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Debatte um Grenzwerte - Laschet: 35er-Inzidenz wäre "Riesenleistung"

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Im Interview mit dem ZDF hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet seine umstrittenen Aussagen zu "immer neuen" Corona-Grenzwerten bei der 7-Tage-Inzidenz verteidigt.

Armin Laschet (CDU)
Armin Laschet hat mit Aussagen zur Grenzwerten bei der 7-Tage-Inzidenz verwirrt.
Quelle: Reuters

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat im Interview mit dem ZDF heute journal noch einmal betont, nicht von dem ausgegebenen Grenzwert von 35 bei der 7-Tage-Inzidenz abweichen zu wollen. "Sie hören das doch genauso wie ich das höre, dass manche sagen, eigentlich brauchen wir ZeroCovid, manche sagen 10, andere reden von der Zahl 25", erklärte Laschet im Gespräch mit ZDF-Moderator Claus Kleber.

"Ich bin schlicht und einfach dafür, dass das, was wir sagen auch mal eingehalten wird." Aussagen aus seiner Rede beim CDU-Wirtschaftsrat am Montagabend hatten für Irritationen gesorgt, da sie zuerst als Kritik am Grenzwert von 35 bewertet wurden. Der Wert gilt als Maßgabe, um Öffnungsstrategien in Erwägung zu ziehen.

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Beitragslänge:
8 min
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Laschet will bei 35er-Inzidenz "Versprechen einlösen"

Laschet betonte, er stehe dazu, was beim letzten Corona-Gipfel zwischen den Ministerpäsidenten und der Bundeskanzlerin verabredet wurde. Man wolle sich auf der Basis 35 am 3. März treffen und dann gemeinsam überlegen, in welchen Bereichen behutsam Lockerungen möglich seien.

Zwar würden die Zahlen sinken, aber das mutierte Virus mahne zur Vorsicht. "Was ich nur kritisiere, ist, dass von außen immer wieder neue Zahlen genannt werden", betonte Laschet.

Wenn wir bei 35 landen, haben wir eine Riesenleistung vollbracht. [...] Wenn diese Zahl erreicht ist, müssen wir unser Versprechen einlösen und dann auch den nächsten Schritt gehen.
Armin Laschet, Ministerpräsident von NRW

Laschet wünscht sich andere Ansprache in der Pandemie

Er forderte zudem Politik und Wissenschaft dazu auf, ihre Wortwahl und Ansprache an die Bevölkerung zu überdenken. "Ich plädiere auch immer dafür, abzuwägen", erklärte er.

Man müsse auch das Kindeswohl in den Blick nehmen und Existenzen, die auf dem Spiel stünden. Experten könnten schon über die Gefährlichkeit des mutierten Virus aufklären, "aber nicht so von oben herab, das stört mich zuweilen."

Lieber Altmaier als Merz als Bundeswirtschaftsminister

Auf die Frage, ob der in der Kritik stehende Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nicht besser durch Friedrich Merz ersetzt werden solle, verteidigte Laschet den Amtsinhaber. "Ich schätze Friedrich Merz, aber es ist jetzt nicht die Zeit mitten in einer Pandemie, in einer Krisenlage, die Bundesregierung umzubilden", so Laschet.

Es sei klug jemanden zu haben, der von seinem Amt etwas versteht. "Das tut Peter Altmaier", sagte der Ministerpräsident von NRW.

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