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Corona-Situation im Herbst - Spahn warnt vor 800er-Inzidenz im Oktober

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Gesundheitsminister Spahn warnt vor hohen Corona-Zahlen im Herbst - und fordert dazu auf, trotz aktuell niedriger Inzidenz vorsichtig zu bleiben.

Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister.
Warnt vor hohen Inzidenzwerten im Herbst: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).
Quelle: Wolfgang Kumm/dpa

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Bevölkerung gemahnt, angesichts steigender Corona-Zahlen Schutzmaßnahmen nicht zu vernachlässigen. Aktuell liegt die Inzidenz laut Robert-Koch-Institut bei 11,4, wobei sie in den vergangenen Tagen wieder gestiegen ist. "Wenn sich das so weiter verdoppelt, alle zwölf Tage, dann werden wir im September die 400 überschreiten, im Oktober 800 - Inzidenz", sagte der CDU-Politiker.

Alle miteinander müssten sich die Frage stellen, "wollen wir das passieren lassen". Spahn rief dazu auf, die bekannten Maßnahmen einzuhalten. "Es geht darum, Maske im Innenraum tragen. Sich regelmäßig testen lassen. Wenn man noch nicht geimpft ist, sich impfen lassen", sagte er.

Wir entscheiden jetzt, jetzt in diesen Tagen des Julis darüber, wie September, Oktober, November werden.
Gesundheitsminister Spahn

Wie verändert die Impfquote die Bedeutung des Inzidenzwerts?

Spahn betonte dabei auch die Notwendigkeit neuer Grenzwerte für neue Beschränkungen. Diese neuen Grenzwerte müssten gemeinsam mit den Ländern beraten werden. Durch die höhere Impfquote sei etwa die Zahl der Hospitalisierungen und von Corona-Patienten auf Intensivstationen geringer als früher.

Derzeit seien 75 Prozent der über 60-Jährigen vollständig geimpft, ein Viertel nicht. "Wenn Sie die Maßzahl nehmen, können sie sagen: 200 ist das neue 50", sagte Spahn.

Warum sich die Bedeutung der Inzidenz mit der steigenden Impfquote verändert, weshalb das Gesundheitsministerium an ihr festhält und welche Rolle die Delta-Variante dabei spielen könnte, haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Einschätzung der Corona-Lage - Welche Rolle spielt die Inzidenz noch? 

Mit immer mehr Geimpften verändert sich der Zusammenhang zwischen Infektionszahlen und der Belastung auf das Gesundheitssystem. Damit wird auch die 7-Tage-Inzidenz weniger wichtig.

Videolänge
1 min
von Jan Schneider
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