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Schulen und Corona-Pandemie - Kinderschutzbund: Ferien bis Ende Januar

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Weil eine Besserung der Corona-Lage zum 10. Januar kaum denkbar sei, fordert der Kinderschutzbund längere Weihnachtsferien. Dafür solle es im Sommer weniger frei geben.

Mit Mundschutzmasken sitzen Schülerinnen und Schüler der fünften Klasse eines Gymnasiums in Frankfurt im Unterricht.
Mit Mundschutzmasken sitzen Schülerinnen und Schüler der fünften Klasse eines Gymnasiums in Frankfurt im Unterricht.
Quelle: dpa

Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) fordert wegen der Corona-Krise die Weihnachtsschulferien bis Ende Januar zu verlängern. "Es ist kaum damit zu rechnen, dass bis zum 10. Januar eine grundlegende Besserung eintritt", sagte Verbandspräsident Heinz Hilgers der "Rheinischen Post".

Für den 10. Januar ist bisher das Ende des Shutdowns anvisiert, Bund und Länder beraten darüber aber am 5. Januar. "Ich würde die Ferien verlängern und dabei Ende Januar in Aussicht stellen. Sollten die Infektionszahlen sich nicht kurzfristig ändern, gibt es dazu keine Wahl", sagte Hilgers.

Im Gegenzug müssten die Sommerferien um drei Wochen gekürzt werden.
Heinz Hilgers, Deutscher Kinderschutzbund

"Die Politik hat im März nicht erkannt, wie wichtig Digitalisierung an Schulen ist", sagt der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, über digitale Lernplattformen.

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Giffey: Kitas und Schulen als Erste öffnen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) pocht in diesem Zusammenhang weiter darauf, dass Kitas und Schulen nach dem Shutdown als Erste wieder geöffnet werden. "Kitas und Schulen wurden zu Recht als Letzte eingeschränkt", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

"Und als Bundesfamilienministerin werde ich weiter darauf dringen, dass sie auch als Erste wieder für den Normalbetrieb geöffnet werden, sobald es die Infektionslage zulässt." Dabei gehe es darum, Eltern zu helfen, Beruf und Familie miteinander vereinbaren zu können, sagte Giffey.

Es geht aber auch um das Recht der Kinder, ein gutes Bildungsangebot zu bekommen und mit ihren Freunden spielen zu können.
Franziska Giffey

Corona-Einschränkungen für Kinder so schnell wie möglich beenden

Eine zu lange Schließung von Kitas und Grundschulen in der Corona-Pandemie bedeute generell härtere Auswirkungen für Kinder, die in sozialen Brennpunkten lebten, sagte die Ministerin.

"Kinder aus Familien, in denen kaum Deutsch gesprochen wird oder wo es zu Hause keine guten Lernbedingungen gibt, sind mehr auf die Förderung in Kita und Schule angewiesen."

Bis mindestens 10. Januar sollen alle Kinder soweit wie möglich zuhause bleiben. Um als Eltern die Zeit überbrücken zu können, haben Bund und Länder Unterstützung versprochen.

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Familien, die ohnehin wenig Geld und knappen Wohnraum hätten, litten unter den Schließungen besonders. Mit Blick auf die Ausstattung für Digitalunterricht im Shutdown sagte Giffey: "Auch in finanzschwachen Familien gibt es meistens Smartphones und Internet. Was aber oft fehlt, sind arbeitsfähige Computer und Drucker."

Noch viel wichtiger sei jedoch: "Oft fehlt jemand, der zu Hause bei den Aufgaben helfen kann - oder ein Zimmer, in dem das Kind konzentriert lernen kann." Auch deshalb müsse der Shutdown für die Kinder so schnell wie möglich vorbei sein.

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