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Steigende Corona-Zahlen - Kretschmer: "So geht das nicht weiter"

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Nach Bayern plant auch Sachsen Corona-Verschärfungen. "So geht das nicht weiter", sagt Ministerpräsident Kretschmer. Werden die Lockerungen über Weihnachten doch wieder kassiert?

In Sachsen steigen die Corona-Neuinfektionen rasant. Hat Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) die Dynamik des Virus unterschätzt?

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Sachsen ist inzwischen Corona-Hotspot. Bautzen ist schon der zweite Landkreis mit einer 500er-Inzidenz. Und die Zahl der Corona-Toten hat sich im Vergleich zum Frühjahr verfünffacht. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sieht die Verantwortung dafür auch bei Menschen, die sich nicht an Hygieneregeln hielten. "Es gibt einen Teil, der Maßnahmen ablehnt, weil er das Coronavirus leugnet." Dadurch entstehe ein Infektionsgeschehen, das auch unschuldige Menschen in Mitleidenschaft ziehe.

Im ZDF kündigt er nun Corona-Verschärfungen an. "So geht das nicht weiter", sagt er bei "Berlin direkt". In den Hotspots müsse "nachgesteuert" werden. "Es gibt Regionen in Deutschland, in denen die Zahlen zurückgehen. Und wir haben Regionen, in denen das nicht der Fall ist", so Kretschmer. So wie im Sommer gelockert wurde, müssten dort nun die Corona-Maßnahmen verschärft werden. Bayern habe das gerade getan. "Wir werden auch in den nächsten Tagen weiter darüber sprechen."

Der Teil-Shutdown wirkt kaum - was also jetzt? Welches langfristige Konzept verfolgen Bund und Länder, um die Fallzahlen dauerhaft zu senken?

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Folgen dem Beispiel Bayern auch andere Bundesländer?

Am Sonntag hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Hotspots angekündigt. Ab Mittwoch solle in Bayern wieder der Katastrophenfall gelten. Angesichts konstant hoher Fallzahlen sind auch in anderen Bundesländern Verschärfungen geplant. Das thüringische Kabinett will am Dienstag darüber diskutieren, die geplanten Lockerungen für Weihnachten und Silvester auszusetzen.

Auch die Grünen in Nordrhein-Westfalen fordern inzwischen, zumindest auf Silvesterpartys mit zehn Teilnehmern zu verzichten. "Auch über Weihnachten muss im Zweifel noch mal diskutiert werden", sagt Felix Banaszak, Vorsitzender der NRW-Grünen der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Ähnlich äußert sich SPD-Fraktionsvize Bärbel Bas: "Sollten die Zahlen bis zum 20. Dezember auf diesem hohen Niveau bleiben, sollten die Maßnahmen über die Feiertage nicht gelockert werden."

Expertin für harten Lockdown noch vor Weihnachten

Für einen kurzen, aber harten Lockdown noch vor Weihnachten spricht sich die Physikerin Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut aus. Es müsse ein R-Wert von 0,7 erreicht werden, zehn Menschen dürften also nur noch etwa sieben weitere anstecken. Priesemann schlägt mehr Homeoffice und Homeschooling vor. Ein konsequenter Lockdown müsse ungefähr zwei bis drei Wochen dauern.

Im ZDF sagt sie: "Wenn wir die Alternative haben: Lockdown light für die nächsten Monate oder jetzt einmal deutlich durchgreifen, dann sind die Fallzahlen unten. Dann würden wir als Wissenschaftler dafür plädieren, die Fallzahlen runter zu bringen." Auch in sozialen Netzwerken fordern Nutzer bereits den "harten Lockdown jetzt". Danach sieht es im Moment allerdings eher nicht aus.

Die Physikerin Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut spricht sich für einen harten Lockdown aus - er könnte auf zwei oder drei Wochen begrenzt sein, sagt sie im ZDF.

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