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Kampf gegen Covid-19 - Die zentrale Rolle der Impfzentren

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Noch dieses Jahr rechnet Gesundheitsminister Spahn mit ersten Corona-Impfungen. Die werden in Impfzentren verabreicht. Was geplant und was noch offen ist: ein Überblick.

Erste Impfungen gegen Covid-19 sollen schon bald möglich sein. Der Bund soll den Impfstoff liefern – die Bundesländer Impfmöglichkeiten organisieren. An vielen Orten wird geprobt, wie in Impfzentren täglich möglichst viele Menschen geimpft werden können.

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Wo sollen die Impfzentren stehen?

Das entscheiden die Bundesländer. Laut Spahn sollen sie bis Mitte Dezember einsatzbereit sein. Neben den Zentren sind auch mobile Teams geplant - die könnten etwa in Alten- und Pflegeheimen eingesetzt werden, wenn Menschen nicht in die Zentren kommen können.

Immer mehr Länder nennen Zahlen für die Zentren: In Rheinland-Pfalz sollen 36 entstehen, in Hessen sind rund 30 geplant, in Nordrhein-Westfalen - dem bevölkerungsreichstem Land - sollen mindestens 53 entstehen. Sachsen und Schleswig-Holstein planen pro kreisfreier Stadt und Landkreis je ein Impfzentrum.

Die Kommunen stecken schon seit Längerem in den Vorbereitungen - wie etwa in Trier, wo in einer Messehalle geimpft werden soll. Der Ablauf wird dort durch eine sogenannte "Impfstraße" genau geregelt: Registrierung, Gespräch mit einem Arzt oder Ärztin, dann die Impfung und die Möglichkeit, sich kurz auszuruhen - das Ganze soll nicht länger als fünfzehn Minuten dauern. So will man bis zu 5.000 Menschen pro Tag impfen können, schätzt Olaf Backes von der Berufsfeuerwehr Trier.

Impfungen sind ein wichtiges Instrument im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Sichere und wirksame Präparate könnten bald verfügbar sein. In Deutschland laufen die Vorbereitungen.

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Wer wird als erstes geimpft?

Entschieden ist das noch nicht. Spahns nationale Impfstrategie sieht drei Phasen vor. In den ersten beiden, wenn Impfstoffe noch nicht breit verfügbar sind, sollen vulnerable und exponierte Gruppen priorisiert werden. Geimpft wird dann in den Zentren. In der dritten Phase, wenn Impfstoffe großflächig vorhanden sind, sollen auch Haus- und Betriebsärzt*innen impfen.

Grafik: Nationale Impfstrategie Covid-19
Grafik: Nationale Impfstrategie Covid-19
Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

Eine Empfehlung, wer zuerst geimpft werden sollte - die sogennante Priorisierung - wird gerade von der STIKO (Ständige Impfkommission), dem Ethikrat und der Leopoldina ausgearbeitet.

Die Expert*innen nennen vorab in einem Papier drei zu priorisierende Gruppen: Alte und Vorerkrankte, exponierte Gruppen (z.B. Pflegepersonal) und für das Gemeinwesen besonders wichtige Gruppen (Lehrer*innen, Polizist*innen u.a.). Doch wer von ihnen wäre zu bevorzugen? Auf Anfrage von ZDFheute schreibt die Ständige Impfkommission, dass das auch von der Verfügbarkeit abhänge:

Es liegt im Wesen einer Priorisierung, dass dies entscheidend von der Menge der verfügbaren Impfstoffdosen abhängt. In diesem Sinne wird die STIKO auf der Grundlage der besten verfügbaren Evidenz sowie ethischer Grundsätze eine Reihenfolge der prioritär zu impfenden Personengruppen (soweit verfügbar mit Gruppengröße) angeben, die dann nach Verfügbarkeit der Impfstoffe geimpft werden sollen.
Thomas Mertens, Vorsitzender der STIKO

Braucht man für das Impfzentrum eine Überweisung?

Sollten Impfstoffe zugelassen und die Priorisierung geklärt sein, stellt sich natürlich die Frage, wie man nachweist, dass man für eine frühe Impfung berechtigt ist. Hier sind die Bundesländer vielfach noch in der Planung.

"Die gesamte Impflogistik inklusive Terminmanagement ist noch in der Abstimmung", heißt es etwa aus Sachsen.

In Rheinland-Pfalz sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums: "Es wird eine Terminvereinbarung geben. Ob man dafür eine Überweisung braucht oder ob das telefonisch beim Hausarzt geht, sind Fragen, die noch nicht abschließend geklärt sind." Ähnlich außerte sich ein Sprecher in Schleswig-Holstein, wo morgen Details zum Verfahren bekannt gegeben werden.

Was bereits klar ist: Die Impfung in den Impfzentren wird kostenlos sein, egal, ob und wie man versichert ist. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium ZDFheute mit.

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Wo wird der Impfstoff gelagert?

Der Bund verteilt die Impfstoffe an 60 Standorten in Deutschland - gemäß Bevölkerungsgröße. Die Lage der Zentren - in Frage kommen etwa Krankenhäuser - dürfte zum Teil aber geheim gehalten und die Lager bewacht werden.

Wichtig ist die Kühlung der Impfdosen: Die Hersteller geben unterschiedliche Temperaturen an. Während der Impfstoff von Biontech/Pfizer bei minus 70 Grad gelagert werden muss, reichen bei dem Impfstoff-Kandidaten der US-Firma Moderna Kühlschrank-Temperaturen für die Lagerung aus. Die Kühlkette ist eine der großen, kommenden Herausforderungen, um die Impfstoffe auf der ganzen Welt zu verteilen.

Mit Material von Reuters.

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