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Interview

Tests und Impfungen - Scholz: Veränderte Realität im April

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Noch immer ist in Deutschland zu wenig Impfstoff vorhanden. Im Interview verspricht Vizekanzler Scholz eine starke Beschleunigung der Impfungen in den nächsten Wochen.

Vizekanzler Olaf Scholz stellt im ZDF heute journal klar: Alle waren am Beschluss zur Osterruhe beteiligt.

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Die Impfungen gehen in Deutschland immer noch relativ langsam voran. Das soll sich bald ändern, verspricht Vizekanzler Olaf Scholz im ZDF heute journal. So soll es Anfang April über zwei Millionen Impfungen pro Woche geben, sodass auch die Hausärzte eingebunden werden können. Mit der Zeit soll das noch weiter ausgebaut werden, kündigt Scholz an:

Wir werden Ende April fünf Millionen die Woche haben - Ende April/Anfang Mai - und wie ich gesagt habe, im Monatswechsel Juni/Juli zehn Millionen die Woche.
Olaf Scholz (SPD), Vizekanzler

Zunächst gehe es aber darum, dafür zu sorgen, dass die Infektionsentwicklung den Effekt nicht kaputt mache, den das vielfache Impfen und Testen bringe.

Strategie: Testen, Impfen, Notbremse

Es gebe eine klare Strategie, so Scholz. "Und wenn man sich darauf verständigen könnte, die klare Strategie auch mit aller Klarheit zu verfolgen, dann würde es wirklich einen Unterschied machen."

So solle neben den Impfungen sehr viel mehr in den Unternehmen getestet werden. Die sollten praktisch alle ihre Beschäftigten, die nicht im Homeoffice arbeiten, testen, und das "Woche für Woche". Außerdem gebe es die Möglichkeit, sich selbst testen zu lassen in den Testzentren. Und drittens, indem wir für die Schulen viele Selbsttests bestellen, die dann allen zur Verfügung stehen.

Wenn wir das jetzt durchsetzen - bei den Unternehmen und in den Schulen sind jetzt die Bestellvorgänge ausgelöst - dann wird das im April eine veränderte Realität mit sich bringen, was das Testen betrifft.
Olaf Scholz (SPD), Vizekanzler
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Auch die Notbremse für etwaige Lockerungen gehöre dazu: "Wir haben eine Strategie, wo wir, wenn die Zahlen sich fest einpendeln bei einem Wert unter 100, ohne dass sie nach oben gehen, weitere Öffnungsschritte machen, sie aber auch zurücknehmen können." Mit bisherigen Schritten, wie sie erst Anfang März beschlossen wurden, sei auch die Verabredung verbunden gewesen: "Wenn die Infektionszahlen das nicht mehr weiter hergeben, dann geht es nicht weiter und auch mal zurück."

Scholz: Reiseverbot wird juristisch geprüft

Mit Blick auf Reisen sei er weiterhin kritisch, so Scholz. In dem bisherigen rechtlichen Rahmen seien sie nicht zu verbieten. Es werde aber erneut juristisch geprüft, ob sie unterbunden werden könnten. Auch ihm erscheine es "sehr unverständlich, wie es gleichzeitig sein kann, dass wir einerseits die Bewegung innerhalb Deutschlands beschränken und Reisen dort nicht möglich machen und dann aber gleichzeitig Menschen in so große Distanzen reisen, um sich dann dort in großer Zahl zu treffen."

Kanzlerin Merkel, die zuvor die verabredete Osterruhe kassiert und als Fehler bezeichnet hatte, gab Scholz Rückendeckung: "Alle waren beteiligt, alle Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten, mehrere Bundesminister und ich hoffe, dass niemand vergisst, dass es so war."

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