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Gesundheitsminister Spahn im ZDF - "Allen im Sommer ein Impfangebot machen"

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Bis Sommer soll es für alle Deutschen das Angebot für eine Corona-Impfung geben, sagt Gesundheitsminister Spahn im ZDF-Interview. Das hänge aber auch von weiteren Zulassungen ab.

Im Interview mit Marietta Slomka verteidigt Gesundheitsminister Jens Spahn die deutsche Impfstrategie. Es sei richtig gewesen, auf europäischer Ebene Impfdosen mehrerer Anbieter zu kaufen. Aber: „Am Anfang ist es knapp, und wir müssen priorisieren.“

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Etwa 265.000 Menschen sind bislang in Deutschland gegen Corona geimpft. Zu wenige, klagt die Opposition. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verteidigt die Impfstrategie der Bundesregierung dennoch - und sagt:

Das Ziel ist tatsächlich, dass wir bis zum Sommer jedem ein Impfangebot in Deutschland machen können.
Jens Spahn

Ob das klappe, hänge aber auch von der Zulassung weiterer Impfstoffe ab, sagt Spahn.

Spahn optimistisch bei Ziel bis Sommer

Bisher ist nur der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer in der EU zugelassen. Mit dem Impfstoff des US-Herstellers Moderna könnte diese Woche ein zweiter hinzukommen. Spahn erwartet, dass später noch weitere Zulassungen erfolgen. Er nennt dabei unter anderem den in Großbritannien bereits zugelassenen Impfstoff von AstraZeneca und den deutschen Hersteller Curevac.

Das Ziel der Herdenimmunität wolle man Richtung Sommer erreichen, so Spahn. Auf dem Weg gebe es aber auch Zwischenziele. So sollen im Januar alle Bewohner von Pflegeheimen geimpft werden, in der Folge alle über 80.

Dann nehmen wir dieser Pandemie schon einen großen Teil ihres Schreckens. Jeder zweite Todesfall ist jemand über 80.
Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Spahn: Europäischer Weg war richtig

Auch wenn derzeit noch eine Knappheit an Impfstoffen bestehe, hält Spahn den von den europäischen Ländern eingeschlagenen Weg bei der Bestellung für richtig. Man habe von Anfang an auf mehrere Anbieter gesetzt, weil nicht klar gewesen sei, wer zuerst - oder wer überhaupt - ins Ziel komme.

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Dass mehr Impfstoff bestellt hätte werden müssen, weist Spahn zurück. "Dass wir jetzt am Anfang so wenig haben, dass wir priorisieren müssen, hat nichts zu tun mit der Bestellmenge." Grund für die Knappheit sei die zu Beginn knappe Produktionskapazität.

Verlängerung der Corona-Maßnahmen erwartet

Bei dem anstehenden Treffen von Bund und Ländern erwartet Spahn eine Verlängerung der Corona-Maßnahmen. Auch wenn die Feiertage die Einschätzung schwierig machten, sehe man eine Tendenz hin zu niedrigeren Infektionszahlen. "Was wir aber auch sehen, ist, dass die Intensivstation so viele Intensivpatienten mit Covid-19 haben wie noch nie zuvor in dieser Pandemie." Die hohe Belastung dort mache es aus seiner Sicht notwendig, die Beschränkungen zu verlängern.

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