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Corona: Nächste Krisenrunde

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Beratungen über neue Maßnahmen - Corona: Nächste Krisenrunde

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Die Infektionszahlen steigen rasant, die Zeit drängt: Bereits am Mittwoch wollen Bund und Länder über weitere Maßnahmen gegen Corona beraten. Welche, das ist noch offen.

Auch Deutschland verzeichnet weiterhin hohe Infektionszahlen mit dem Coronavirus. In immer mehr Landkreisen drohen deshalb weitere Beschränkungen wie strikte Ausgangsbeschränkungen.

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Bund und Länder wollen erneut über Maßnahmen gegen die rasche Ausbreitung des Coronavirus beraten. Bereits an diesem Mittwoch soll es dazu eine Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten geben - noch vor deren turnusmäßiger Konferenz am Freitag.

Es gehe darum, was Bund und Länder gemeinsam tun könnten, um möglichst schnell den Trend zu brechen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Allen sei bewusst, "dass dabei jeder Tag zählt". Die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen habe sich binnen einer Woche in etwa verdoppelt, es müsse schnell eine Stabilisierung geben.

Noch keine Festlegung zu weiteren Maßnahmen

Die Bundesregierung sowie etliche Ministerpräsidenten hatten betont, dass Schulen, Kitas und Betriebe möglichst nicht durch weitere Einschränkungen betroffen werden sollten. Deshalb könnte sich der Blick verstärkt auf Bars, Restaurants, Sperrstunden und Veranstaltungen richten. Neue Maßnahmen werden erwartet - es gebe bisher aber "keine Festlegung", hieß es im Kanzleramt. Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, der Bund wolle bei den Ländern für mögliche weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens werben.

Merkel habe in mehreren Schalten mit CDU-Politikern am Wochenende und am Montag in dramatischen Worten gewarnt, dass die Lage sehr ernst sei, berichten die Agentur Reuters und "Bild". Auch Kanzleramtschef Helge Braun mahnte nach dpa-Informationen: Die Zahlen stiegen zu schnell.

Mehr Corona bei Älteren

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montag wurden 8.685 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet - etwa doppelt so viele wie vor einer Woche. Dabei sind die Zahlen sonntags und montags niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird.

Regierungssprecher Seibert sagte, in zahlreichen Kommunen sei ein Nachverfolgen der Kontaktpersonen jedes einzelnen Infizierten nicht mehr möglich, da die Zahlen einfach zu hoch seien. Auch gebe es wieder mehr Corona-Patienten in Krankenhäusern und auch mehr Infektionen bei älteren Personen.

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Forderung nach klaren Vorgaben

Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten hatten zuletzt am 14. Oktober gemeinsam beraten und einige zusätzliche Maßnahmen vor allem für regionale Corona-Hochburgen vereinbart. Sie hatte damals bereits deutlich gemacht, dass nach etwa zehn Tagen zu sehen sei, "ob neue weitere Schritte notwendig sind oder ob die beschlossenen Schritte bereits ausgereicht haben".

Mit Blick auf die flächendeckend steigenden Zahlen sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher in der ARD: Es sei "gut, dass wir auch noch mal bundesweit auf die Regeln gucken und überlegen, ob es noch weitere Maßnahmen geben muss". Saar-Regierungschef Tobias Hans sagte im Deutschlandfunk, er glaube nicht, "dass wir noch mal eine Lockdown-Situation brauchen oder bekommen werden wie im Frühjahr". Das gelinge aber nur, "wenn wir jetzt konzentriert als Bundesländer mit dem Bund zusammen klare Maßstäbe, die für jeden transparent sind, festlegen".

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sprach sich in der "Passauer Neuen Presse" für einen "sehr kurzen, zeitlich eng begrenzten Teil-Lockdown" aus. "Weniger Freunde treffen, weniger Restaurantbesuche, weniger ins Kino und zu Sportveranstaltungen gehen."

Die CDU verschiebt die Entscheidung über einen neuen Parteivorsitzenden wegen der Corona-Krise erneut. Der für Dezember geplante Parteitag wird dieses Jahr nicht mehr stattfinden.

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