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Corona-Shutdown - Baumärkte und Blumenläden: So lockern die Länder

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Lockern, warten oder sogar verschärfen? Die Bundesländer gehen unterschiedlich mit den Corona-Beschränkungen um - teils auch zum Unmut anderer.

Sachsen-Anhalt, Rogätz: Thomas Rieckhoff sortiert im Gewächshaus von "Rieckhoff Floristik und Gartenbau" blühende Primeln aus die an den Einzelhandel im ganzen Land geliefert werden sollen.
Gärtnereien und Gartenmärkte sollen in Ländern wie Brandenburg und Bayern bald wieder öffnen dürfen.
Quelle: dpa

Die einen lockern, die anderen verschärfen: Die Bundesländer gehen bei den Corona-Beschränkungen unterschiedliche Wege. Während in Brandenburg und anderen Ländern Gärtnereien wieder öffnen können sollen, sieht Berlin keinen Raum für weitere schnelle Lockerungen. Hamburg verschärft bei der Maskenpflicht sogar noch einmal.

Wie der Shutdown gelockert werden soll, wird derzeit kontrovers diskutiert.

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Öffnungen in Bayern irritieren teils den Nachbarn

Unmut herrscht in Baden-Württemberg über den Beschluss von Bayern, auch Baumärkte vom kommenden Montag an wieder zu öffnen. Man sei irritiert angesichts der Kehrtwende des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), sagte Regierungssprecher Rudi Hoogvliet.

Bisher war er immer der harte Hund, jetzt fängt er an, eine Sache nach der anderen Sache zu öffnen.
Rudi Hoogvliet, Regierungssprecher in Stuttgart

Zuvor hatte Söder bereits angekündigt, es würden Gärtnereien und Gartenmärkte geöffnet, um zu vermeiden, dass Kunden die Waren dicht gedrängt bei Lebensmittel-Discountern kaufen. Es handele sich um verderbliche Ware.

Corona-Maßnahmen
Quelle: ZDF/iStock

Auch Sachsen-Anhalt lockert

Auch in Sachsen-Anhalt dürfen ab März mehrere Wirtschaftszweige wieder öffnen. Gartenmärkte, Gärtnereien, Blumenläden sowie Baumärkte, Fahr- und Flugschulen könnten ab kommender Woche wieder den Betrieb aufnehmen, kündigte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) an.

Das ist notwendig, weil wir auch saisonal bedingt diese Angebote benötigen, auch für das persönliche Bedürfnis, sich zu betätigen, wenn das Wetter wieder schöner wird.
Reiner Haseloff, Ministerpräsident Sachsen-Anhalts

Außerdem sollen Spitzensportler wieder trainieren dürfen, sagte der Regierungschef. Damit wolle die Landesregierung die Chancen wahren "wieder Weltmeisterschafts- und Olympiamedaillen zu erringen", sagte Haseloff. Neben den allgemeinbildenden Schulen sollen deshalb auch Sportschulen wieder öffnen dürfen.

Nach monatelangen Einschränkungen sind Lockerungen in Etappen im Gespräch. Die Kanzlerin mahnt zur Vorsicht. Steigende Inzidenzen machen Sorge.

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Rheinland-Pfalz öffnet eingeschränkt Bekleidungsgeschäfte

In Rheinland-Pfalz soll ab nächster Woche Einkaufen im Bekleidungsgeschäft nach Terminvereinbarung wieder möglich sein - unter anderem bei Brautmoden. Die "Click & Collect"-Regelungen sollen erweitert werden, teilte Ministerpräsidentin Dreyer mit. Zu einem Termin könnte dann immer ein Hausstand gleichzeitig das Geschäft betreten.

Bei den Einzelterminen gelte die Maskenpflicht und die Pflicht zur Kontakterfassung. Würden mehrere Einzeltermine für einen Tag vergeben, so sei ein Zeitraum von mindestens fünfzehn Minuten zwischen Ende und Anfang der jeweiligen Termine freizuhalten, um Hygienemaßnahmen vorzunehmen und zu lüften.

