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Interview

Stöhr kritisiert Corona-Papier : "Mehr konkrete Aussagen gewünscht"

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Klaus Stöhr hat den Bericht des Sachverständigenausschusses zur Wirksamkeit der Corona-Maßnahmen - in dem er selbst Mitglied ist - bei ZDFheute live als unzureichend kritisiert.

Epidemiologe und Gremiums-Mitglied Stöhr kritisiert seine Kollegen. Unter anderem hätten die Daten zu Schulschließungen und Übersterblichkeit prägnanter formuliert werden müssen. 

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Das heute vorgelegte 160-seitige Sachverständigen-Papier soll als Grundlage für die Beratungen zur Neufassung des Infektionsschutzgesetzes dienen. Dieses läuft in seiner bisherigen Fassung am 23. September aus.

Das Papier enthält allerdings wenige konkrete Empfehlungen für eine künftige Corona-Politik. Die Mitglieder der Sachverständigenkommission wurden je zur Hälfte von der Bundesregierung sowie vom Bundestag benannt. Virologe Klaus Stöhr, Mitglied des Sachverständigenausschusses kritisiert seine Kollegen.

Daten, die vorliegen beispielsweise aus Deutschland, sind nicht berücksichtigt worden.
Klaus Stöhr, Mitglied des Sachverständigenausschusses

Ein Gremium mit knapp 20 Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen hat eine Evaluation der bisherigen Coronamaßnahmen vorgestellt. Fehler sollen im Herbst vermieden werden.

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Schulschließung nur wenig effektiv

In vielen Punkten sei keine Übereinkunft mit den anderen Experten des Gremiums zu erreichen gewesen, heißt es in einer Fußnote. Das bestätigte Stöhr auch noch einmal im ZDF. In vielen Punkten hätte er sich mehr prägnante und klare Aussagen gewünscht. Zum Beispiel beim Thema Schulschließungen.

Anders, als in der Pressekonferenz dargestellt, gäbe es genügend Daten aus Deutschland, die zeigten, dass Ausbrüche an Schulen relativ selten seien. Man habe gesehen, dass Erwachsene häufiger die Kinder infizieren als umgekehrt.

Nur eine mögliche fundamentale Schlussfolgerung, um zu sagen, dass Schulschließungen "nicht das Ergebnis bringen, was man sich wünscht: Nämlich, dass man verhindert, dass die Kinder Vulnerable anstecken oder selbst schwer krank werden". Daten aus Rheinland-Pfalz und Hessen seien zu wenig berücksichtigt worden vom Ausschuss.

Das in diesen Minuten vorgestellte Papier eines Expertengremiums zieht Bilanz der bisherigen Corona-Maßnahmen. ZDF-Korrespondentin Heike Slansky berichtet aus Berlin.

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Weitere Maßnahmen gegen Corona notwendig

Sein Fazit: So sei der Bericht formuliert, "dass jeder sein Stückchen rauslesen kann“, erklärte Stöhr. Das Papier lese sich so, dass sowohl die einen, als auch die anderen ihre jeweilige Position sauber vertreten können. Wieder strengere Maßnahmen oder gar keine mehr, beide Seiten seien zu begründen. Dass Maßnahmen nötig waren, daran lässt Stöhr keinen Zweifel.

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