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Gerd Landsberg - Städtebund: Läden erst nach Fest schließen

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Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes plädiert für strengere Corona-Maßnahmen nach Heiligabend. Die Geschäfte vorher zu schließen, hält er nicht für sinnvoll.

Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, verlangt schärfere Corona-Regeln vom ersten Weihnachtsfeiertag an.

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Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, hat sich für schärfere Corona-Regeln vom 25. Dezember bis 10. Januar ausgesprochen. "Der Lockdown light allein hat es nicht gebracht", sagte er im ZDF-Mittagsmagazin. Deshalb sei es unverzichtbar darüber nachzudenken, die Ferien vorzuziehen und zu verlängern oder Geschäfte wieder zu schließen.

Von Schließungen des Einzelhandels noch vor Weihnachten riet Landsberg jedoch ab.

Dann haben wir die Innenstädte sofort voll, weil die Leute natürlich noch ihre Einkäufe tätigen wollen.
Gerd Landsberg

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte im Bundestag gesagt, sie halte es für richtig, die Geschäfte nach Weihnachten bis mindestens 10. Januar zu schließen. Das hatte auch die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina so empfohlen.

Die Ansicht vertreten unter anderem auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. In Sachsen werden viele Geschäfte schon ab kommendem Montag schließen.

Landsberg: Situation für Einzelhandel "ganz schlecht"

Er sei auch ein Freund von verkaufsoffenen Sonntagen gewesen, da sich so das Treiben auf den Straßen etwas verteile. Das sei allerdings an der Rechtsprechung gescheitert. Nach Weihnachten müsse man allerdings zu einer Schließung der Geschäfte kommen, auch wenn das für den Einzelhandel "ganz schlecht" sei.

Das aktuelle Politbarometer zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen härtere Corona-Maßnahmen befürwortet und die Verlängerung bis zum 10. Januar unterstützen. Auch Lockerungen über die Feiertage halten die meisten Befragten für falsch.

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Die Situation sei für den Einzelhandel "eine riesen Herausforderung", denn er leide enorm unter der Krise, während der Onlinehandel blühe. Wenn jetzt noch das Weihnachtsgeschäft wegbreche, müsse man davon ausgehen, dass viele Geschäfte das nicht überleben. "Da brauchen wir Hilfe."

Weitere Maßnahmen auch für Altenheime gefordert

Auch in Altersheimen sollte man über weitere Schutzmaßnahmen wie Masken, Besuchszeiten und Schnelltests nachdenken. "Was wir uns aus meiner Sicht nicht leisten können, sind die ja ursprünglich von der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen beschlossenen Lockerungen zu Weihnachten", sagte Landsberg.

Er gönne jedem sein Weihnachtsfest. Das bedeutete jedoch auch Reiseaktivitäten, "und ich befürchte, das wäre eine schlechte Entwicklung". Mit den Fallzahlen könne es "ganz schnell noch weiter nach oben gehen", mahnte Landsberg. "Dann überfordern wir das Gesundheitssystem."

Kanzlerin Merkel appellierte im Bundestag, die Wissenschaft ernst zu nehmen.

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Ausgangssperren kein "effektives Mittel"

Für die Kontrollen der Corona-Maßnahmen gebe es bei den Ordnungsämtern jedoch nicht genügend Kapazitäten. "Wir haben keine Armee von Ordnungsbeamten", erklärte Landsberg im ZDF. Man mache Stichproben und die große Mehrheit der Menschen sei einsichtig.

Davon dass Ausgangssperren das Infektionsgeschehen eingrenzen, ist Landsberg nicht überzeugt. "Das geht ja in der Regel von abends 21 Uhr bis morgens um fünf." Wenn die Geschäfte zu seien und draußen kalt, dann finde "ohnehin kein Leben auf der Straße statt", so Landsberg. "Insofern bin ich nicht so sicher, ob Ausgangssperren ein so effektives Mittel sind."

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