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Kampf gegen Corona - Tierärzte wollen bei Impfungen helfen

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Die Tierärzte fordern die Regierung auf, sie in die Impfkampagne einzubinden. Sollten bald tatsächlich Corona-Vakzine in hoher Menge eintreffen, werde jede Hilfe benötigt.

Eine medizinische Fachkraft in einem Stuttgarter Impfzentrum zeigt eine Ampulle mit einem Vakzin.
In den USA würden Tierärzte wie selbstverständlich mitimpfen, monieren die Tierärzte.
Quelle: dpa

Die deutschen Tierärzte haben die Bundesregierung aufgefordert, sie in die Corona-Impfkampagne einzubinden.

Die rund 10.000 Tierarztpraxen in Deutschland könnten bei 50 Impfungen pro Woche und Praxis in einem Monat ohne Weiteres zwei Millionen Menschen mit dem Vakzin versorgen, sagte Siegfried Moder, Präsident des Bundesverbands der praktizierenden Tierärzte, der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Datengrafik: Impfungen in Deutschland

Diese Länder liegen vorne - Wie viele wurden bisher gegen Corona geimpft? 

Wie erfolgreich ist die Impfkampagne in deutschen Bundesländern und anderen Staaten, wo gerät sie ins Stocken? Aktuelle Zahlen zeigen, wie viele Menschen bereits geimpft wurden.

von M. Hörz, R. Meyer, M. Zajonz

Hält die Regierung ihr Impfversprechen?

Die Bundesregierung müsse hierzulande unverzüglich die rechtlichen Voraussetzungen dafür schaffen, forderte der Verbandschef. "Wenn im zweiten Quartal tatsächlich große Mengen an Impfstoffen eintreffen, wie es die Bundesregierung verspricht, dann sollte in Deutschland jeder impfen, der impfen kann", sagte Moder.

In den USA würden Tierärzte wie selbstverständlich mitimpfen. Dieser pragmatische Ansatz trage dort zum großen Erfolg bei, erklärte Präsident Moder. Auch in Frankreich dürften Tierärzte demnächst Impfungen gegen das Coronavirus verabreichen, sagte der Verbandschef.

8,6 Millionen Menschen haben eine Erstimpfung erhalten (Stand: 27.03.2021) – 3,7 Millionen auch die zweite. Am besten geschützt: Die Alten- und Pflegeheime. In Impftaktik und Erstimpfung geht jedes Bundesland unterschiedlich vor. Ein Überblick.

Beitragslänge:
2 min
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Moder wirft Spahn Versäumnisse vor

Moder warf Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) "Versäumnisse und Missmanagement" vor. Sein Verband habe der Bundesregierung bereits Anfang Dezember seine Unterstützung bei der Corona-Schutzimpfung angeboten, "aber unser Hilfsangebot wurde, wie schon die Corona-Testung durch akkreditierte Vet-Labore im letzten Sommer, bis heute ignoriert", kritisierte Moder.

"Das kann man machen, wenn man die Lage im Griff hat", sagte Moder. Angesichts der dritten Welle und der täglichen Hiobsbotschaften halte sein Verband "diese Ignoranz jedoch für grob fahrlässig."

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