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RKI-Wochenbericht : Wieder mehr Corona-Infektionen im Herbst

Datum:

Mit dem Herbst steigen die Corona-Ansteckungen wieder. Auch andere Atemwegserkrankungen werden häufiger. Das RKI mahnt zu Vorsicht, um gefährdete Gruppen zu schützen.

Frau liegt mit Erkältung im Bett
Quelle: dpa

Akute Atemwegserkrankungen wie Covid-19 machen nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) derzeit mehr Menschen in Deutschland zu schaffen als in Vorjahren zur gleichen Zeit. Im Covid-19-Wochenbericht vom Donnerstagabend heißt es:

Der Infektionsdruck nimmt jetzt im Herbst in allen Altersgruppen der Allgemeinbevölkerung wieder deutlich zu.
Robert-Koch-Institut

Der Bericht bezieht sich teilweise auch auf andere Erkrankungen der Atemwege. Zur Corona-Lage im Herbst wollen sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und RKI-Chef Lothar Wieler am Freitag in Berlin äußern.

Inzidenz deutlich angestiegen

Im RKI-Wochenbericht wird die Zahl der Corona-Infizierten für vorige Woche auf 500.000 bis 1,2 Millionen geschätzt. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitagmorgen mit 466,0 an. Das ist ein deutlicher Anstieg zum Vortag, als der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 409,9 gelegen hatte. (Vorwoche: 294,7; Vormonat: 247,1).

Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen.
Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik.

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Auch mehr Erkältungen

Neben Sars-CoV-2 gehörten Rhinoviren zu den vorherrschenden Viren, die etwa zu Hausarztbesuchen führen, hieß es im Wochenbericht weiter. Diese Erreger lösen Erkältungen aus. Bei schwer verlaufenden Erkrankungen der Atemwege hingegen - gemeint sind Krankenhausbehandlungen -, sei noch kein deutlicher Anstieg zu verzeichnen, hält das RKI mit Blick auf die vergangene Woche fest.

Weil sich Menschen im Herbst wieder vermehrt drinnen aufhalten und mit einem weiteren Anstieg der Erkrankungen gerechnet werden müsse, erinnert das RKI: "Regelmäßiges richtiges Lüften (Stoßlüften) mit hohem Luftaustausch und geringem Wärmeverlust" sei sehr wichtig, um das Risiko von Ansteckungen zu verringern. Hintergrund ist, dass man sich in geschlossenen Räumen leichter als im Freien durch Tröpfchen anstecken kann, die Kranke etwa beim Niesen oder Husten ausstoßen.

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BA.5 ist vorherrschende Variante

Generell mahnte das RKI, zum Schutz gefährdeter Gruppen die Empfehlungen zum Vermeiden von Infektionen weiterhin einzuhalten. Wie schon in den Wochen zuvor dürften laut einer Stichprobe fast alle Corona-Ansteckungen hierzulande auf die Omikron-Sublinie BA.5 zurückgehen.

Die wegen einiger Mutationen unter Beobachtung stehende Sublinie BA.2.75 hingegen kommt laut RKI nach jüngsten Daten von vorvergangener Woche bisher nur auf einen sehr kleinen Anteil: Er liege unter ein Prozent.

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