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Abweichung von Empfehlung - Warum Spahn in drei Gruppen impfen will

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Bald könnte es soweit sein: Die Corona-Impfungen starten auch in Deutschland. Doch wer soll zuerst geimpft werden - wer muss noch lange warten? Jens Spahn zum aktuellen Stand.

Ein ganzes Land impfen – das ist die logistische Mammutaufgabe, die nun ansteht. Wer zuerst geimpft werden soll, das regelt eine neue Verordnung – doch die erntet auch Kritik.

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In neun Tagen könnte es soweit sein: Dann sollen die ersten Corona-Impfungen in Deutschland stattfinden. Doch wer bekommt wann die Anti-Corona-Spritze? Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will genau das heute regeln - und eine Impfverordnung unterzeichnen.

Erst gestern hatte die Ständige Impfkommission (Stiko) eine Empfehlung dafür abgegeben. In ihr ist eine Rangfolge von sechs Gruppen festgelegt. Spahn plant hingegen mit drei Gruppen.

Das sind die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission

Im ZDF-Morgenmagazin betont Spahn jedoch, dass sich an der Reihenfolge sich nichts geändert habe, auch nicht an der Definition - man habe das zu 99 Prozent übernommen. Doch: Die Einordnung in nur drei Gruppen biete eine gewisse Flexibilität vor Ort. Laut Spahn müsse dort praktikabel entschieden werden:

Wenn ich in bestimmten Einrichtungen schon mal bin, dann zum Beispiel auch dort alle Pflegebedürftigen oder eben Patienten entsprechend zu impfen.
Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, CDU, möchte durch Transparenz für Vertrauen in den neuen Impfstoff sorgen: "Das Impfen ist der Weg aus der Pandemie".

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Spahn: Schutz der über 80-Jährigen erzielt größten Effekt

Gleichzeitig stellt Spahn heraus: Die Impfungen der ersten Gruppe würden das Impfgeschehen zunächst klar prägen. Er bittet alle anderen um Geduld. Denn:

Wir fangen erst mal bei denjenigen an, die besonders gefährdet sind.
Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Die jüngere und oftmals mobilere Bevölkerung muss also warten - sind in der Liste weit unten. Spahn stellt klar: Mit dem Schutz der über 80-Jährigen oder etwa Pflegebedürftigen erziele man den größten Effekt. Sprich: Man vermeidet Krankenhauseinweisungen und schwere oder gar tödliche Verläufe.

Spahn: "Impfen ist der Weg raus aus der Pandemie"

Doch viele Menschen sind noch skeptisch und sind sich noch nicht sicher, ob sie die Spritze auch tatsächlich in Anspruch nehmen wollen. Der Minister verweist auf die bisherige Transparenz und will weiter werben. Der Impfstoff sei ein Zeichen der Zuversicht. Spahn erklärt trotz aller Skepsis, Zurückhaltung und Fragen:

Das Impfen ist der Weg raus aus dieser Pandemie.
Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Voraussichtlich sollen direkt nach Weihnachten, am 27. Dezember, die Impfungen in Deutschland starten. Wie impfbereit ist Deutschland eigentlich? Wir haben uns in Berlin umgehört.

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Spahn entgegnet Kritik gegenüber Shutdown-Maßnahmen

Seit Mitte der Woche fährt Deutschland runter - ein harter Shutdown hat begonnen. Mit einem Scheitern der Maßnahmen rechnet der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, wie er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland mitteilte. Stattdessen fordert dieser etwa mehr für den Schutz der Risikogruppen in den Alten- und Pflegeheimen getan werden müsse.

Spahn wundert sich derzeit über manche Bermerkungen - auch aus der Ärzteschaft. In Bezug auf die Kritik an der Corona-Strategie stellt er klar:

Ich finde das ehrlich gesagt schwer verständlich, gerade in dieser Zeit mit den hohen Todeszahlen, die wir sehen. Mit den Intensivmedizinkliniken, etwa in Sachsen, die sehr belastet, teilweise überlastet sind - wo verlegt werden muss.
Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Aus Spahns Sicht sehe jeder: "Infektionszahlen müssen runter." Dabei gehe es aber nicht nur um staatliche Maßnahmen. Es mache keinen Sinn, Schulen und Geschäfte zu schließen und sich im Privaten weiter mit vielen Leuten zu treffen. Jeder müsse seine Kontakte sehr stark reduzieren, so Spahn.

Corona-Impfung - Was die Impfkommission empfiehlt 

Pflegeheim-Bewohner und Personal von Notaufnahmen, Transplantationsmedizin und Altenpflege: Sie sollen auf Empfehlung der Impfkommission zuerst gegen Corona geimpft werden.

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Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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