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AfD-Fraktionschefin bei Lanz - Weidel will Spitzenkandidatin werden

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AfD-Fraktionschefin Alice Weidel will wieder Spitzenkandidatin werden. Das verkündet sie bei Markus Lanz. In der Sendung kritisiert sie die Pandemiepolitik und erhält Gegenwind.

Bei "Markus Lanz" kündigt AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel an, dass sie mit Tino Chrupalla die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl anstrebt.

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Die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel will Spitzenkandidatin der AfD werden. An ihrer Seite bewerbe sich zudem Tino Chrupalla als Spitzenkandidat der Partei. Das kündigte Weidel in der ZDF-Sendung Markus Lanz an.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass auch der pensionierte Generalleutnant Joachim Wundrak und die Bundestagsabgeordnete Joana Cotar die AfD gerne als Spitzenteam in den Wahlkampf führen würden. Anders als Weidel und Chrupalla werden sie dem parteiintern als gemäßigt geltenden Lager des Co-Parteivorsitzenden Jörg Meuthen zugerechnet.

Die AfD hatte nach längeren Debatten entschieden, die Mitglieder über das Spitzenduo abstimmen zu lassen. Zweierteams, die gemeinsam antreten wollen, müssen sich bis Mittwochmittag melden.

Virologe Ulrichs: Lockdown samt Ausgangssperre kann sehr effektiv sein

Weidel kritisierte in der Sendung die Corona-Maßnahmen. Einen Zusammenhang zwischen den leicht sinkenden Fallzahlen und der aktuellen Ausgangssperre sehe sie nicht, sagte sie: "Wir sind ganz schnell beim statistischen Thema der Scheinkorrelation."

Der Virologe Professor Timo Ulrichs verdeutlichte: "Eine Korrelation ist etwas, das im zeitlichen Zusammenhang mit einer Maßnahme steht." Es sei schwierig, die Einzelwirkung auf eine einzelne Maßnahme zurückzuführen. "Aber Simulationen und die Erfahrungswerte in vielen Ländern zeigen, dass ein Lockdown kombiniert mit einer Ausgangssperre sehr effektiv sein kann."

Die Corona-Pandemie sehen radikale Rechte als Chance: Sie wollen die Wut auf der Straße und in digitalen Räumen nutzen, um in neue gesellschaftliche Schichten vorzudringen.

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AfD: Politischer Arm der Querdenker?

Auch habe die Ausgangssperre wenig damit zu tun, sich an der frischen Luft aufzuhalten, so Ulrichs: "Man möchte verhindern, dass Menschen, wenn sie rausgehen, woanders wieder reingehen und sich mit anderen Menschen, die nicht ihrem Haushalt angehören, treffen. Das kann man mit einer Ausgangssperre ziemlich gut verhindern", machte der Virologe klar.

Mit Ulrichs Vorwurf konfrontiert, die AfD sei der politische Arm der Corona-Leugner, sagte Weidel: "Wir haben als Partei und als Fraktion mit den Querdenkern gar nichts zu tun."

Viele Abgeordnete der AfD seien zwar zu Querdenker-Demos gegangen, so die AfD-Fraktionschefin. Aber doch nur, weil man sich mit diesen Meinungen auseinandersetzen müsse: "Die Abgeordneten nehmen ihren Mandatsauftrag extrem ernst. Sie gehen auf eine Demo und erkundigen sich, was die Belange dieser Bürger sind."

Wegen "demokratiefeindlicher und/oder sicherheitsgefährdender Delegitimierung des Staates" beobachtet das Bundesamt für Verfassungsschutz jetzt bundesweit Teile der "Querdenken"-Bewegung, die seit einem Jahr gegen die Corona-Maßnahmen mobilisiert.

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Gefährliche Nähe zu Corona-Leugnern?

Die Spiegel-Journalistin Ann-Kathrin Müller erwiderte, die Abgeordneten seien nicht auf den Demos gewesen, um sich im Rahmen ihres Mandats zu informieren. Müller wurde deutlich: "Das ist ein Aneignen dieser Bewegung. Da wird nicht nur gefischt. Da wird richtig geschmust."

Damit konfrontiert, dass es bei Querdenker-Demonstrationen Angriffe auf Polizisten gegeben hatte, kommentierte Weidel nur: "Wirrköpfe muss eine Demokratie aushalten." Weiter sagte sie, dass es nicht verteidigungsfähig sei, wenn man Ordnungshüter angreife.

Weidel wirft Regierung Impfpflicht durch die Hintertür vor

Hinter der geplanten bundesweiten Rücknahme bestimmter Freiheitseinschränkungen für vollständig gegen Corona geimpfte Menschen verstecke sich laut Weidel eine Art Impfpflicht: "Wir halten es für absolut gefährlich, Ungeimpfte gegen die Geimpften auszuspielen. Die Freiheitsrechteeinschränkung von Ungeimpften impliziert eine De-facto-Impfpflicht."

Die einen drängeln sich vor, viele Berechtigte warten noch immer. Ist Impfneid da eine verständliche Reaktion? Psychologen warnen vor einer Tabuisierung der Debatte.

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Der Virologe Timo Ulrichs widersprach: Es gehe um einen Übergangszustand. Es sei "eine ganz geringe Zeit", die immer geringer werde, je mehr Impfdosen zur Verfügung stünden, je mehr Menschen sich impfen lassen würden.

Ulrichs weiter: "Das wird darauf hinauslaufen, dass wir eine Massendurchimpfung sehen werden. Wir werden in die Phase kommen, wo wir alle einschränkenden Maßnahmen grundsätzlich werden aufheben können. Das gilt dann für Geimpfte wie Ungeimpfte, weil die Herdenimmunität auch die Ungeimpften schützt."

Zu sehen die Infektionswellen der Corona-Pandemie in Schweden, Deutschland und England.

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