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Minister bei "Lanz" : Lauterbach: "Zu wenig für die Kinder gemacht"

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Bundesgesundheitsminister Lauterbach spricht bei Lanz über die Frage, welche Corona-Maßnahmen übertrieben gewesen sind und zeigt auf, wie man sich für den Corona-Herbst wappnet.

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"Wir haben Spielplätze geschlossen. Das hätte man nicht machen dürfen. Das hat nichts gebracht." So die Antwort des Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach auf die Frage, welche Corona-Maßnahmen in den letzten zweieinhalb Jahren übertrieben gewesen seien.

Am Dienstagabend unternahm er bei Markus Lanz einen Rückblick - auf die Phase der Corona-Pandemie, in der er noch nicht das Amt des Bundesgesundheitsministers bekleidete. Er räumte ein:

Wir haben zum Teil öffentliche Plätze geschlossen. Wir haben Masken draußen getragen, wo es so gut wie nicht notwendig war - außer an Wein- oder an Bierständen.
Karl Lauterbach

Dort hätte man die Maskenpflicht stattdessen "begrenzt" umsetzen können. Man sei "an einigen Plätzen über das Ziel hinausgeschossen", so Lauterbach.

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Kritik an Schulschließungen

Mit Blick auf die Schulschließungen sagte er: "Wir können nicht genau einschätzen, wie viel das damals gebracht hat und ob es das wert gewesen ist." Bei den Kindern hätte "auf jeden Fall" mehr unternommen werden müssen, "um sie mit digitalen Lernportalen und (…) mit qualitativ hochwertigem Hybridunterricht besser über die Runden zu bringen".

Bundesgesundheitsminister Lauterbach blickt bei Lanz auf die vergangenen Corona-Maßnahmen zurück und zählt Maßnahmen auf, die "über das Ziel hinausgeschossen" seien.

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Außerdem seien in den Schulen "viel zu wenige Luftfilteranlagen" eingesetzt worden. Lauterbach resümierte: "Es ist viel zu wenig für die Kinder gemacht worden. Das ist sicherlich etwas, was man so nicht wiederholen kann, was man so nicht wiederholen sollte."

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Pläne für Corona-Welle im Herbst

Zuletzt hatte Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger mit Blick auf eine potentielle Corona-Herbstwelle deutlich gemacht, dass es keine flächendeckenden Schulschließungen mehr geben dürfe. "Sie schließen Schulschließungen für den Herbst nicht aus?", fragte Markus Lanz den Bundesgesundheitsminister.

Lauterbach antwortete: "Die Wahrscheinlichkeit, dass wir noch einmal Schulschließungen benötigen, ist extrem gering." Aber: "Wie wissenschaftlich seriös ist es, so etwas auszuschließen, wenn Sie nicht ausschließen können, dass es zum Beispiel eine sehr gefährliche und sehr ansteckende Variante gäbe, die wir jetzt gar nicht vorhersehen?"

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) reagiert auf die Kritik des Sachverständigenrats an den Corona-Schutzmaßnahmen: Einen Lockdown soll es nicht mehr geben, außerdem verspricht er eine Verbesserung der Datenerhebung.

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Wieder geschlossene Schulen im Herbst?

Lauterbach halte eine solche Corona-Variante zwar nicht für wahrscheinlich. Dennoch sei es "keine ehrbare Arbeit als Minister", würde er in einem solchen Fall nicht entsprechend - beispielsweise mit Schulschließungen - reagieren. Denn: "Ich muss das möglich machen, was benötigt ist."

In Vorbereitung auf den kommenden Herbst arbeite das Bundesgesundheitsministerium mit drei Szenarien. Diese seien "unterschiedlich wahrscheinlich, aber auch unterschiedlich gefährlich", wofür es ebenso "unterschiedliche Maßnahmen" gebe. Lauterbach stellte klar: "Das gefährlichste Szenario wird wahrscheinlich nie kommen, aber ich kann es nicht ausschließen."

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Lauterbach: Das Schlimmste antizipieren

Und weiter: "Wir müssen das Schlimmste antizipieren. Dafür müssen die Länder die Möglichkeiten haben. Das bereiten wir vor."

Bundesjustizminister Marco Buschmann und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach arbeiten derzeit an einer Novelle des Infektionsschutzgesetzes. Buschmann habe darauf bestanden, die Verhandlungen erst zu beginnen, nachdem der Corona-Sachverständigenrat sein Gutachten über die Wirksamkeit der vergangenen Corona-Maßnahmen veröffentlicht hatte.

Wie effektiv waren die Corona Maßnahmen? Ein Gutachten hat die vergangenen Maßnahmen bewertet. Die Erkenntnisse ordnet ZDFheute live zusammen mit Epidemiologen Klaus Stöhr ein.

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Tempo beim Infektionsschutz

Lauterbach dazu: "Beim Infektionsschutzgesetz (…) muss endlich Tempo kommen. Wenn das Tempo nicht kommt und die Leute verstecken sich hinter dem Gutachten oder wollen sich da noch lange einlesen, dann wäre das nicht hilfreich."

Um auf eine potentielle Herbstwelle besser reagieren zu können, werde indes die Datenlage verbessert, so Lauterbach: "Wir werden in den Krankenhäusern schauen: Wer kommt mit Covid? Wer wird für Covid behandelt?" Lauterbach schloss mit den Worten: "Immer nach vorne, immer fleißig arbeiten, nicht die Vorgänger kritisieren, nicht nach hinten blicken, keine Kollegenschelte - das ist immer am besten."

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