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Hausärzte-Verband - "Bevorzugung der Impfzentren muss Ende haben"

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Berichten zufolge sollen in den Impfzentren noch Millionen Dosen unverimpft lagern. Der Chef des Hausärzteverbands nennt das "unerhört" - und fordert Konsequenzen.

Bevorzugte Impfzentren? Die Kritik unter Hausärzten und Hausärztinnen wächst.

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Der Deutsche Hausärzteverband fordert ein Ende der Bevorzugung von Impfzentren und eine Priorisierung von Praxen bei der Versorgung mit Coronavirus-Impfstoffen. "Die strukturelle Bevorzugung der Impfzentren muss ein Ende haben", sagt der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, ZDFheute.

Hausärztinnen und Hausärzte wären aktuell diejenigen, die beim Impfen das Tempo erheblich steigern - sowohl was Schnelligkeit als auch Effizienz betrifft.

Sie sind weitaus flexibler als die Impfzentren.
Ulrich Weigeldt, Deutscher Hausärzteverband

Hausärzte-Verband: Praxen sollen Impfstoffdosen prioritär erhalten

"Und aus allen diesen Gründen sollten Hausarztpraxen die vorhandenen Impfstoffdosen prioritär erhalten. Und zwar nicht nur den Impfstoff eines Pharmaunternehmens, sondern die Impfstoffe aller Hersteller, die verfügbar sind", fordert Weigeldt.

Kritik äußerte er auch an Berichten, denen zufolge sich Millionen unverimpfte Dosen in den Impfzentren befinden. Angesichts erneut rasant steigender Infektionszahlen würden weiterhin Millionen Impfdosen in den personal- und kostenintensiven Impfzentren "versauern oder nicht vollständig genutzt werden", so Weigeldt.

Das verspielt nicht bloß Vertrauen, das ist unerhört.
Ulrich Weigeldt, Deutscher Hausärzteverband

Wegen Nebenwirkungen empfiehlt die Stiko Astrazeneca ohne Einschränkungen nur für Personen ab 60 Jahren. "Der Beratungsbedarf bei uns in den Praxen nimmt zu", so der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt.

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"Haus- und Fachärzte wollen impfen, wenn man sie lässt"

"Es ist das dringende Gebot der Stunde, dass der vorhandene Impfstoff nun endlich und bevorzugt in die Hausarztpraxen kommt - und zwar in weitaus größeren Mengen als bisher", betont Weigelt.

Ähnlich äußert sich der Bundesvorsitzende des Verbands der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, Dirk Heinrich. "Haus- und Fachärzte dürfen, können und wollen auch impfen, wenn man sie lässt", sagt er ZDFheute. Dazu würde aber genügend Impfstoff benötigt. Erst dann könne man die Impfungen weiterhin schrittweise von den Impfzentren in die Praxen verlagern.

Seit dieser Woche impfen auch Hausärzte, der Impfstoff bleibt aber knapp. In Mecklenburg-Vorpommern heißt es Schlange stehen für Astrazeneca. Ausgewählte Impfzentren öffnen Samstag für alle über 60 ohne Voranmeldung.

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Bericht: 3,5 Millionen unverimpfte Dosen in Impfzentren

Zuvor hatte die "Welt" unter Berufung auf das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) berichtet, dass sich in den Impfzentren bereits mehr als 3,5 Millionen unverimpfte Dosen sammelten. "Wenn die Impfzentren weiterhin nicht alle ihnen zugeteilten 2,25 Millionen Dosen pro Woche verimpfen, sollten sie zugunsten des Impfens in Praxen aufgelöst werden", forderte ZI-Chef Dominik von Stillfried.

Kritik an dem Vorschlag kommt von den Bundesländern. So betonte etwa die Senatsverwaltung für Gesundheit in Bremen, dass die Impfzentren "in Umfang und Geschwindigkeit" den Hausärzten nicht unterlegen seien. "Wir werden deswegen den Hausärzten und -ärztinnen nicht mehr Impfstoff zukommen lassen“, sagt ein Sprecher gegenüber der "Welt".

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