und Risikogruppen.

26.10.2021
von Heike Slansky
Videolänge
1 min
Impfstoff von Biontech/Pfizer (Symbolbild)

Vektor, mRNA oder Ganzvirus - Was ist eigentlich ein Totimpfstoff? 

Joshua Kimmich hat die Debatte um Impfstoffarten neu angeregt. Was unterscheidet mRNA- von Vektorimpfstoffen? Und was ist ein Totimpfstoff, auf den manche warten? Ein Überblick.

von Jan Schneider
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.