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Impfstoff von Astrazeneca : Länder erhalten erste Lieferung

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In den Bundesländern sind heute die ersten Lieferungen des Astrazeneca-Impfstoffs eingetroffen. Spanien und Griechenland haben jetzt auch Altersgrenzen für den Impfstoff erlassen.

Mehrere Bundesländer haben am Samstag die ersten Lieferungen des Corona-Impfstoffs des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca erhalten. So bekam Hessen 26.400 Impfstoff-Dosen, in Thüringen sind 9.600 Dosen eingetroffen. Nach Berlin kamen 14.400 Dosen. Nordrhein-Westfalen durfte 74.400 Corona-Impfdosen von Astrazeneca in Empfang nehmen. Geimpft werden soll mit dem neuen Impfstoff ab kommender Woche.

Rund 3,2 Millionen Impfdosen bis Anfang März

Insgesamt sollen 345.600 Impfdosen des britisch-schwedischen Herstellers am Samstag an die Länder ausgeliefert werden, wie aus Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. In der nächsten Woche ist die Auslieferung von 391.200 Impfdosen vorgesehen, eine Woche später knapp über eine Million und nochmal eine Woche später knapp 1,5 Millionen. Insgesamt will Astrazeneca nach eigenen Angaben bis Anfang März rund 3,2 Millionen Impfdosen liefern.

Nach den Präparaten von Biontech/Pfizer und Moderna wird der Impfstoff der dritte sein, der in Deutschland verfügbar ist.

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Die Ständige Impfkommission hat das Vakzin nur für unter 65-Jährige empfohlen. Das führt dazu, dass es zunächst vor allem Pflegekräften, medizinischem Krankenhauspersonal und Mitarbeitern in Impfzentren verabreicht werden soll. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Länder dazu aufgerufen, die ersten Dosen ohne Rückstellungen für die Zweitdosis zu spritzen. "Auf diesem Weg können nach der Zulassung von Astrazeneca in den ersten drei Februarwochen mehr als 1,7 Millionen Bürgerinnen und Bürger ihre Erstimpfung erhalten", heißt es in einem Schreiben an die Länder, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Spanien setzt Altersgrenze auf 55 Jahre

Auch in Spanien gibt es eine Altersgrenze für den Impfstoff von Astrazeneca. Das spanische Gesundheitsministerium entschied sich gegen eine Verabreichung an Personen über 55 Jahren. Es werde an Beschäftigte des Gesundheitswesens und Assistenten gehen, die nicht an vorderster Front tätig sind, teilte das Ministerium mit.

Auch in Spanien sollen die ersten Dosen des Impfstoffs an diesem Wochenende eintreffen. Das Land verabreicht derzeit die Impfstoffe von Pfizer und Moderna an die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Personal von Pflegeheimen. Bislang wurden in dem Land 1,98 Millionen Dosen gespritzt.

Auch in Italien dürfen die Menschen bei Impfungen mit diesem Vakzin nicht älter als 55 Jahre sein. In Griechenland werde die Impfung mit dem Vakzin nur für Menschen von 18 bis 64 Jahre empfohlen, teilte das Gesundheitsministerium in Athen am Freitagabend mit. Für eine Anwendung bei älteren Menschen gebe es nur "unzureichende" Daten.

Altersbeschränkungen in vielen Ländern

Mit ähnlichen Begründungen hatten in den vergangenen Tagen bereits andere Länder wie Frankreich, Belgien, Dänemark, die Niederlande und Schweden diese Altersbeschränkung festgelegt. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte in ihrer Zulassungs-Empfehlung dagegen keine Einschränkungen für Ältere gemacht. Der Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns hatte vor einer Woche die Zulassung in der EU erhalten. An der Entwicklung war die Universität Oxford beteiligt.

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