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Forderung an G7-Staaten : Johnson: Weltbevölkerung bis Ende 2022 impfen

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Der britische Premier Johnson fordert die G7-Staaten auf, eine Impfung der Weltbevölkerung bis Ende 2022 anzustreben. Es müsse mehr Vakzin produziert und verteilt werden.

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson sitzt vor einer britischen Flagge im einem Saal in der Downing Street 10.
Großbritanniens Premierminister Boris Johnson bei einem Treffen in der Downing Street 10 am 28. Mai 2021.
Quelle: dpa

Großbritanniens Premier Boris Johnson hat die führenden Industrienationen vor dem anstehenden G7-Gipfel dazu aufgerufen, die Impfung der gesamten Weltbevölkerung gegen das Coronavirus bis Ende 2022 anzustreben.

Die Welt schaut auf uns.
Boris Johnson, britischer Premier

"Ich fordere meine Kollegen der G7-Staaten auf, diese schreckliche Pandemie mit uns zu beenden und zu versprechen, dass wir die durch das Coronavirus angerichtete Verwüstung nie wieder zulassen werden", wurde der Premierminister in einer Erklärung zitiert. "Die Welt bis zum Ende des nächsten Jahres zu impfen, wäre die größte Leistung in der Geschichte der Medizin."

Produktion hoch, Barrieren runter

Die Produktion von Impfstoffen solle hochgefahren werden, die Barrieren für die internationale Verteilung gesenkt und die Abgabe von Impfdosen über die internationale Covax-Initiative an ärmere Länder erhöht werden, so der britische Premier.

Downing Street verwies auf die Erfolge der britischen Regierung bei der Entwicklung des Impfstoffs von Astrazeneca, der weltweit zum Selbstkostenpreis erhältlich ist, sowie auf die Unterstützung des Covax-Programms zur Impfversorgung der Entwicklungsländer.

Zu sehen ist die Weltkarte und Icons, die die Impfquote repräsentieren. Im Norden ist mehr geimpft als im Süden.

Corona weltweit - Faire Impfstoffverteilung? Gescheitert!  

Eine globale Pandemie erfordert eine gerechte Verteilung von Impfstoffen. Doch aktuell sieht es anders aus: Der Impfstoff geht vor allem an die Reichen.

Großbritannien wegen mangelnder Impfstoff-Exporte in Kritik

Johnsons Regierung wird ebenso wie der US-Regierung von anderen Ländern vorgeworfen, bislang - anders als etwa die EU - so gut wie keine Impfstoffe exportiert zu haben. Bei der Abgabe von Impfdosen an andere Länder ist in Großbritannien bislang immer von überschüssigen Dosen die Rede - also dem Impfstoff, der für die eigene Bevölkerung gar nicht mehr benötigt wird.

Viele Industriestaaten haben deutlich mehr Impfdosen eingekauft, als sie für ihre Bürger benötigen, da in der Entwicklungsphase noch nicht klar war, welche Mittel die Zulassung der Behörden bekommen würden.

Kaum Fortschritte bei G7-Treffen

Angesichts wachsender Forderungen nach einer gerechteren globalen Verteilung von Impfstoffdosen haben die G7-Gesundheitsminister bei einem Treffen am Freitag jedoch keine Fortschritte gemacht. Sie wiederholten lediglich frühere Zusagen, die versprochenen Dosen durch Covax "so bald wie möglich" zu verteilen.

Die Regierungschefs der G7-Staaten, zu denen neben Großbritannien und Deutschland auch die USA, Frankreich, Japan, Kanada und Italien zählen, kommen vom 11. bis zum 13. Juni im englischen Cornwall zusammen.

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