Malu Dreyer (SPD). Archivbild

Weg aus dem Corona-Shutdown -
Dreyer fordert konkreten Stufenplan
 

Eine Arbeitsgruppe soll einen Stufenplan für Lockerungen der Corona-Beschränkungen ausarbeiten. Es braucht "verbindliche Zielmarken", sagt auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Berlin skeptisch zu schnellen Lockerungen

Der Berliner Senat will mittelfristig weitere Lockerungen neben den Schul- und Friseuröffnungen diskutieren, noch sieht die Berliner Regierung die Zeit dafür aber nicht gekommen. Das machten die Vize-Regierungschefs Klaus Lederer (Linke) und Ramona Pop (Grüne) nach der Senatssitzung deutlich und verwiesen darauf, dass der wochenlange Rückgang bei den Neuinfektionen gestoppt ist und sich wieder umkehrt.

"Wir sind in einer ganz schwierigen Zwischensituation", sagte Kultursenator Lederer. "Und die Antworten darauf, wie man mit dieser Situation umgeht, die sind noch nicht gefunden." Er wundere sich deshalb, dass manche Bundesländer schon wieder Ankündigungen machten. "Wir werden das nicht tun, sondern wir werden weiterhin versuchen, in einheitlichem Vorgehen mit den anderen Bundesländern zu agieren."

Am 3. März beraten Bund und Länder wieder über die Corona-Maßnahmen. Ist mit konkreten Öffnungen zu rechnen? ZDF-Korrespondentin Shakuntala Banerjee mit einer Einschätzung.

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Hamburg verschärft Maskenpflicht

Hamburg geht noch weiter: Wegen steigender Inzidenzzahlen und vermehrtem Auftreten der Corona-Mutanten wird die Maskenpflicht hier noch verschärft. Generell müsse davon ausgegangen werden, dass ab dem Wochenende an allen Orten der Stadt Masken getragen werden müssen, an denen Abstände nicht eingehalten werden können, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer.

Lockerungen habe der rot-grüne Senat nicht beschlossen. "Das Ergebnis ist, dass die Gartencenter, Baumärkte und so weiter in Hamburg bis auf weiteres geschlossen bleiben." Angesichts der bereits erfolgten oder kurz bevorstehenden Öffnungen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein sehe man aber eine "Unwucht", sagte Schweitzer.

Wir können das aber nicht verantworten. Wenn andere Landesregierungen das verantworten können, dann tragen sie dafür die Verantwortung. So ist das in Deutschland.
Marcel Schweitzer, Hamburger Senatssprecher

Brandenburg bereitet Öffnungsstrategie vor

Brandenburgs Landesregierung bereitet sich auf stufenweise Lockerungen vor. "Natürlich müssen wir weiter vorsichtig sein und können nur langsam und schrittweise öffnen", erklärte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). "Dennoch sollten wir uns gemeinsam darauf vorbereiten, die ersten Schritte zu gehen." Dazu gehöre die Eröffnung von Gartenfachmärkten und Baumschulen zum 1. März. Weitere Öffnungsschritte würden derzeit in vier Stufen vorbereitet:

In Stufe 1 gehöre aktuell unter anderem Wechselunterricht an den Grundschulen.

In Stufe 2 sollen demnach unter anderem der Einzelhandel mit Zugangsbeschränkungen, Museen, Ausstellungshäuser, Bibliotheken und Gedenkstätten wieder öffnen dürfen.

In Stufe 3 sollen unter anderem die Kitas wieder in den Regelbetrieb wechseln und die Präsenzpflicht an Grund- und weiterführenden Schulen ausgeweitet werden. Auch Theater, Konzerte und Kino sollen wieder möglich sein und der Einstieg in die Öffnung der Gastronomie beginnen. Die Kontaktbeschränkungen sollen in den Stufen schrittweise gelockert werden.

In Stufe 4 sollen Kitas und Schulen wieder vollständig in den Regelbetrieb gehen, Kontaktbeschränkungen und Beherbergungsverbote entfallen.

Lockerungen in den Bundesländern -
Wo und wie Schulen und Kitas wieder öffnen
 

Wechselunterricht, Notbetreuung, Homeschooling: Die Länder tasten sich an die Öffnung von Schulen und Kitas heran. Aber was gilt wo?

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