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Hospitalisierung als Richtwert - Intensiv-Ärzte für Abkehr von 50er-Inzidenz

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Der Bund will Beschränkungen künftig nicht mehr allein von der Inzidenz abhängig machen. Intensivmediziner befürworten das und sehen momentan keine Probleme auf den Stationen.

Divi-Präsident Gernot Marx im ZDF-Morgenmagazin

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Die Vereinigung der Intensivmediziner hat die Abkehr von der 50er-Inzidenz als zentralem Maßstab in der Corona-Pandemie begrüßt. "Wir befürworten den Beschluss von Gesundheitsminister Spahn", sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), im ZDF-Morgenmagazin. Er verwies dabei unter anderem auch auf die steigenden Impfquoten.

Marx: Inzidenz weiter wichtig

"Die Abkehr von der 50er-Inzidenz heißt ja nicht, dass wir die Inzidenz nicht mehr als relevant betrachten. Die ist natürlich sehr relevant", sagte er im ZDF. "Und wir wissen ja, dass nach wie vor ein Zusammenhang zwischen Hospitalisierung und der Inzidenz besteht", betonte der Intensivmediziner. Insgesamt sei zurzeit "überhaupt kein Problem" bei der Auslastung der Intensivbetten zu beobachten. Die Lage müsse aber täglich beobachtet werden.

Die Bundesregierung will den Inzidenzwert von 50 nach eigenen Angaben aus dem Infektionsschutzgesetz streichen. Bislang dient er als eine zentrale Schwelle für die Einführung von Schutzmaßnahmen und Beschränkungen.

Das Corona-Kabinett ist sich einig: Die Inzidenz spielt bald nur noch eine untergeordnete Rolle.

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Spahn will Hospitalisierungsquote als Richtwert

Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) soll die sogenannte Hospitalisierungsquote als wichtiger neuer Richtwert eingeführt werden. Diese gibt an, wie viele Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken eingeliefert werden. Am Montag hatte Spahn im ZDF-Morgenmagazin gesagt:

Die 50er-Inzidenz im Gesetz, die hat ausgedient.
Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt aktuell wieder stark an. Am Dienstag lag sie bei 58, am Montag waren es 56,4. Binnen 24 Stunden wurden bundesweit laut Robert-Koch-Institut (RKI) 5.747 Neuinfektionen registriert. Die Zahl der Todesfälle in diesem Zeitraum lag bei 42. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an.

Bundesgesundheitsminister - Spahn: 50er Inzidenz "hat ausgedient" 

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